ISSN: 2364-0588
233 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2025
Erschienen: Mai 2025
ISBN-13: 978-3-8379-3416-8
Bestell-Nr.: 3416
https://doi.org/10.30820/9783837963120
Pionierinnen der Analytischen Psychologie
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Christiane Ludwig-Körner stellt acht Biografien solcher Frauen vor. Obwohl sie aus unterschiedlichen familiären Kontexten stammten und sehr verschiedene Lebensentwürfe verfolgten, findet man in ihrem Interesse an der Lehre C.G. Jungs ein verbindendes Element. Alle erlernten die damals neue jungianische Psychoanalyse und behandelten Patient*innen. Die Zielstrebigkeit, mit der sie ihren Weg verfolgten, ihr Pioniergeist und die für diese Zeit ungewöhnliche Selbstständigkeit wecken auch heute noch Bewunderung.
Vorgestellt werden Antonia Francesca Sussmann, Milla von Prosch, Fanny du Bois-Reymond, Olga Freiin von Koenig-Fachsenfeld, Gerda Leverkus, Regina Lepsius, Siegrid Gräfin zu Eulenburg und Hildemarie Streich.
Einleitung
1 Antonia (Toni) Francesca Sussmann geb. Borchardt
»Urmutter« der Berliner Jungianerinnen und Jungianer und Theodor Däublers Muse
2 Anna Luise Milla von Prosch geb. von Mücke
Leiterin eines Kinderheims, Osteopathin und Chiropraktikerin
3 Fanny du Bois-Reymond
Gärtnerin, Jungianerin ohne akademische Weihen
4 Dr. phil. Olga Franziska Freiin von Koenig-Fachsenfeld
Leiterin der Abteilung »Erziehungshilfe« im Deutschen Institut für Psychologische Forschung und Psychotherapie
5 Gerda Leverkus
Erbin eines großen Namens
6 Regina (Gina) Lepsius geb. Röhricht
Leiterin einer der ersten Erziehungsberatungsstellen in Berlin
Carlpeter Lepsius
7 Siegrid Alexandra Gräfin zu Eulenburg
Oberin und Psychotherapeutin
8 Dr. phil. Hildemarie (Hilde-Marie) Elisabeth Gertrude Streich geb. Peter
Musiktherapeutin, Expertin für Traumanalysen
»Unter den schwierigen, gleichschaltenden, politischen Verhältnissen des Dritten Reiches und der Folgezeit, deren sorgfältig recherchierte Details in den einzelnen Lebensläufen teilweise unter die Haut gehen, relativierten sich die Abgrenzungen der tiefenpsychologischen Schulen von der Psychoanalyse und die ihrer ›Dissidenten‹ ohnehin. Christiane Ludwig-Körner hält ihren konstruktiven Blick auf die Brücken zwischen den Varianten der psychodynamischen Schulen gerichtet. Auch die ›Laienpsychoanalyse‹ erhält bei der Schilderung der Pionierinnen ihre verdiente Würdigung. Die therapeutische Beziehungsebene scheint vor allem über die Subjekt-Subjekt-Ebene an natürlichem heilsamen Potenzial hinzuzugewinnen. Das Buch könnte in diesem Sinne einen anspornenden Beitrag für einen neuerlichen und erneuernden inneren Aufbruch der Psychoanalyse – und der gesamten Psychotherapie-Szene leisten ...«
Lotte Hartmann-Kottek, PDP. Psychodynamische Psychotherapie 1.2026
»Für mich ist in dem Buch eine ausgesprochen verdienstvolle Aufarbeitung sowohl der Geschichte der Frauen im letzten Jahrhundert enthalten als auch der Geschichte der analytischen Bewegung in diesem letzten Jahrhundert. […] Es ist für mich ein berührendes und faszinierendes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehlen möchte ...«
Margarete Leibig, Jung-Journal – Forum für Analytische Psychologie und Lebenskultur, Jahrgang 28, Heft 54, Oktober 2025
