Sozialwissenschaften/Soziologie
Das jüdische Gesetz
Das Jüdische Gesetz ist die soziologische Dissertation Erich Fromms, die er 1922 an der Universität Heidelberg eingereicht hat. Noch vor seinem Kontakt mit der Psychoanalyse fragt Fromm hier bereits sozialpsychologisch: Was lässt viele einzelne Menschen ähnlich denken, fühlen und handeln und wie kann man dieses Gesellschaft Bildende im Individuum verorten? [ mehr ]
Das Rätsel Ödipus
Ausgehend von reichem Datenmaterial aus der vergleichenden Verhaltensforschung und der Kulturanthropologie entwirft der Autor eine Systemtheorie der sozialen Motivation, die für die Praxis Orientierungshilfe bietet, aber auch allgemein eine Neubesinnung auf die Stellung des Menschen in der Natur anregt. [ mehr ]
Soziologische, sozialpsychologische und zeitdiagnostische Analysen
Mit der bislang einzigen Zusammenstellung der wichtigsten sozialpsychologischen und soziologischen Schriften Hans Kilians beginnt eine psychoanalytisch fundierte Reise in die unmittelbare Vorgeschichte unserer Gegenwart. Ihr thematisches Spektrum reicht vom ideologisierten Sex und der Zukunft der Liebe über Fragen einer postpatriarchalischen Ära bis hin zu den Risiken einer mit Atomwaffen übersäten Welt, von der »Kulturrevolution des Westens« bis zur »Krankheit zum Tode«. Die seit den 1960er Jahren von dem einflussreichen Psychoanalytiker verfassten Abhandlungen verfehlen ihre Wirkung bis heute nicht. [ mehr ]
Das Christusdogma und andere Essays
In Das Christusdogma und andere Essays zeigt Erich Fromm, wie die Lebenspraxis ihren Niederschlag in den psychischen Antriebsstrukturen findet und sich in religiösen Bekenntnissen und in gesellschaftlichen Vorstellungen und Idealen Ausdruck verschafft. Das 1963 erstmals publizierte Buch spiegelt die Anwendungsmöglichkeiten der Fromm’schen Sozialpsychologie hervorragend wider. [ mehr ]
Intersubjektivität, soziale Exklusion und das Problem der Grenze
Intersubjektive Begegnung und soziale Sinnbildung gehen in der Moderne durch soziale Exklusion, Diskriminierung und Verdinglichung zunehmend verloren. Jan Steffens’ interdisziplinäres Projekt zielt entgegen dieser Entwicklung auf eine neue Kultur des »In-Beziehung-Tretens« ab, die mehr soziale Gerechtigkeit ermöglicht. [ mehr ]
Wissenschaft vom Menschen
Erich Fromm hat mit seiner Sozialpsychologie eine wichtige Grundlage für eine Wissenschaft vom Menschen geschaffen, die interdisziplinär ist und das Ganze des Menschseins nicht aus den Augen verliert. Dieses »Lesebuch«, zusammengestellt von einem der besten Kenner Fromms, bietet eine konzentrierte und kompetente Einführung in Fromms Denken sowie in 34 Texten einen Überblick über die vielfältigen Aspekte seines Beitrags zu seiner Idee von einer »Wissenschaft vom Menschen«. [ mehr ]
30 Jahre ostdeutsche Transformation
Seit 1987 begleitet die Sächsische Längsschnittstudie eine identische Gruppe Ostdeutscher auf dem Weg vom DDR- zum Bundesbürger. In diesem Buch werden die Einstellungen und Meinungen der TeilnehmerInnen in Bezug auf die deutsche Wiedervereinigung sowie ihre Identitätsentwicklung ausführlich im Zeitverlauf dargestellt. [ mehr ]
Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 1/2019: Klimawandel
Heft 1/2019 der Freien Assoziation beschäftigt sich mit dem Thema Klimawandel und der Frage nach dem (ausbleibenden) Umgang mit dieser Bedrohung. Dabei werden Strategien des »Nicht-Wissen-Müssens« (der Soziologe Stefan Lessenich zu den destruktiven Folgen der Wachstumsgesellschaft und deren verleugneter Grenzen) und »Nicht-Wissen-Wollens« (die Psychoanalytikerin Delaram Habibi-Kohlen zu Verleugnung, Schuld- und Depressionsabwehr) untersucht. [ mehr ]
Symbolische Schwesternschaft
Wie kommt es zu guten und stabilen Beziehungen unter Kolleginnen? Wovon ist die Solidarität im Büro abhängig?
Die Psychoanalytikerin Anita Dietrich-Neunkirchner zeigt den aktuellen Forschungsstand zur psychoanalytischen Schwesternforschung auf. Anhand einer empirischen Studie beschreibt sie, wie es Unternehmerinnenpaaren gelingt, über Jahrzehnte eine solide Berufspartnerschaft aufrechtzuerhalten, in der die unbewusste Beziehungsdynamik zum Motor gelebter Frauensolidarität wird.
