André Green

Geheime Verrücktheit

Grenzfälle der psychoanalytischen Praxis

Cover Geheime Verrücktheit

EUR 39,90

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

312 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

4. Aufl. 2024

Erschienen im März 2024

ISBN-13: 978-3-8379-3332-1, Bestell-Nr.: 3332

Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Eike Wolff

André Green untersucht die Grenzen und Übergänge zwischen Somatischem und Psychischem, Innen und Außen, dem Selbst und dem Anderen. Er stellt die sogenannten »Grenzfälle« in den Mittelpunkt seiner Theoriebildung auf eine Art »Drehscheibe«, von der aus sich Neurose und Psychose, aber auch Perversion und Depression besser verstehen lassen. Für Green ist das Todestriebkonzept nicht das Ende der Psychoanalyse, sondern eine Herausforderung, dem »inneren Krieg« zwischen Eros und Destruktivität in der analytischen Theorie und Praxis angemessen Rechnung zu tragen; nur so können analytische Auswege aus Masochismus und negativer therapeutischer Reaktion gefunden werden.

Inhaltsverzeichnis

[ einblenden ]

Inhalt

Einleitung von Eike Wolff: André Green – Leben und Werk. Bibliographie

Warum Krieg – warum Krankheit?
Freuds Theoriewende der 20er Jahre

Passionen und Passionsschicksale
1. Zu den Beziehungen zwischen Verrücktheit und Psychose
2. Verrücktheit und Leidenschaft
3. Psychose oder Verrücktheit?
4. Fünf Psychoanalysen: Neurosen, Psychose, Grenzfall
5. Leidenschaft – Trieb
6. Verrücktheit in der Übertragung – psychotische Übertragung
7. Das Es und das Ich
8. Theoretische Rechtfertigung der Unterscheidung von Verrücktheit und Psychose
9. Varianten eines Entstehungsmythos
10. Passivierung
11. Die Leidenschaften und ihre Schicksale

Psychoanalytische Theorien über den Affekt

1. Vorbemerkungen
2. Der Affekt bei Freud
3. »Affekte« seit Freud
4. Persönliche Bemerkungen
5. Zusammenfassung

Analytiker, Symbolisierung und Abwesenheit im Rahmen der psychoanalytischen Situation
1. Über Veränderungen der analytischen Praxis und Erfahrung
2. Veränderungen im psychoanalytischen Feld (Einschätzung der Veränderung aus objektiver und
subjektiver Sicht)
3. Aktuelle Probleme aus der parallelen Entwicklung von Theorie und Praxis. Der psychische Funktionsablauf und der analytische Rahmen
4. Schlußbemerkungen
5. Zusammenfassung

Das Schweigen des Psychoanalytikers

1. Abstinenz und anderes Gold
2. Zur Metapsychologie des Schweigens
3. Von der Traumdeutung zur Traum-Sitzung
4. Unter dem Siegel
5. Übergänge
6. Schach den Sirenen


Was zuviel ist, ist zuviel.

Zum Beitrag der Kleinianischen Schule

Warum Böses?
1. Gut – böse: von Freud zu Melanie Klein
2. Vom Negativ der Perversion zur negativen therapeutischen Reaktion 3. Sexualität: Norm und Anormalität
4. Schuldgefühl und Liebe zum Bösen
5. Literarische Parenthese
6. Von der Transgression zur Triebentmischung
7. Das sichtbare Böse
8. Altes und Neues
9. Warum?