Gesellschaft

In dieser Rubrik finden Sie unsere Bücher und Zeitschriften aus dem Themenbereich »Gesellschaft«. Die Unterkategorien bieten eine thematische Sortierung.
Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 3/2025: Verletzlichkeit - Ausgangspunkte und Aussichten auf ein vieldeutiges Konzept

3. Jahrgang, 2025, Heft 3

Verletzlichkeit bewegt sich zwischen Phänomenbeschreibung einerseits und aktiver Begriffsherstellung andererseits. Zwischen Migration, Transgenerationalität, Psychopathologie, Gewalt und Suizidalität loten die Beiträge des Heftes wichtige Dimensionen eines Kernbegriffs der Gegenwart aus.  [ mehr ]

Die erwartete Katastrophe

Eine sozialwissenschaftliche Analyse des Preppens

In Interviews mit Prepper*innen spürt Mischa Luy deren persönlichen Motivationen und Überzeugungen nach. Er beschreibt, dass dem Wunsch nach Unabhängigkeit innerhalb katastrophischer Zukunftsszenarien ein starkes Bewusstsein für individuelle und gesellschaftliche Verletzbarkeit zugrunde liegt, das auf persönlichen sowie tradierten Mangelerfahrungen, gesellschaftlichen Krisen und sozialisatorisch erworbenen Wertvorstellungen beruht. [ mehr ]

Trauma Kultur Gesellschaft 2/2025: Ungewissheiten der Gegenwart

3. Jahrgang, 2025, Heft 2

Das inhaltlich ungemein breite Themenspektrum der Trauma Kultur Gesellschaft, sich bewegend zwischen schweren seelischen Verletzungen, medizinischen, psychodynamischen und -therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftlichen Bedeutung und dem kulturellen Umgang mit Traumata, findet seinen Ausdruck in den Ungewissheiten einer komplexen Gegenwart mit ihren zahlreichen Fragestellungen. [ mehr ]

Experimente in Demokratie

Re-Education, angewandte Sozialpsychologie und Gruppendynamik in der frühen Bundesrepublik

Der amerikanische Re-Education-Diskurs der 1930er und 1940er Jahre war geprägt von der Frage, wie mit dem nationalsozialistischen Deutschland nach dem Krieg umzugehen sei. Oliver König zeigt, welche Bedeutung angewandter Sozialpsychologie, Gruppendynamik und Psychoanalyse für eine in Deutschland schrittweise entstehende demokratische Kultur zukommt. [ mehr ]

Die Kindertransporte nach Großbritannien 1938/39

Sequenzielle Traumatisierungen und psychosoziale Langzeitfolgen

1938/39 wurden etwa 10.000 Kinder nach Großbritannien gebracht, um sie vor dem antisemitischen Terror zu retten. Wie erlebten sie diesen »Transport«, die Ausgrenzungserfahrungen zuvor, die wechselnden Pflegefamilien danach? Wie erinnern sie sich als häufig einzige Überlebende ihrer Familien daran? Maria Jäger zeigt, wie die Kinder von damals im Erzählen ihrer Lebensgeschichten aushandeln, Gerettete und möglicherweise Traumatisierte zugleich zu sein. Mit ihrer kulturpsychologischen Studie öffnet die Autorin den eindimensionalen Blick auf Traumata als innerpsychische Verletzungen und verortet sie an der Schnittstelle zwischen subjektivem Erleben und gesellschaftlichem Kontext. [ mehr ]

Sozialpsychologie des Autoritären

Zur Aktualität der Autoritarismusforschung der Frankfurter Schule

Um das Erstarken autoritärer Bewegungen und die Wahlerfolge autoritärer Parteien besser verstehen und einschätzen zu können, ist ein detaillierter und differenzierter Blick auf die Autoritarismusforschung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung notwendig. Vor dem Hintergrund von Diskussionen über die Ursachen aktueller autoritärer Dynamiken und über neue Ausformungen des Autoritarismus legt Markus Brunner eine detaillierte und systematische Darstellung der vielfältigen Autoritarismusforschung der Frankfurter Schule vor. [ mehr ]

