ÜBER UNS

Der Psychosozial-Verlag publiziert psychologische und sozialwissenschaftliche Bücher und Zeitschriften. Der Schwerpunkt liegt auf den Gebieten Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik, Familientherapie und - wie der Name schon andeutet - der Verbindung zwischen psychologischen und sozialen Fragestellungen.


Entgegen dem herrschenden Trend zur fachspezifischen Einengung des Blickwinkels hat sich der Psychosozial-Verlag zum Ziel gesetzt, den Dialog zwischen den »Psycho-« und den »Sozio-Wissenschaften« und zwischen den verschiedenen helfenden Berufen neu zu beleben.
Die Zusammenschreibung von psychosozial im Namen des Verlages hat kritisch-programmatischen Charakter.

Das Buchprogramm

Das Buchprogramm des Psychosozial-Verlags gliedert sich in die folgenden zwölf Buchreihen:

  • Bibliothek der Psychoanalyse
  • Psyche und Gesellschaft
  • edition psychosozial
  • Imago
  • Psychoanalytische Pädagogik
  • Beiträge zur Sexualforschung
  • Forschung Psychosozial
  • Sachbuch Psychosozial
  • Therapie & Beratung
  • Analyse der Psyche und Psychotherapie
  • Diskurse der Psychologie
  • psychosozial reprint

In diesen Buchreihen finden sich sowohl allgemein verständliche Bücher für Leserinnen und Leser, die an wissenschaftlich fundierten und verständlich dargestellten Ausführungen zu psychologischen und sozialen Fragen interessiert sind, als auch Bücher, die sich vornehmlich an ein spezialisiertes Fachpublikum wenden.

Mit der Reihe »Bibliothek der Psychoanalyse«, die von Hans-Jürgen Wirth herausgegeben wird, wurde ein Diskussionsforum geschaffen, das der Psychoanalyse als Grundlagenwissenschaft, als Kulturtheorie und als klinische Theorie und Praxis neue Impulse verleihen soll. Die verschiedenen Strömungen innerhalb der Psychoanalyse sollen zu Wort kommen und der kritische Dialog mit den Nachbarwissenschaften soll intensiviert werden. Neuauflagen lange vergriffener Klassiker - z.B. Otto Fenichels dreibändige »Neurosenlehre« und Karl Abrahams »Gesammelte Schriften« - gehören ebenso zum Programm wie die Wiederentdeckung »vergessener« Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen und die Publikation weiterführender Beiträge zu aktuellen Diskussionen und Themen.

In der von Johann August Schülein und Hans-Jürgen Wirth herausgegebenen Reihe »Psyche und Gesellschaft« geht es darum, auf anspruchsvollem theoretischen Niveau den Zusammenhang zwischen Individuum und Gesellschaft zu reflektieren. Im Zuge ihrer Etablierung als medizinisch-psychologisches Heilverfahren hat die Psychoanalyse ihre geisteswissenschaftlichen, kulturanalytischen und politischen Ansätze vernachlässigt. Indem der Dialog mit den Nachbarwissenschaften wieder aufgenommen wird, soll das kultur- und gesellschaftskritische Erbe der Psychoanalyse wiederbelebt und weiterentwickelt werden.

In der Reihe »edition psychosozial« wird der Zusammenhang zwischen der seelischen Befindlichkeit der Menschen und den sozialen und politischen Verhältnissen, die häufig traumatisierend wirken, thematisiert. Die Reihe stellt Ansätze und Erfahrungen moderner Psychotherapie und Beratungsformen vor. Sie wendet sich an psychologisch Interessierte, an Fachleute aus den helfenden Berufen, an alle, die nach einer Lösung ihrer Probleme suchen und sich dafür engagieren, neue Ansätze für Erziehung, Beratung und Sozialpädagogik zu entwickeln. Ab 2009 erscheinen neue Bücher einiger Thematiken, die bisher in der »edition psychosozial« erschienen, in den neuen Reihen »Sachbuch Psychosozial« und »Therapie & Beratung«.

Die Reihe »Imago« knüpft an die altehrwürdige Tradition der gleichnamigen psychoanalytischen Zeitschrift an, die in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erste Ansätze entwickelte, Phänomene der Kunst, der Literatur, der Musik und der Kultur mit den Mitteln der Psychoanalyse zu untersuchen.

Die Reihe »Psychoanalytische Pädagogik« wird von Bernd Ahrbeck, Wilfried Datler und Urte Finger-Trescher herausgegeben. Ihr Ziel ist es, die psychoanalytischen Erkenntnisse für die Pädagogik, die Sozialpädagogik und die Sozialarbeit nutzbar zu machen.

