9. Juli 2021 (Online)

2021-07-09

Krise lehrt Denken: Klimawandel und Corona-Pandemie im interdisziplinären Gespräch
Veranstaltungsreihe mit fünf Vorträgen ab dem 16. April bis zum 9. Juli 2021

Der menschengemachte Klimawandel stellt eine globale Bedrohung dar: Wenn die prognostizierte Erderwärmung eintritt, geraten die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht und es drohen immer mehr Wetterextreme. Umfassende politische Maßnahmen sind notwendig, um die Erderwärmung auf ein Minimum zu reduzieren und die daraus entstehenden Folgen einzudämmen.

Mit der Corona-Pandemie kommt eine zweite globale Krise hinzu: Die rasante Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 stellt eine gravierende Bedrohung für die Gesundheit dar und gefährdet aktuell die gesellschaftlichen Systeme. Mithilfe umfassender wirtschafts-, sozial- und biopolitischer Maßnahmen wird versucht, die Verbreitung und Auswirkungen des Virus zu kontrollieren.

Die beschriebenen Phänomene geben die inhaltliche Ausrichtung von »Krise lehrt Denken – Klimawandel und Corona-Pandemie im interdisziplinären Gespräch« vor: In fünf Vorträgen sollen von Mai bis Juli 2021 die beiden globalen Krisen näher betrachtet und Hintergründe interdisziplinär beleuchtet werden. Mögliche Parallelen sowie Unterschiede sollen ebenso betrachtet werden wie die gesellschaftlichen Implikationen, die sie mit sich bringen. Hierzu laden wir Sie herzlich ein! Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über das Gehörte zu diskutieren.

Die gesamte Veranstaltung findet online statt und ist kostenfrei. Es besteht die Möglichkeit sowohl an einzelnen als auch an allen fünf Vorträgen teilzunehmen. Eine Anmeldung ist aus technischen Gründen erforderlich.

»Wie wir im Angesicht der Klimakrise unser Selbst schützen: ein Bedürfnis-orientierter Erklärungsansatz psychologischer Handlungsbarrieren für Umweltverhalten«
M.Sc. Marlis Wullenkord, Psychologin und Doktorandin der Umweltpsychologie an der Universität Koblenz-Landau

Trotz bereits spürbarer Folgen des Klimawandels und weit verbreitetem Wissen um dessen problematische Konsequenzen handeln wir als Gesellschaft nur unzureichend, um der Klimakrise proaktiv zu begegnen. In diesem Vortrag möchte ich aufzeigen, inwiefern die Befriedigung bzw. Frustration grundlegender psychologischer Bedürfnisse mit dem Nutzen von Selbstschutzstrategien zusammenhängt, die wir im Angesicht der Klimakrise nutzen. Selbstschutzstrategien sind dabei als Strategien zu verstehen, die das Selbst vor den negativen Konsequenzen bedrohlicher Informationen schützen, positiven Selbstwert aufrechterhalten oder negative Emotionen vermeiden sollen (bspw. Rationalisierung des Klimawandels, Verleugnung eigener Verantwortung und Schuld, bis hin zu buchstäblicher Klimawandelleugnung).

Veranstalter:
International Psychoanalytic University (IPU)
Stromstr. 1
10555 Berlin

Tel.: +49 30 300 117-500
E-Mail: info(at)ipu-berlin.de

Veranstaltungsort:
Online

Veranstaltungstermin:
9. Juli 2021, 18 Uhr

Weitere Info:
www.ipu-berlin.de

Erscheint von Marlis Wullenkord im Psychosozial-Verlag:

Climate Action - Psychologie der KlimakriseLea Dohm, Felix Peter, Katharina van Bronswijk (Hg.)
Climate Action - Psychologie der Klimakrise
Handlungshemmnisse und Handlungsmöglichkeiten
EUR 39,90

Die Autorinnen und Autoren beleuchten aus psychologischer und interdisziplinärer Sicht die Hindernisse, die einer produktiven Auseinandersetzung mit der Klimakrise im Wege stehen. Sie bieten Inspirationen für den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels und stellen Grundideen für ein konstruktives und kollektives Handeln dar. [ mehr ]

Dieser Titel erscheint im August 2021.

 

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