Psychotherapie/Beratung
Psychotherapie im Alter Nr. 92: Neuropsychologie
Für alle, die in der Psychotherapie mit älteren Menschen tätig sind, sind die chronischen kognitiven, emotionalen, sozialen und alltagsbezogenen Folgen neurologischer Erkrankungen im höheren Lebensalter wohlvertraut. Weniger bekannt dürfte jedoch die konkrete Ausgestaltung der Neuropsychologischen Psychotherapie sein, sowie aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Behandlung in diesem Gebiet. Dieser Themen nehmen sich die Autor*innen dieses Schwerpunktheftes an. [ mehr ]
psychosozial 186: Bürokratie als Erfahrung - Begegnungen zwischen Mensch und Institution im Blickfeld qualitativer Sozialforschung
Was macht Bürokratie mit Menschen? Sie kann Möglichkeiten eröffnen und verschließen, verunsichern und beschämen und sich tief in Biografien einschreiben. Und doch ist die Begegnung mit bürokratischen Institutionen in der psychologischen und psychosozialen Forschung bislang erstaunlich wenig untersucht. Das Schwerpunktheft nimmt diese Begegnungen in den Blick und fragt, wie Menschen behördliche Verfahren erleben, wie institutionelle Kategorien und Entscheidungen ihr Denken, Fühlen und Handeln prägen und wie sie institutioneller Bevormundung begegnen. [ mehr ]
Psychotherapie-Wissenschaft 2/2026: KI in der Psychotherapie (PDF)
KI dringt derzeit in sämtliche Lebensbereiche ein. Es ist nicht wie damals, als Wärmekraftmaschinen erfunden und Elektrizität entdeckt wurde. Diese hatten unsere Kultur bereichert, unsere geistige Freiheit hatte profitiert. Ganz anders verhält es sich heute. Durch Rückkopplung der KI auf unser Geistesleben ist diese Freiheit in höchstem Maße gefährdet. Die Fähigkeit, menschliches Denken und Fühlen zu imitieren, sperrt ein Einfallstor auf für alle Arten von Einflussnahmen. Für Psychotherapeut:innen ist es unabdingbar, sich dies bewusst zu machen und das Augenmerk auf die Inhalte und Funktionsweise der Rückkopplungen zu richten. KI ist nun mal da – und wir werden einen Weg finden, sie vernünftig anzuwenden. [ mehr ]
gruppenanalyse 2/2026: Künstliche Intelligenz und Gruppenanalyse
Die Autor:innen in diesem Heft fragen danach, was Künstliche Intelligenz für die Gruppenanalyse bedeutet: Kann KI Gruppenprozesse simulieren und damit zu einem Instrument der Selbstreflexion und Supervision werden? Lässt sich vom kollektiven und Gruppen-Unbewussten ausgehend eine Theorie künstlicher Gruppen entwickeln? Was geschieht, wenn KI als »Drittes« in das Gruppenfeld eintritt? Und wie verändert sie Psychotherapie, Beziehung und unser Verständnis von menschlicher und künstlicher Resonanz? [ mehr ]
Balint-Journal 2/2026
Die Leitung von Balint-Gruppen ist ein lebenslanger Lernprozess. Albert Lichtenstein fokussiert auf eine zentrale Frage: Intervenieren oder nicht intervenieren? Uwe Kowalzik erarbeitet psychoanalytische Wurzeln einer dynamischen Abstinenz als Leitungskompetenz. Philipp Herzog stellt systematische Überlegungen zur Ausgestaltung von Supervision für Balint-Gruppenleiter an. Rainald Neumeier geht der Frage nach, ob Teams und andere Mehrpersonen-Konstellationen als Balint-Fall verstanden werden können. Und wie wird KI die Balint-Arbeit verändern? Damit hat sich Giuliano Castigliego auf besondere Weise beschäftigt. [ mehr ]
Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik
Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik. [ mehr ]
Das Ringen um Teilhabe
In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. [ mehr ]
Geschlecht als gelebte Erfahrung
Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. [ mehr ]
Beratung aktuell 1/2026: Paar- und Sexualtherapie im allgemeinen Gesundheitswesen (PDF)
In diesem Themenheft der Beratung aktuell geht es um die Paar- und Sexualberatung als ein Teil des allgemeinen Gesundheitswesens, der oft nur randständig oder mit Fokus auf Dysfunktionen vorkommt. Sonja Bröning, Sophie Johannßen und Christian Roesler beschäftigen sich mit der Wirksamkeitsforschung zu Systemischer und Emotionsfokussierter Paartherapie, Stefan Hierholzer ... [ mehr ]
Feedback 2/2026
Die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift Feedback – Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (herausgegeben von Günter Dietrich, Karin Zajec und Robert Stefan) bietet ein wissenschaftliches Forum für Forschung und Praxis der Gruppentherapie und Gruppenberatung im deutschsprachigen Raum. Publiziert werden sowohl qualitativ wie auch quantitativ ausgerichtete empirische wissenschaftliche Arbeiten, Beiträge zur Grundlagenforschung, Rezensionen und Berichte aus der Vielfalt der psychotherapeutischen und beraterischen Arbeit mit Fokus auf das Themenfeld der Gruppe.
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supervision - Mensch Arbeit Organisation: Landschaften der Arbeit. Routen und Positionen der Supervision
Ausgehend von einem soziologischen Befund zur gegenwärtigen Situation der Arbeit werden Routen und Positionen der Supervision zwischen »Just in Time« und »Old School« verfolgt. Supervisor*innen der jüngeren Generation setzen sich damit auseinander, wie sie den Anforderungen an Supervision in einer sich rasant verändernden Gesellschaft mit ihren Krisen und Herausforderungen – von Ökonomie bis Klimakatastrophe – und dem damit einhergehenden Wandel in der Arbeitswelt begegnen. [ mehr ]
The Student, the Patient and the Illness
The essays for the Ascona Balint Award give a deep impression of the students’ experiences, reflections and conclusions. And they show an insight into medical education in different countries. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 91: »When I’m Sixty-Four« - Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen
Den Beatles-Song When I’m Sixty-Four komponierte Paul McCartney, als sein Vater 64 Jahre alt war. Der Liedtext ist geprägt durch ein ängstliches, negatives Bild vom Alter, von den Sorgen, verlassen und einsam zu sein und niemanden zu haben, der für einen sorgt.
Die Beiträge dieses Heftes, die auf Vorträge des Symposiums »›When I’m Sixty-Four‹ – Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen« zurückgehen, kreieren eine weniger angsterfüllte Sicht auf das Alter, als es dem Beatles-Text zu entnehmen ist. [ mehr ]