Gesellschaft

In dieser Rubrik finden Sie unsere Bücher und Zeitschriften aus dem Themenbereich »Gesellschaft«. Die Unterkategorien bieten eine thematische Sortierung.

Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 2/2025: infantil autoritär

28. Jahrgang, 2025, Heft 2
21,40 €

Ausgabe 2/2025 der Freien Assoziation ist der psychischen Genese des Autoritarismus gewidmet, die in den jüngsten Debatten meist ausgeblendet bleiben. Das Heft nimmt aktuelle Kindheitsrepräsentationen und familiär angelegte innere Konfliktdynamiken zum Ausgangspunkt einer Diskussion um die sozialisatorischen Wurzeln des Autoritarismus. Man kann infantilen Autoritarismus nicht adult ernst nehmen und muss ihn unbedingt adult ernst nehmen, denn er ist gefährlich kindisch. [ mehr ]

Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 1/2026: Soziales Trauma

4. Jahrgang, 2026, Heft 1

Die Beiträge dieses Hefts zeigen, wie sich Gewalt in kollektive Erfahrungen einschreibt und welche Formen des Umgangs daraus hervorgehen. Zugleich eröffnen sie unterschiedliche theoretische, empirische und methodische Zugänge und laden dazu ein, das Konzept des Sozialen Traumas weiter zu schärfen. [ mehr ]

Kulturen verstehen, kompetent handeln

Grundlagen der Interkulturalität

Jürgen Straub und Viktoria Niebel erörtern Grundfragen interkultureller Kommunikation, Kooperation und Koexistenz, klären wesentliche theoretische Begriffe und Modelle und geben zahlreiche Praxisbeispiele. Anhand vieler Reflexionsaufgaben können Studierende das Gelernte auf sich selbst beziehen und auf eigene Handlungsfelder übertragen. Diese elementare, gut verständliche Einführung zielt darauf ab, Aversionen und Abneigungen abzubauen und den emotionalen Abstand zwischen Menschen in kulturell differenzierten Gesellschaften und interkulturellen Überschneidungssituationen zu verringern. [ mehr ]

Perspektiven der psychoanalytischen Sozial- und Kulturtheorie

Eingeleitet mit den Worten Isolde Böhmes werden neun Abschlussarbeiten der Weiterbildung Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie der DPV präsentiert. Das Ergebnis dieser einzigartigen Weiterbildung sind anregende Auseinandersetzungen mit vielfältigen Themen und die Möglichkeit zur Teilhabe am psychoanalytischen Reflektieren. [ mehr ]

Wahrheit

Interdisziplinäres Psychoanalytisches Forum, Band 5

Psychoanalytische Wahrheit ist vielfältig: Bereits Freud räumte ein, dass eine Rekonstruktion der Vergangenheit oftmals nur eine Konstruktion darstellen kann, dessen Wahrheitswert anzuzweifeln ist. Seitdem hat die Auseinandersetzung um eine Vielfalt der Zugänge zur Wahrheit nicht aufgehört und zu Vorschlägen einer erkenntnistheoretischen Pluralität geführt, die der Band kritisch diskutiert. [ mehr ]

Christusmord

Wilhelm Reichs 1951 entstandener Text Christusmord ist eine Abrechnung mit den strukturellen Ursachen menschlicher Entfremdung. Anhand der symbolischen Bedeutung der Kreuzigung Christi entwirft Wilhelm Reich eine radikale Kritik an autoritären Strukturen: Kirche, Staat und Familie töten das Lebendige im Kind – immer wieder. Reichs Einsichten sind auch heute noch aktuell. [ mehr ]

Pradeep Chakkarath(Hg.)

psychosozial 183: Rassismus

(49. Jg., Nr. 183, 2026, Heft I)

