8. Juni 2021 (Online)

2021-06-08

Elemente der Psychoanalyse. Eine Einführung nach Lacan und Freud.
ab 27. April 2021

Ausgehend von Zitaten aus Schriften von Freud und Lacan möchte diese Veranstaltung Elemente vorstellen, aus denen Psychoanalyse immer wieder aufs Neue entsteht und mit denen in ihr weitergearbeitet werden kann. Lacan und Freud markieren hier eine Art des Anfangs, nicht den letzten Schluss. Andere, die auf ähnliche Art elementare Momente der Psychoanalyse formulieren, kommen ebenfalls zu Wort.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, die eine Einführung in Psychoanalyse suchen, an Anfänger*innen, aber genauso an diejenigen, die eine Chance ergreifen wollen das, womit sie arbeiten, noch einmal anders zu hören.

Wir können wegen der anhaltenden Wirkung der Corona Pandemie nicht abschätzen, wie sich die Situation entwickeln wird. Deshalb haben wir zunächst vor, die Veranstaltungen per ZOOM durchzuführen, was sich aber ändern kann. Wir bitten um einen Blick auf unsere Homepage (psybi-berlin.de).

An den einzelnen Terminen beginnen wie jeweils mit einer halbstündigen Einleitung zum Thema. Darauf folgt eine gemeinsamen Lektüre und ein Gespräch.

Rhythmus: Vierzehntägig


Judith Kasper: Übersetzung

»Eine kleine Deutung ist mir in den ersten Tagen gleich zugestoßen. Herr E., den Du kennst, hat im Alter von 10 Jahren einen Angstanfall bekommen, als er sich bemühte, einen schwarzen Käfer einzufangen, der es sich nicht gefallen ließ. Die Deutung dieses Anfalles war bislang dunkel geblieben. Nun hält er beim Kapitel ›Unschlüssigkeit‹, repetiert ein Gespräch der Großmutter mit der Tante über die Heirat der damals schon verstorbenen Mama, aus dem sich ergibt, daß sie etwas lange mit der Entscheidung gezögert, kommt plötzlich auf besagten seit Monaten nicht erwähnten schwarzen Käfer, von ihm auf den Marienkäfer (seine Mutter hieß Marie), lacht dann laut auf und erklärt dies Lachen mangelhaft durch die Bemerkung, die Zoologen nennen diesen Käfer Septempunctata usw. je nach der Anzahl der Punkte, während er doch immer dasselbe Tier sei. Dann brechen wir ab und vor der nächsten Sitzung erzählt er mir, die Deutung des Käfers sei ihm eingefallen. Nämlich: Que faire? = Unschlüssigkeit. Meschugge!
Daß man ein Frauenzimmer bei uns einen netten ›Käfer‹ heißen kann, dürfte Dir bekannt sein. Seine Kindsfrau und erste Geliebte war eine Französin; er hat eigentlich früher französisch sprechen gelernt als deutsch.«
Freud 1986, 316f., Brief von Sigmund Freud an Wilhelm Fließ vom 29.12.1897

»Geste à peau«
Zeugenschaft einer Analysandin von Jacques Lacan, im Film von Gérard Miller, Rendez-vous chez Lacan (2011 https://www.youtube.com/watch?v=ai6zzNoVkJU)


Veranstalter:
Marcus Coelen, Karl-Josef Pazzini, Mai Wegener

Veranstaltungsort:
Online
je nach Entwicklung der Ansteckungsgefahren Hybrid

Veranstaltungstermin:
Dienstag, 8. Juni 2021
20:00 bis 21:30 Uhr

Weitere Infos: 
psybi-berlin.de

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