Vortrag von Udo Hock: »Psychoanalytiker werden«
Reihe: »Was erlaubt Psychoanalyse zu praktizieren?« Weitere Einsätze
Udo Hock bestimmt das Analytiker-Werden als einen unendlichen Prozess ohne klaren Anfang und ohne konkretes Ende. Er reflektiert und analysiert dafür verschiedene Szenen aus seinem (Vor-)Analytikerleben, in denen sich besondere Erfahrungen verdichtet haben. Er fordert dazu auf, den Zugang zum Unbewussten als »höchst individuell« (Freud) zu verstehen und infolgedessen den Einfluss von Institutionen wie auch Autoren auf die eigene psychoanalytische Theorie und Praxis kritisch zu hinterfragen.
Dr. phil. Dipl. Psych. Udo Hock hat Psychologie und Philosophie in Berlin und Paris studiert, ist seit 2002 tätig als Psychoanalytiker (DPV/DGPT/IPA)) und Psychotherapeut (AP, TP) in privater Praxis. Leitender Herausgeber der Zeitschrift PSYCHE und Vizepräsident der Europäischen Psychoanalytischen Föderation seit 2024, Herausgeber und Mitübersetzer der Werke Jean Laplanches für den deutschsprachigen Raum Mitglied der Stiftung »Fondation Jean Laplanche« in Paris. Mitglied im Editorial Board des International Journal of Psychoanalysis. Er hat u.a. die Bücher »Das Unbewußte Denken. Wiederholung und Todestrieb« (2012) sowie »Die rätselhaften Botschaften des Anderen« (2024) veröffentlicht.
Moderation: Mai Wegener
Termin:
Dienstag, 30. Juni, 20 - 22 Uhr
Veranstaltungsort:
Psychoanalytische Bibliothek Berlin, Geisbergstraße 29, 10777 Berlin-Schöneberg
Eintritt: 10 €
Von Udo Hock im Psychosozial-Verlag
Die rätselhaften Botschaften des Anderen
Laplanche war Schüler Lacans, übersetzte Freuds Werk ins Französische, entdeckte viele Freud’sche Begriffe wie Urphantasie, Anlehnung und Nachträglichkeit neu und erarbeitete kontinuierlich seine Allgemeine Verführungstheorie. Udo Hocks Darstellungen beleuchten diese verschiedenen Facetten und zeigen auf, wie mit Laplanche theoretisch und klinisch-praktisch gearbeitet werden kann.
Das Unbewußte Denken
Wiederholungszwang und Todestrieb gehören zu den großen Rätseln der Freud-Interpretation. Um diese zentralen Konzepte zu erhellen, lässt sich der Autor bei seiner genauen Freud-Lektüre von Lacan und Laplanche, aber auch von Derrida, S. Weber und S. Žižek inspirieren.