Pionierinnen der Analytischen Psychologie

Acht Portraits außergewöhnlicher Frauen

Christiane Ludwig-Körner stellt acht Frauen vor, die sehr verschiedene Lebensentwürfe verfolgten, aber alle die damals neue jungianische Psychoanalyse erlernten und Patient*innen behandelten. Die Zielstrebigkeit, mit der sie ihren Weg verfolgten, ihr Pioniergeist und die für diese Zeit ungewöhnliche Selbstständigkeit wecken auch heute noch Bewunderung. Vorgestellt werden Antonia Francesca Sussmann, Milla von Prosch, Fanny du Bois Reymond, Olga Freiin von König-Fachsenfeld, Gerda Leverkus, Regina Lepsius, Siegrid Gräfin zu Eulenburg und Hildemarie Streich. [ mehr ]

Krise der Imagination

Zum Verlust von Urteilskraft und Gemeinsinn

Öffentliche Debatte und Bildungslandschaft sind heute beherrscht von einem verarmten Denken – sichtbar am sprachlichen Pragmatismus, einer Gegenwartsfixierung und einer erregten Meinungsdemokratie. Roland Reichenbach setzt eine Denkform dagegen, die Tiefe hat, möglichkeitsorientiert ist und erzählerisch auf starke innere Bilder zurückgreifen kann. [ mehr ]

Spiritualität | Tod und Sterben

Psychotherapie 2025, 30 (1)

Die Beiträgerinnen und Beiträger spüren Denkanstößen aus Buddhismus, Chassidismus, Bahá’í-Glauben und Christentum nach und plädieren für eine kultursensible Psychotherapie. Im zweiten Schwerpunkt wird die Arbeit mit Sterbenden beleuchtet, sowohl im Rahmen der Hospizarbeit als auch auf dem Weg zum selbstbestimmten Sterben.  [ mehr ]

psychosozial 179: Religionskritik im Wandel - Exemplarische Einsichten in aktuelle Diskurse

(48. Jg., Nr. 179, 2025, Heft I)

Heft Nr. 179 der Zeitschrift psychosozial beleuchtet an Beispielen die lange Tradition der Religionskritik. Die Beiträge widmen sich einer undogmatischen Perspektive religionskritischen Strömungen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Diskursfeldern, aber auch der religiösen Gegenwehr, z.B. in Gestalt eines vehementen Anti-Atheismus. Sie zeigen, dass in Wissenschaften wie der Psychoanalyse oder Soziologie sowie in interdisziplinären Forschungszweigen wie dem Feminismus oder der Religionswissenschaft vieles in Bewegung ist. [ mehr ]

Zwischen Angst und Hoffnung

Psychoanalyse in Zeiten gesellschaftlicher Krisen

Die gegenwärtig omnipräsenten Krisen fordern Psychoanalytiker*innen sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Behandlungszimmer heraus. Wie können sie es schaffen, trotz Ängsten und Katastrophenszenarien das Hoffnungsvolle nicht aus dem Blick zu verlieren, ohne das Zukunft nicht denkbar wäre und das so die Grundlage jeder psychoanalytischen Behandlung bildet? [ mehr ]

Burn Baby Burn

Kapitalismus als Ursache der Klimakrise und die Psychopathologien ihrer Leugnung

Steen Thorsson zeigt auf, dass die Ursache der Klimakrise in der instrumentellen Vernunft der kapitalistischen Produktionsweise begründet liegt. Unter Rückgriff auf die Kritische Theorie zeichnet er nach, wie die im Kapitalismus verfasste Naturbeherrschung mit einer Verdinglichung der Natur einhergeht, welche die ökologische Krise erst hervorgebracht hat und weiter vorantreibt. [ mehr ]

Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 2/2024: Ein Jahr 7. Oktober

27. Jahrgang, 2024, Heft 2

Ausgabe 2/2024 der Freien Assoziation ist der Auseinandersetzung mit den weitreichenden Folgen des 7. Oktober 2023 für jüdisches Leben weltweit gewidmet: Das genozidale Massaker der Hamas wird innerhalb der vielfältigen Beiträge als Ausgangspunkt einer neuen antisemitischen Normalität verstanden, bei der fortwährend die Existenz Israels infrage gestellt wird, wodurch elementare Sicherheitsbedürfnisse aller Juden:Jüdinnen angegriffen sind und nicht zuletzt das Erleben der Shoah wiederaufrufen werden kann. [ mehr ]

