22. Juni 2021 (Online)

2021-06-22

Elemente der Psychoanalyse. Eine Einführung nach Lacan und Freud.
ab 27. April 2021

Ausgehend von Zitaten aus Schriften von Freud und Lacan möchte diese Veranstaltung Elemente vorstellen, aus denen Psychoanalyse immer wieder aufs Neue entsteht und mit denen in ihr weitergearbeitet werden kann. Lacan und Freud markieren hier eine Art des Anfangs, nicht den letzten Schluss. Andere, die auf ähnliche Art elementare Momente der Psychoanalyse formulieren, kommen ebenfalls zu Wort.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, die eine Einführung in Psychoanalyse suchen, an Anfänger*innen, aber genauso an diejenigen, die eine Chance ergreifen wollen das, womit sie arbeiten, noch einmal anders zu hören.

Wir können wegen der anhaltenden Wirkung der Corona Pandemie nicht abschätzen, wie sich die Situation entwickeln wird. Deshalb haben wir zunächst vor, die Veranstaltungen per ZOOM durchzuführen, was sich aber ändern kann. Wir bitten um einen Blick auf unsere Homepage (psybi-berlin.de).

An den einzelnen Terminen beginnen wie jeweils mit einer halbstündigen Einleitung zum Thema. Darauf folgt eine gemeinsamen Lektüre und ein Gespräch.

Rhythmus: Vierzehntägig


Nadine Hartmann: Phallusmädchen

»Die Forderung, das Mädchen dürfe in die Ehe mit dem einen Manne nicht die Erinnerung an Sexualverkehr mit einem anderen mitbringen, ist ja nichts anderes als die konsequente Fortführung des ausschließlichen Besitzrechtes auf ein Weib, welches das Wesen der Monogamie ausmacht, die Erstreckung dieses Monopols auf die Vergangenheit«.
(Sigmund Freud, »Das Tabu der Virginität« in: Ders., Gesammelte Werke (London: Imago, 1940), Bd. 12; 159-180; 161.)

»Die symbolische Parität Mädchen = Phallus [...] hat ihre Wurzel in den imaginären Wegen, über die das Begehren des Kindes sich mit dem Seinsverfehlen [manque-à-être] der Mutter identifizieren kann, in welches diese wohlgemerkt selber eingeführt wurde durch das symbolische Gesetz, in dem jedes Verfehlen sich konstituiert. Aus demselben Grund dienen die Frauen im Realen, mit ihrer und gegen ihre Einwilligung, als Tauschobjekte in jenen Tauschhandlungen, deren Ordnung in den elementaren Verwandtschaftsstrukturen festgelegt ist, und die sich bei Gelegenheit im Imaginären fortsetzen, während das, was entsprechend in der symbolischen Ordnung übermittelt wird, der Phallus ist.«
(Jacques Lacan, »Über eine Frage, die jeder möglichen Behandlung der Psychose vorausgeht« in: Ders., Schriften, Bd. 2, 61-117; 90.)

 

Veranstalter:
Marcus Coelen, Karl-Josef Pazzini, Mai Wegener

Veranstaltungsort:
Online
je nach Entwicklung der Ansteckungsgefahren Hybrid

Veranstaltungstermin:
Dienstag, 22. Juni 2021
20:00 bis 21:30 Uhr

Weitere Infos: 
psybi-berlin.de

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