21. November 2020 (Hannover)

2020-11-21

Die Veranstaltung „Polyloge in der Bewegungstherapie“ greift die Schwierigkeiten und Herausforderungen von (Bewegungs-)Therapeut*innen im klinischen Alltag auf, um sie in einem gemeinsamen Austausch zu erörtern und um gemeinsam voneinander und miteinander zu lernen. Der kollegiale, »vielstimmige« Austausch mit den Teilnehmer*innen steht folglich im Vordergrund. Nachdem wir vor zwei Jahren die Komplexität der Gruppenarbeit thematisiert haben (siehe Artikel von Braunbarth/ Waibel in »Körper-Tanz-Bewegung« 2019), wenden wir uns diesmal der Diagnostik zu.
Diagnostik hat aus Sicht der Integrativen Therapie nicht nur die Aufgabe, Störungsbilder festzustellen und zu klassifizieren, sondern auch die Entstehung von Resilienz, Kompetenzen und Potentialen aufzudecken. In der Psychotherapie und Medizin existieren hierzu verschiedene Klassifikationsmanuale und diagnostische Ansätze, die unterschiedliche Begriffe verwenden und unterschiedliche therapeutische Strategien verfolgen. Das stiftet nicht selten Verwirrung im therapeutischen Alltag. Hier mehr Klarheit und Transparenz für die therapeutische Arbeit zu schaffen, ist das Ziel dieses Symposiums.
Zu diesem Zweck konnten wir Peter Osten als Referent gewinnen, der gerade ein aktuelles Buch zu diesem Thema publiziert hat (Osten, Peter: Integrative Psychotherapeutische Diagnostik (IPD), utb Wien 2019). Er wird, neben der Integrativen Diagnostik, Vergleiche und Unterschiede zu ICD, DSM und OPD aufzeigen. Damit wollen wir den Kolleg*innen Rechnung tragen, die – besonders im klinischen Bereich – im Spannungsfeld unterschiedlicher Verfahren arbeiten (tiefenpsychologisch, verhaltens- therapeutisch, integrativ u.a.).
Neben den Fachvorträgen können die Tagungsteilnehmer wieder in verschiedenen praxisnahen Workshops unterschiedliche methodische Zugänge zum Tagungsthema kennen lernen. So wird sich Peter Osten mit der Umsetzung ätiologischer Modelle in die bewegungstherapeutische Praxis beschäftigen. Cornelia Jakob-Krieger und Martin J. Waibel befassen sich in ihrem Workshop mit den Möglichkeiten körper- und bewegungs- psychotherapeutischer Arbeit bei Traumafolgestörungen und chronischem Schmerz und schließlich wird Elisabeth Neimeke Möglichkeiten der Imagination für die Selbst- wahrnehmung und Selbstregulation vorstellen.

Veranstaltungstermin:
21. November 2020, 09:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Klinik am Kronsberg
Debberoder Straße 61
30539 Hannover

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.ibt-tagung.de

Veranstalter:
Deutsche Gesellschaft für Integrative Leib- und Bewegungstherapie (DGIB)
Annette Höhmann-Kost, Cornelia Jakob-Krieger, Martin J. Waibel und Hermann Ludwig 

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