Mensch ohne Schwere

Über den Triumph des Genusses. Ein Gespräch mit Jean-Pierre Lebrun

Die Psychoanalytiker Charles Melman und Jean-Pierre Lebrun untersuchen in einem Gespräch die neoliberalen gesellschaftlichen Veränderungen der Gegenwart. Es wird der Wandel vom kollektiven Ideal zum konsumfixierten, individuellen Genuss angekündigt, der alle westlichen Gesellschaften durchzieht und ungebrochen aktuell ist. [ mehr ]

Trauma Kultur Gesellschaft 1/2025: Trauma und Oral History

3. Jahrgang, 2025, Heft 1
21,40 €

Oral Historians achten nicht nur auf das Erzählte, sondern auch auf das Wie der Erzählung, die narrativen Operationen, Blickwinkel, Adressaten, und nicht zuletzt auf die Position des Fragenden. Dieses reflexive Fragen macht sie zu einem spannenden Diskussionspartner für die Psychoanalyse. Das vorliegende Heft, kuratiert von einer Historikerin und einem Psychoanalytiker, widmet sich einem Ausschnitt der Geschichte, in dem ein am Subjekt orientierter Ansatz von besonderer Bedeutung ist: dem sozialen Trauma.
 [ mehr ]

Toxische Männlichkeitsbilder in muslimischen Milieus

Autoritäre Erziehung und traditionelle Geschlechterrollen gehören in vielen muslimischen Familien zum Alltag. Im Konflikt zwischen familiärer Loyalität und gesellschaftlichen Erwartungen stehen gerade Jungen in Gefahr, sich zu radikalisieren und traditionelle Männlichkeitsnormen massiv überzuinterpretieren. Ahmet Toprak deckt diese toxische Dimension schonungslos auf und zeigt politische wie pädagogische Auswege. [ mehr ]

Wie gefährlich ist Donald Trump?

27 Stellungnahmen aus Psychiatrie und Psychologie

27 amerikanische PsychiaterInnen, PsychologInnen und TherapeutInnen klären darüber auf, warum jemand wie Trump absolut amtsunfähig ist und niemals mit der Macht des amerikanischen Präsidenten hätte betraut werden dürfen. Sie durchbrechen damit eine wichtige ethische Grundregel ihres Berufs, die es ihnen verbietet, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eine seelische oder geistige Krankheit zu attestieren. In spannenden Beiträgen untersuchen die AutorInnen die narzisstischen Charakterzüge, die psychopathologischen Symptome und die bizarren Handlungen Trumps, die angesichts seiner Machtfülle tatsächlich eine akute Gefahr nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt darstellen.  [ mehr ]

Psychotherapie im Alter Nr. 85: 35 Jahre deutsche Einheit

22. Jahrgang, Nr. 85, 2025, Heft 1

Die deutsche Wiedervereinigung liegt bereits 35 Jahre zurück. Wer damals jung war, ist heute im frühen Alter, wer im mittleren Lebensalter war, ist heute hochaltrig – viele der damaligen Zeitzeugen sind bereits verstorben. Was bedeutet die deutsche Einheit für ältere Menschen heute? Die Autor*innen reflektieren, wie sich dieses historische Ereignis nach 35 Jahren auf die individuelle Psyche auswirkt.  [ mehr ]

Gesellschaftlich Unbewusstes

Interdisziplinäres Psychoanalytisches Forum, Band 4

Psychoanalyse und Gesellschaft sind eng verbunden. Hier spielt vor allem das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Auch die methodischen Schwierigkeiten, individualpsychologische Konzepte auf soziale Prozesse zu beziehen, sind wichtiger Teil der Reflexionen. In dialogischer Form werden neue Perspektiven auf das gesellschaftlich Unbewusste im Individuum sichtbar. [ mehr ]

Transgenerationalität

Transgenerationalität bezeichnet in der Psychoanalyse die unbewusste Weitergabe meist unverarbeiteter Traumata oder belastender Ereignisse an die nächste Generation. Susanne Döll-Hentschker bietet eine umfassende, komprimierte Übersicht über das Thema und betont die Arbeit mit Betroffenen als wichtigen Schritt, um Weitergaben zu reduzieren oder zu unterbrechen. [ mehr ]