Jens L. Tiedemann

Scham

Cover Scham

Reinlesen mit libreka!

EUR 16,90

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Buchreihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie

Verlag: Psychosozial-Verlag

141 Seiten, Broschur, 125 x 205 mm

Erschienen im März 2013

ISBN-13: 978-3-8379-2229-5, Bestell-Nr.: 2229

Schamkonflikte belasten Menschen in unterschiedlicher Weise und hemmen Lebensfreude, Selbstwertgefühl und intime Beziehungen grundlegend. In der Scham erfährt das Subjekt eine Infragestellung und Bedrohung der sozialen Akzeptanz und Anerkennung. Scham ist aber nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern hat auch eine intersubjektive Dimension, die in der Psychoanalyse in den letzten Jahren zunehmend verstanden und fokussiert wird. Im psychoanalytisch-therapeutischen Prozess ist Scham eine Hauptquelle für Widerstand, Verstrickungen und problematische Übertragungs-Gegenübertragungs-Konstellationen.

In der vorliegenden Einführung werden die zentralen psychoanalytischen Schamkonzepte skizziert und hinsichtlich ihrer klinischen Dimension vorgestellt. Zahlreiche Beispiele verdeutlichen die Relevanz von Schamaffekten und -konflikten in der therapeutischen Behandlung.


Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]

Inhalt

Einleitung

Zur Entstehung psychoanalytischer Schamkonzepte
Freuds vier Schamauffassungen
Freuds »blinder Schamfleck«
Psychoanalytische Schamkonzepte in der Folge Freuds

Schamkonflikte aus Sicht der heutigen Psychoanalyse
Intersubjektive Bezogenheit und Anerkennung
Der anerkennende oder verachtende Blickkontakt
Scham als »psychosoziale Katastrophe«
Temporärer Rückzug im Dienste der Beziehungserhaltung
»Interaffektivität« und »mentalisierte Affektivität«
Affektregulierung, Trauma und Schamüberflutung

Schamkonflikte in der klinischen Praxis
Sensibilisierung für Schamaffekte in Erstgesprächen
Scham während der Therapie
Schamindikatoren
Affektdifferenzierung
Schamauslöser
Schamgefühldifferenzierung
Psychodynamik der Schamabwehr
Interpersonelle und intrapsychische Abwehr der Scham

Psychotherapie von Schamkonflikten
Therapie schamvulnerabler Patienten
Therapeutischer Takt als Schamsensibilität
Selbstverurteilungen identifizieren – Schamprofil erstellen
Wiedergewinnung biografischer Schamszenen
Selbstakzeptanz als Schamtherapieziel
Scham in Übertragung und Gegenübertragung

Zwischen Taktgefühl und Mut zur Schambearbeitung – Schlussbemerkung

Literatur

Rezensionen

[ einblenden ]

Psyche, 68. Jahrgang, Heft 1, Januar 2014, S. 88–90

Rezension von Galina Hristeva

»Tiedemanns Buch ist sehr informativ und nützlich, da der Autor, dessen Kompetenz durch frühere Beiträge zu diesem Thema belegt ist, viele wertvolle Vorschläge für die Therapie macht und der psychoanalytischen Erforschung der Scham ebenfalls einige gute und gangbare Wege weist…« [mehr]

Psychologie Heute Juni 2015

Rezension von Uwe Britten

»Schamerlebnisse kommen für manche Menschen einer psychosozialen Katastrophe gleich. Schnell werten sie sich dann als ganze Person ab. Deshalb brauchen wir mehr Milde uns selbst gegenüber…« [mehr]

Analytische Psychologie. Zeitschrift für Psychotherapie und Psychoanalyse Nr. 179 1/2015

Rezension von Doris Stopp

»Der Umgang mit Scham in der psychotherapeutischen Praxis ist sicher ein wichtiges, wenn auch unbequemes Thema. Die Ausführungen des Autors geben dafür grundlegende Anregungen…« [mehr]

GMS – Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 4/2013

Rezension von Reinhard Putz

»Das kleine Buch ›Scham‹ ist ein trotz seiner Fülle an Information und vieler persönlich berührender Analysen und Erörterungen ein lesbarer Text, der es mit vielen Literaturhinweisen erlaubt, ihn als Einstieg in wissenschaftlich weiterführende Arbeiten zu nutzen. (…) Jedem, eben auch dem nicht psychotherapeutisch Versierten, der, wie dies häufig in Ausbildungsfunktionen zutrifft, beruflich darauf angewiesen ist, auffällige Verhaltensweisen einzuschätzen und sie ggf. einer fachlichen Behandlung zuzuführen, wird dieses Büchlein wertvolle Hilfe und nachdenklich machende Anregung sein…« [mehr]

www.pharmacon.net

Rezension von David Gall

»Es dürfte sich bei der Scham mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit um das Gefühl handeln, das die meisten Psychotherapien verhindert hat und viele begonnene Therapien verzögerte oder scheitern ließ. Dass gerade jetzt ein Buch zu diesem Thema in der Reihe ›Analyse der Psyche und Psychotherapie‹ des Psychosozial-Verlags erschienen ist, ist also sehr zu begrüßen…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Elisabeth Vanderheiden

»Als Psychoanalytiker versteht der Autor Scham vor allem als Quelle von Widerstand, Verstrickungen und Übertragungen. Aus psychotherapeutischer Sicht interpretiert er die wichtigen – psychoanalytischen – Schamkonzepte und ihre klinischen Aspekte…« [mehr]

Neues Deutschland, Beilage zur Leipziger Buchmesse, 14. bis 17. März 2013

Rezension von Houssam Hamade

»Tiedemann weist nach, dass Scham bei einer ganzen Reihe von Krankheitsbildern eine entscheidende Rolle spielt. Subjektiv fühle sich Scham an wie ein Bloßstellen, das uns defizitär und minderwertig erscheinen lässt…« [mehr]