20. Juli 2021 (Online)

2021-07-20

Elemente der Psychoanalyse. Eine Einführung nach Lacan und Freud.
ab 27. April 2021

Ausgehend von Zitaten aus Schriften von Freud und Lacan möchte diese Veranstaltung Elemente vorstellen, aus denen Psychoanalyse immer wieder aufs Neue entsteht und mit denen in ihr weitergearbeitet werden kann. Lacan und Freud markieren hier eine Art des Anfangs, nicht den letzten Schluss. Andere, die auf ähnliche Art elementare Momente der Psychoanalyse formulieren, kommen ebenfalls zu Wort.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, die eine Einführung in Psychoanalyse suchen, an Anfänger*innen, aber genauso an diejenigen, die eine Chance ergreifen wollen das, womit sie arbeiten, noch einmal anders zu hören.

Wir können wegen der anhaltenden Wirkung der Corona Pandemie nicht abschätzen, wie sich die Situation entwickeln wird. Deshalb haben wir zunächst vor, die Veranstaltungen per ZOOM durchzuführen, was sich aber ändern kann. Wir bitten um einen Blick auf unsere Homepage (psybi-berlin.de).

An den einzelnen Terminen beginnen wie jeweils mit einer halbstündigen Einleitung zum Thema. Darauf folgt eine gemeinsamen Lektüre und ein Gespräch.

Rhythmus: Vierzehntägig



Ioanna Kostopoulou: Versprecher

»Sie sehen ein, solange man nicht diese Frage beantwortet, den Effekt des Versprechens aufklärt, bleibt das Phänomen nach seiner psychologischen Seite eine Zufälligkeit, mag es auch eine physiologische Erklärung gefunden haben. Wenn sich mir ein Versprechen ereignet, könnte ich mich offenbar in unendlich vielen Weisen versprechen, für das eine richtige Wort eines von tausend anderen sagen, ungezählt viele Entstellungen an dem richtigen Wort vornehmen. Gibt es nun irgend etwas, was mir im besonderen Falle von allen möglichen gerade die eine Weise des Versprechens aufdrängt, oder bleibt das Zufall, Willkür und läßt sich zu dieser Frage vielleicht überhaupt nichts Vernünftiges vorbringen?«
Freud, S., Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, Gesammelte Werke, Band XI, Frankfurt/Main 1944, S. 25.

»Jemand, der mir nicht zu fernsteht, machte die Bemerkung bezüglich der Zunge, insofern sie das Instrument des Sprechens bezeichnet, dass es auch die Zunge sei, die die sogenannten Geschmackspapillen trägt. Nun gut, komme ich, werde ihm hiermit erwidern Komma, dass es nicht umsonst so ist, dass das, was man sagt, lügt (ce qu'on dit ment / Wortspiel mit condiment, Würze [Anm. d. Ü]). Sie haben die Güte zu lachen, aber das ist nicht komisch, denn letztendlich haben wir nur dies, das Äquivoke, als Waffe gegen das Sinthom.«
Lacan, Jacques (2017): Das Sinthom. Das Seminar, Buch XXIII (1975-1976). (Übers. Mitelman, Myriam; Dielmann, Harold). Wien: Turia + Kant, S. 16f

 

Veranstalter:
Marcus Coelen, Karl-Josef Pazzini, Mai Wegener

Veranstaltungsort:
Online
je nach Entwicklung der Ansteckungsgefahren Hybrid

Veranstaltungstermin:
Dienstag, 20. Juli 2021
20:00 bis 21:30 Uhr

Weitere Infos: 
psybi-berlin.de

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