Rassismus in verschiedensten Formen gehört seit Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden, zu den wirkmächtigsten sozialen Inklusions- und Exklusionsstrategien menschlicher Gesellschaften. Die Autor:innen dieses Hefts illustrieren und bestätigen, dass Rassismus keinesfalls ein historisches Relikt ist, sondern eine widerspenstige und weltweit lebendige Sozialstruktur, die auch unsere modernen Gesellschaften nach wie vor durchzieht. In ihrer Zusammenschau verdeutlichen die Heftbeiträge, dass eine wirksame Auseinandersetzung mit Rassismus weder bei begrifflichen Tabus noch bei isolierten Einzelanalysen stehen bleiben kann. Erforderlich ist vielmehr eine reflektierte, relationale Perspektive, die historische Kontinuitäten, aktuelle Konfliktlagen und praktische Interventionsmöglichkeiten zusammendenkt. [ mehr ]

Psychotherapie und Verantwortung für die Welt

Soziales Engagement in und außerhalb der Praxis

Psychotherapie findet im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Umfeld statt. Die sich zuspitzenden globalen Krisen und Katastrophen machen es unmöglich, diesen Kontext auszublenden. Therapeut*innen ebenso wie Patient*innen sind betroffen und tragen politische Verantwortung. Von dieser Perspektive ausgehend, werden verschiedene Felder psychotherapeutisch-sozialen Engagements vor- und zur Diskussion gestellt. Aktive Vertreter*innen von gesellschaftlich und politisch engagierten Nichtregierungsorganisationen und psychosozial tätigen klinischen Institutionen stellen ihre Arbeit in gesellschaftlichen Brennpunktbereichen vor. [ mehr ]

Fragile Psyche

Von Umbrüchen und Aufbrüchen

Menschliche Fragilität ist sowohl Ausgangspunkt von Lernerfahrungen und schöpferischer Tätigkeit als auch von psychischen Bruchereignissen und Fragmentierungen. Daniel Hell nähert sich der psychischen Dynamik der Fragilität auf systematische Weise und spürt ihren psychotherapeutischen, entwicklungspsychologischen und soziokulturellen Perspektiven nach. [ mehr ]

Moralischer Fortschritt

Geschichte vermitteln und Zukunft gestalten

Johannes Drerup setzt grassierenden negativen Geschichts- und Zukunftsbildern etwas entgegen: Wir brauchen die Idee des Fortschritts und seiner Möglichkeit, um künftigen Generationen ein angemessenes Bild von Geschichte und demokratisch gestaltbaren Zukünften vermitteln zu können. [ mehr ]

Verzeihen

Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit

Joachim Küchenhoff legt die psychosoziale Kraft einer gesellschaftspolitischen und persönlichen »Verzeihensarbeit« frei, die unverzichtbar ist, um mit Scham, Schuld und Schuldgefühlen umzugehen, Verluste und Enttäuschungen ohne Ressentiment und ausgelebte Rachewünsche zu verarbeiten und sich aus Opferrollen befreien zu können. [ mehr ]

Beratung aktuell 2/2025: Mediennutzung und Parasozialität (PDF)

Fachjournal für Theorie und Praxis

In diesem Themenheft der Beratung aktuell geht es um Mediennutzung und Parasozialität in Therapie und Beratung, mit Beiträgen von u.a. Madita Hardiek zur KI von Eric Hegmann, Diana Pistoll und Kolleginnen zum Thema Social-Media-Beziehungen, Christiane Eichenberg und Julian Krusche zum Thema Online-Tools in der Beratung. [ mehr ]

Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 4/2025: Klimawandel: (Prä)traumatische Aspekte

3. Jahrgang, 2025, Heft 4

Die Erderwärmung führt zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen mit post-traumatischen Auswirkungen. Kann psychotherapeutisches Wissen über Verdrängung, Vermeidung, Dissoziation oder problematische Affektregulierung genutzt werden, um notwendige Trauer- und Schambewältigung zu begleiten und Verhaltensänderungen anzustoßen?
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Krieg, Aggression und Todestrieb

Kritische Theorie - Psychoanalytische Praxis

Wie verhalten sich Psychoanalyse und Kritische Theorie zu menschlicher Aggression und kriegerischen Absichten? Die Beiträger*innen fragen jenseits von aktuellen Kriegsschauplätzen auch nach den Hintergründen alltäglicher Gewalt und Unterdrückung, die sich in Form des ökonomischen Wachstumszwangs und der asymmetrischen Produktion von Reichtum und Armut zeigen. [ mehr ]