Die von Martin Dannecker, Gunter Schmidt und Volkmar Sigusch herausgegebene Reihe »Beiträge zur Sexualforschung« ist die weltweit umfangreichste sexualwissenschaftliche Buchreihe. Die ersten 70 Bände erschienen bis 1999 im Enke-Verlag. Seit dem Jahr 2000 wird diese traditionsreiche Reihe im Psychosozial-Verlag fortgesetzt.

Die Reihe »Forschung Psychosozial« wendet sich an Wissenschaftler und fachlich interessierte LeserInnen, die sich über den neuesten Stand der psychosozialen Forschung informieren wollen. Stärker als früher steht die Psychoanalyse in Konkurrenz zu benachbarten Psychotherapieverfahren und der biologischen Psychiatrie. Als anspruchvolles psychotherapeutisches Verfahren sollte sich die Psychoanalyse der Überprüfung ihrer Verfahrensweisen und ihrer Therapie-Erfolge durch die empirischen Wissenschaften stellen, aber auch eigene Kriterien und Konzepte zur Erfolgskontrolle entwickeln. In den Forschungsberichten dieser Reihe geht es um die Evaluation psychotherapeutischer Verfahren, die sich aus der Psychoanalyse entwickelt haben - wie beispielsweise die stätionäre Psychosomatik - oder auch um die Erforschung benachbarter Psychotherapieverfahren - wie beispielsweise die Konzentrative Bewegungstherapie.

Die Reihe »Sachbuch Psychosozial« gehört seit 2009 zum Programm des Verlages. In Abgrenzung zur Reihe »Forschung Psychosozial« richtet sie sich an ein breit gefächertes Publikum, das an psychosozialen Fragestellungen interessiert ist. Ebenso wie in der »edition psychosozial« ist der Zusammenhang zwischen der seelischen Befindlichkeit und der sozialen und politischen Gesellschaftssituation thematisch prägend für die Titel der Reihe.

Ebenfalls seit 2009 gibt es die Reihe »Therapie & Beratung«, deren Ziel es ist, verschiedene psychotherapeutische Ansätze praxisorientiert und auf wissenschaftlichem Niveau darzustellen. Die Reihe richtet sich an Personen, die professionell in Therapie und Beratung tätig sind. Die Schwerpunkte sind Paar- und Familientherapie, Gruppen- und Sozialtherapie, Selbsthilfegruppen, Supervision und Methoden der Prävention.

Die erstmals 2011 erschienenen Bände der Reihe »Analyse der Psyche und Psychotherapie« widmen sich jeweils einem zentralen Begriff der Psychoanalyse. Basiswissen der Konzepte wird übersichtlich vermittelt, indem einerseits die historische Entwicklung nachgezeichnet und andererseits der neueste Stand der wissenschaftlichen Diskussion und die Bedeutung für die Therapie erläutert wird. So spricht die Reihe Psychotherapeuten aller Therapieschulen, Studierende und interessierte Laien gleichermaßen an.

Mit der Reihe »psychosozial reprint« sollen Werke aus Psychoanalyse, Psychiatrie und Psychotherapie, die zwar vergriffen, aber inhaltlich keineswegs überholt sind, vor dem Vergessen bewahrt werden und zur weiteren Diskussion anregen.

Zeitschriften

Neben dem Buchprogramm publiziert der Psychosozial-Verlag die Zeitschriften:

  • psychosozial
  • Freie Assoziation
  • Psychoanalyse und Körper
  • Psychoanalytische Familientherapie
  • Psychoanalyse im Alter
  • Psychoanalyse im Widerspruch
  • Behindertenpädagogik
  • Themenzentrierte Interaktion

Haland & Wirth im Psychosozial-Verlag

Im Frühling 2003 hat der Psychosozial-Verlag vom Bleicher-Verlag den Programmschwerpunkt übernommen, der sich mit den Themen Erinnerungskultur, Judaica, Holocaust und Israel beschäftigt. Daraus ist – als Ergänzung zu unserem traditionellen Programm – der Imprint-Verlag »Haland & Wirth im Psychosozial-Verlag« hervorgegangen, den die Verlegerin Trin Haland-Wirth gemeinsam mit Hans-Jürgen Wirth leitet. Die Thematik war zwar schon immer ein wichtiger Bestandteil der verlegerischen Arbeit des Psychosozial-Verlages; sie wird mit dem Imprint-Verlag noch intensiver verfolgt. »Haland & Wirth« wird in Zukunft erweitert und sich auch anderen politischen Themen öffnen.