Hans Sohni

Geschwisterdynamik

Cover Geschwisterdynamik

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Buchreihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie

Verlag: Psychosozial-Verlag

140 Seiten, Broschur, 125 x 205 mm

2. Aufl. 2014

Erschienen im November 2011

ISBN-13: 978-3-8379-2117-5, Bestell-Nr.: 2117

Mit Geschwistern verbindet man die Vorstellung von tiefer Verbundenheit, aber auch von Rivalität. Sie sind in Mythologie und Märchen, in Biografien, Romanen und Filmen allgegenwärtig. In erstaunlichem Kontrast zur täglichen Lebenserfahrung und zur kulturellen Gewichtung wurden Geschwisterbeziehungen bis in die 1980er Jahre beinahe vollständig aus dem psychoanalytischen Diskurs ausgeblendet oder auf ein negatives Potenzial reduziert.

Diesem Desiderat setzt Hans Sohni eine psychoanalytische Entwicklungspsychologie lebendiger Geschwisterbeziehungen entgegen und bezieht familientheoretische, Entwicklungs- und präventive Ansätze ein. Er fasst den Geschwisterstatus als eigenständige Lebenserfahrung, beleuchtet dessen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und untersucht die Dynamik von Abgrenzung und Bezogenheit. Sohni zeigt auf, welche Möglichkeiten die Berücksichtigung der Thematik in verschiedenen Therapiesettings bietet.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Einleitung

Konzeptualisierung der Geschwisterbeziehungen

Die frühe Psychoanalyse
Freuds Geschwistererfahrungen
Geschwister in Freuds Theorie

Die Interpersonalität der Persönlichkeit

Instrumente zur Erfassung der Geschwisterdynamik

Die horizontale Beziehungsebene zwischen Geschwistern
Das geschwisterliche Spiel
Die Bedeutung der Geschwister für die frühe Persönlichkeitsentwicklung
– Identifikation
– Koevolutive Geschwisterdynamik
– Fantasiegeschwister
– Mentalisieren
– Resilienz

Geschwister im Familiensystem
Was sind »Geschwister«?
Patchwork- oder Fortsetzungsfamilien
Trennung von Geschwistern
Einzelkinder
Geschwister im Kontext Familie
– Das zweite Kind – die geschwisterliche Urszene
– Psychodynamik der frühen Jahre
– Familienrepräsentanz und »soziale Geburt«
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Geschwistern
– Die Geschwisterkonstellation
– Rivalität
– Die Entstehung der Differenz
Wechselseitige Bezogenheit zwischen Geschwistern

Geschwister – eine lebenslange Beziehungsentwicklung
Adoleszenz
Spätere Lebensphasen

Geschwisterdynamik in der Psychotherapie

Geschwisterübertragungen
Die Horizontalisierung des therapeutischen Prozesses
Geschwisterübertragung in verschiedenen Settings
Familien- und Geschwisterselbsterfahrung in der therapeutischen Ausbildung

Rivalität und Konkurrenz, Neid und Eifersucht
Rivalität und Eifersucht – zwei Fallbeispiele

Geschwisterverlust

Verteilung von Verantwortung und Ungleichheit vor den Eltern

Gewalt und sexueller Missbrauch

Sensibel werden für die Geschwisterdynamik – Schlussbemerkung

Literatur

Rezensionen

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PSYCHE – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, Nr. 9/10, 2017, 71. Jahrgang

Rezension von Günter Reich und Antje von Boetticher

»Geschwisterbeziehungen sind die am längsten währenden familiären Beziehungen, die Menschen haben, nicht selten intimer als die zu Eltern, Partnern oder eigenen Kindern. Weitgehende Einigkeit scheint unter zeitgenössischen Psychoanalytikern darin zu bestehen, dass neben der vertikalen Linie der Eltern-Kind-Beziehungen und der hiermit verbundenen präödipalen, ödipalen und adoleszenten Individuationskonflikte…« [mehr]

Kontext. Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie Band 46, 3/2015

Rezension von Susanne Altmeyer

»Insgesamt geht es in dem Buch nicht nur um »Geschwisterdynamik«, sondern vor allem um Familiendynamik, und auch wenn der Autor Psychoanalytiker ist und vieles aus einer psychoanalytischen Perspektive betrachtet wirkt es insgesamt wie eine vielperspektivische systemisch beleuchtende Bestandsaufnahme des familiären Alltags unserer Moderne in all ihren Facetten…« [mehr]

Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik 21

Rezension von Tillmann F. Kreuzer

»Hans Sohni gelingt es vor allem anhand vieler, gut lesbarer Fallbeispiele, das Interesse an der Vielschichtigkeit der Thematik zu wecken, auf die Problematik der ›Übergänge‹ im Biographieverlauf aufmerksam zu machen und für die Bedeutung der ›Geschwisterdynamik‹ zu sensibilisieren…« [mehr]

Psychotherapeutenjournal 2/2013, S. 166

Rezension von Dorothee Adam-Lauterbach

»Es ist Sohni gelungen, ein tiefes Verständnis der Geschwisterdynamik zu ermöglichen und zu zeigen, wie dies psychotherapeutisch nutzbar gemacht werden kann. Bemerkenswert ist zudem der Blick auf die Ressourcen, die Geschwisterbeziehungen im Lebensverlauf und im therapeutischen Prozess innehaben können. Damit vermittelt sich dem Leser eine klinische Perspektive, die nicht nur eine Vertiefung, sondern auch eine Erweiterung psychotherapeutischen Handelns bedeutet…« [mehr]

ÖAGG FEEDBACK 3&4/2012 Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung

Rezension von Ulrike Swoboda

»Geschwister verbringen in ihrem Leben mehr Zeit miteinander als mit Mutter oder Vater. Die enorme Bedeutung dieser Geschwisterbeziehung(en) und die Gewichtung für die psychische Entwicklung und die Bedeutung für das Selbst, das beschreibt Hans Sohni ausführlich in seinem Buch ›Geschwisterdynamik‹…« [mehr]

Psychologische Medizin, 23. Jahrgang 2012, Nummer 4

Rezension von Maria Ulbrich

»Ein sehr interessantes und wichtiges Buch, in verständlicher Sprache, welches den Fokus auf ein bislang vernachlässigtes Thema in der Psychotherapie wirft…« [mehr]

Psychologie heute 10/2012

Rezension von Christine Weber-Herfort

»Im perspektivischen Wechsel, weg von den Eltern, hin zu den Entwicklungsmöglichkeiten, die das horizontale Beziehungsfeld zwischen Geschwistern bietet, liegt der Spannungsbogen dieses für Psychoanalytiker, Therapeuten, Pädagogen und interessierte Laien aufschlussreichen Fachbuches…« [mehr]

EZI Korrespondenz Nr. 25 (Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung)

Rezension von Ruth Gnirss-Bormet

»Hans Sohni sieht im Geschwisterstatus eine eigenständige Lebenserfahrung, eine horizontale Beziehungserfahrung, die sich im vertikalen Zusammenspiel mit den Eltern entwickeln kann und in der Individualität ebenso entwickelt wird wie soziale Interaktionsfähigkeit, Empathie und Zugehörigkeit. Er verdeutlicht die zentrale Bedeutung der Geschwisterbeziehung für die Entwicklung von Bezogenheit und Bindungsfähigkeit einerseits wie für die Fähigkeit zu Auseinandersetzung und Abgrenzung andererseits…« [mehr]

Frühe Kindheit. Heft 02/2012

Rezension von Marita Salewski

»Aufgrund der verständlichen Schreibweise und der eingeflossenen Fallbeispiele aus der Therapiepraxis ist die Lektüre dieses Fachbuches sowohl für Psycholog(inn)en als auch für interessierte Laien oder andere Professionen sehr zu empfehlen…« [mehr]

www.amazon.de

Rezension von Viola Berkling

»Der brillante Psychoanalytiker und Familientherapeut Hans Sohni hat einmal mehr mit diesem breitangelegten Werk ein Thema analytisch behandelt, das in unserer schnelllebigen Welt voller sich ständig verändernder sozialer Prozesse hochaktuell und bedeutungsvoll ist; eine Lektüre, aus der nicht nur seine Kollegen aus den benachbarten Disziplinen für ihre Praxis profitieren, sondern für betroffene, interessierte Familien, die Familienzuwachs planen bzw. in denen sich gravierende Veränderungen und/oder Probleme im Zusammenleben mit Kindern abzeichnen oder vollziehen…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Rüsch Detlef

»Ein insgesamt sehr beeindruckendes, auf einen ungeheuer breiten Erfahrungs- und Wissenstand aufgebautes Buch, das die Thematik Geschwisterdynamik in besonderer Weise darstellt und dabei auch schwierigere Aspekte nicht außen vor lässt…« [mehr]