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Über den Ungehorsam und andere Essays
Angesichts der Bedrohung der Menschheit durch Gehorsamsforderungen ist die Frage des Ungehorsams von höchster Aktualität. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges verfasste Erich Fromm somit ein politisches Manifest und Programm, das den Menschen wieder zum Maß des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Handelns macht. [ mehr ]
Angewandt-wissenschaftliche Perspektiven der Psychologie
Die Schriftenreihe präsentiert herausragende und praxisrelevante Abschlussarbeiten der psychologischen Studiengänge (Bachelor und Master) an der Hochschule Fresenius. Die besondere Qualität und der hohe Anspruch der Veröffentlichungen wurden durch einen Begutachtungsprozess mit jeweils zwei ReviewerInnen sichergestellt. In der Ausgabe des Jahres 2019 befinden sich Arbeiten u.a. zu den Themen Selbstwertgefühl und Werbemodels, Twitter und Depression, Sarkasmus in der Werbung, Gesundheitsapps, Organizational Citizenship Behavior, YouTube-Nutzungsverhalten und Behavioral Finance. [ mehr ]
Psychoanalytisch denken
Die AutorInnen entfalten interdisziplinäre Perspektiven einer universitären Psychoanalyse. Sie zeigen so das besondere Analyse-, Verstehens- und Erkenntnispotenzial einer nicht-klinisch ausgerichteten Psychoanalyse und weisen auf Anschlussmöglichkeiten zu zahlreichen sozial- und kulturwissenschaftlichen Debatten hin. [ mehr ]
Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches
Die 1930 von Erich Fromm durchgeführte aber erst 1980 veröffentlichte empirische Untersuchung war die erste überhaupt, die psychoanalytisch nach unbewussten Einstellungen und Haltungen fragte. Fromms früher empirischer Beleg für seine sozialpsychologische Theorie und den autoritären Charakter ist nicht nur ein faszinierendes Dokument psychoanalytischer Sozialforschung. [ mehr ]
Grenzerfahrungen
Spätestens seit der spektakulären Entscheidung der Bundesregierung unter Merkel vom 4. September 2015, die Grenzen für Tausende Flüchtlinge zu öffnen, steht Deutschland im Zeichen der Flüchtlingskrise. Die BeiträgerInnen dieses Sammelbandes nähern sich der Problematik zum einen hinsichtlich der praktischen Arbeit mit Geflüchteten, zum anderen hinsichtlich ihrer kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen. [ mehr ]
Mit schwulen Lesbengrüßen
Das Lesbische Aktionszentrum Westberlin trug maßgeblich zur bundesdeutschen Emanzipationsbewegung von Lesben und Frauen bei. Anhand des Archivmaterials macht Lara Ledwa historisches Wissen zugänglich und verknüpft es mit aktuellen theoretischen Ansätzen, die für die lesbisch_queeren Bewegungen wichtig sind. Sie würdigt den feministischen, lesbischen und antikapitalistischen Widerstand der Aktivistinnen, untersucht aber auch kritisch die teilweise ausschließenden lesbisch-feministischen Positionen. So eröffnet sie einen solidarischen Dialog zwischen verschiedenen aktivistischen Lagern und Generationen. [ mehr ]
Analytische Sozialpsychologie und Gesellschaftstheorie
In neun brillant geschriebenen Essays, die zwischen 1932 und 1969 entstanden sind, entwickelt Erich Fromm seine Sicht davon, wie die psychischen Antriebskräfte jedes Menschen von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfordernissen geprägt sind. [ mehr ]
Interkulturelle Wahrnehmung zwischen Angst, Neugier und Empathie
Wie gelingt interkulturelle Verständigung? Die Überwindung der Angst vor dem Fremden und die dadurch entstehende Neugier und Empathie werden wesentlich mehr von affektiv-emotionalen als von rational-kognitiven Prozessen bestimmt. Peter Rodenberg führt Ergebnisse der Hirn- und Gedächtnisforschung mit den Erkenntnissen der Tiefenpsychologie zusammen und leitet hieraus Einsichten zu den Wahrnehmungsprozessen in Bezug auf das jeweils kulturell Andere ab. [ mehr ]
Liebe, Glück und menschliche Natur
Warum herrscht in der spätmodernen Gesellschaft mit ihren nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Lebensgestaltung nach wie vor die treue Paarbeziehung zwischen Mann und Frau vor? Dieses Rätsel untersucht Thomas Müller-Schneider, indem er den Sozialkonstruktivismus erweitert und biologische Grundlagen des menschlichen Liebeslebens in eine neuartige biokulturelle Sichtweise einbezieht. Mit seiner inter- und transdisziplinären Untersuchung offeriert der Autor ein biokulturelles Rahmenkonzept mit breitem wissenschaftlichen Nutzen. [ mehr ]
Kulturpsychologie in interdisziplinärer Perspektive
In den Beiträgen zur Hans-Kilian-Vorlesungsreihe werden Ansätze und Forschungsergebnisse einer zeitgenössischen Psychologie präsentiert, die sich als Sozial- und Kulturwissenschaft versteht und einen intensiven Austausch mit Nachbardisziplinen wie der Soziologie, Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft oder Philosophie pflegt. Die Arbeiten verknüpfen empirische Untersuchungen mit grundlagentheoretischen und anthropologischen Reflexionen. [ mehr ]
Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 2/2018: Wolfsgeheule
Heft 2/2018 der Freien Assoziation widmet sich der politischen Entwicklung in der Türkei seit den Protesten in und um Istanbuls Gezi-Park im Jahr 2013. Die Autor*innen gehen der zunehmenden autoritär-nationalen Begeisterung und der Hatz auf (eingebildete) Feind*innen nach. An der Wurzel des türkischen Nationalismus steht der historisch der Genozid an den Armenier*innen. [ mehr ]