4. März 2022 (Wörgl)

2022-03-04

B.A.S.E ® - Babybeobachtung zur Förderung von Feinfühligkeit und Empathie als Prävention gegen Angst und Aggression
mit Ursula Henzinger

Ausbildung B.A.S.E®Gruppenleiter*in

Soziale Kompetenz durch Zuschauen 
Über unvorstellbar lange Zeiträume hindurch haben Kinder ihre Mutter - und andere Mütter - mit einem Baby erlebt, haben gesehen, wie sie seine Bedürfnisse stillt, mit seiner Aufregung umgeht und seine Fähigkeiten unterstützt. Das "evolutionäre Modell" der sozialen Entwicklung, das teilnehmende Beobachten, wird bei B.A.S.E® nachempfunden und schult das empathische Einfühlungsvermögen der Kinder.

Konkrete Durchführung von B.A.S.E® 
Hierzu kommt eine Mutter mit einem wenige Wochen alten Baby regelmäßig für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in die Kindergartengruppe bzw. Schulklasse oder eine andere Gemeinschaft. Die Kinder erleben, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann. Identifikation mit dem Baby und Beschäftigung mit den Emotionen und Motivationen von Mutter und Kind wird durch eine spezielle Fragetechnik angeregt. Dieses Denken beginnen die Kinder nach und nach auf das alltägliche Miteinander zu übertragen, das heißt, sie verhalten sich feinfühlig und verständnisvoll, aber auch selbstbewusst und zunehmend reflektierter untereinander.

Ziel der Ausbildung

Im Seminar werden die TeilnehmerInnen geschult, ein B.A.S.E®-Baby-Beobachtungs-Projekt durchzuführen oder zu begleiten, wobei sowohl die Inhalte als auch die Art der Durchführung an Hand von Beispielen vorgestellt und eingeübt werden.

Wissenschaftlicher Hintergrund 
Schon in den 80er Jahren hat der Aggressionsforscher Henri Parens in Philadelphia/USA Studien zur Vorbeugung von aggressiven Verhaltensstörungen durchgeführt. Auf der Basis seiner Erfahrungen wurde das Präventionsprojekt B.A.S.E® Babywatching in Kindergarten und Schule an der Kinderklinik von  Karl Heinz Brisch im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München entwickelt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen (darunter eine Evaluation an Tiroler Volksschulen 2010/2011), dass dadurch bei Kindern sowohl die Fähigkeit zur Einfühlung gefördert als auch aggressive sowie ängstliche Verhaltensstörungen verringert werden können.

Zielgruppe
Das Angebot richtet sich an PädagogInnen, LehrerInnen, Kindergarten- und KinderkrippenpädagogInnen, die ein Babywatching-Projekt anleiten oder auch an PsychologInnen, PädagogInnen, PsychotherapeutInnen und andere Fachleute, die ein Projekt mitbegleiten und im Anschluss daran B.A.S.E®- MentorIn werden wollen (mehr darüber auf www.base-babywatching.de(Link ist extern) oder ausbildung.zoi-tirol.at).

Veranstalter:
ZOI
Morsbach 41
6330 Kufstein 

Veranstaltungstermin:
4. März 2022 

Veranstaltungsort:
Tagungshaus
Brixentalerstraße 5
6300 Wörgl

Weitere Infos:
www.ausbildung.zoi-tirol.at

Im Psychosozial-Verlag erschienen:

StillenUrsula Henzinger
Stillen
Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung
EUR 32,90

Ursula Henzinger beleuchtet aus historischer und soziologischer Perspektive, welche Bedeutung das Stillen für die Bindung zwischen Eltern und Kind hat, welche emotionalen Herausforderungen es für stillende Mütter zu bewältigen gibt und wie Eltern mit eigenen Ambivalenzen, Schwächen und Stärken umgehen können. [ mehr ]

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

Ursula Henzinger
Bindung und Autonomie in der frühen Kindheit
Humanethologische Perspektiven für Bindungstheorie und klinische Praxis
EUR 44,90

Ursula Henzinger untersucht in diesem Buch das Wesen der frühen Eltern-Kind-Interaktion und macht die Ergebnisse dieser Untersuchung für die klinische und beratende Arbeit mit Eltern und Kleinkindern auf anschauliche Art nutzbar. Es wird deutlich, dass spezifische Nähe-Distanz-Muster bedeutsame, doch bisher meist vernachlässigte Indikatoren für die sozialen Leistungen von Kindern sind und als Ansatzpunkt für gezielte Interventionen in der klinischen Praxis genutzt werden können. [ mehr ]

Sofort lieferbar.
Lieferzeit (D): 2-3 Werktage

 

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