Das Ende der Menschenrechte

Leben oder Tod an Europas Grenzen

Wer darf zu uns kommen? Wer wird als illegal markiert? Wo verdichten sich Feindbilder? Heidrun Friese versteht derzeitige Migrationspolitiken als Teil eines Kriegsszenarios und zeigt deren innere Logik von Feindschaft und Todespolitik. Sie formuliert die existenzielle Frage nach der Universalität der Menschenrechte und plädiert für Verantwortung und Rechenschaftspflicht. [ mehr ]

Jürgen Straub & Dilek A. Tepeli (Hg.)

psychosozial 182: Affektive Sozialität - Die Anderen als Adressat:innen eigener Gefühle

(48. Jg., Nr. 182, 2025, Heft IV)

Ohne Gefühle ist unser Leben nicht vorstellbar. Sie bestimmen unser Handeln, begleiten unser Denken. Sie gelten gemeinhin als etwas sehr Persönliches oder sogar Individuelles, das sich im »Inneren« eines Menschen abspielt. Doch Gefühle sind nicht nur subjektive, sondern auch eminent soziale Phänomene. Keine Begegnung und Beziehung ist ohne sie denkbar. In diesem Heft sind Beiträge versammelt, die sich überwiegend mit feindlichen Gefühlen wie Ekel, Abscheu, Verachtung, Ressentiments oder auch Hass befassen. Solche Gefühle spielen in gewaltvollen Praxen eine wichtige Rolle – und sie beschäftigen uns meist nachhaltiger als positive, freundliche Gefühle: Stehen sie allein schon tagtäglich im Fokus der Nachrichten aus aller Welt. [ mehr ]

Lebensgeschichte, Interviews, wissenschaftliches Wirken

Gesammelte Schriften, Band 1

Seit den 1960ern einer kritischen Psychoanalyse und Psychologie verbunden, kulminierte das zeitdiagnostische Denken des Sozialpsychologen, Psychoanalytikers und Mediziners in seinem Projekt einer historisch ausgerichteten, kulturevolutionären Anthropologie. Einige von Hans Kilians Ideen sind trotz ihrer eigenen zeitlichen Verortung weiterhin aktuell und als wissenschaftsgeschichtliche Zeugnisse intellektuell anregend. Anhand von teils bislang unveröffentlichten Texten und Interviews werden Kilians Leben und Wirken anschaulich. Der Band wird abgerundet mit einer vollständigen Bibliografie seiner Werke. [ mehr ]

Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit

Sechster Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

Männer sind im jungen Alter häufiger und generell anders als Frauen von Gewalt betroffen. Da Männer jedoch gesellschaftlich in erster Linie als Täter wahrgenommen werden, ist die Forschungslage zu ihren Gewalterlebnissen als Opfer und deren erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit völlig unzureichend. Führende Fachleute haben die verstreuten Erkenntnisse zusammengetragen und präsentieren sie entlang des Lebenslaufes. Ein besonderer Fokus liegt auf Blaulichtberufen und Militär sowie auf vulnerablen Lebenslagen. [ mehr ]

J.L. Moreno

Der Arzt, der das Theater in die Psychiatrie brachte

J.L. Moreno (1889–1974), der Vater des Psychodramas, war ein früher Kritiker Sigmund Freuds, war Verfasser und Herausgeber von Schriften der Wiener Moderne und des Existenzialismus, gründete ein experimentelles Theater, beeinflusste Martin Buber und wurde zu einem bedeutenden Psychiater und Sozialwissenschaftler seiner Zeit. Die von seinem Sohn Jonathan D. Moreno geschriebene Biografie verbindet das Leben und die Errungenschaften J.L. Morenos mit den Entwicklungen in der Psychologie und Soziologie. [ mehr ]

Mütter und Andere

Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

Der Ursprung unseres sozialen Verhaltens liegt, so Sarah Blaffer Hrdy, in gemeinschaftlicher Kindererziehung, denn steinzeitliche Mütter und Väter waren angesichts knapper Ressourcen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Die Autorin erläutert, warum und wie sich aus dieser Form der gemeinschaftlichen Fürsorge entscheidende neue Formen des sozialen Miteinanders sowie die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten der Empathie und Kooperation entwickelten. [ mehr ]

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