Vortrag mit Lutz Eichler: »Macht und Ohnmacht als innerer Konflikt und äußere Realität«

Im Zentrum des Vortrags stehen Überlegungen zu Macht und Ohnmacht in der psychoanalytischen Theoriegeschichte und der Post-Adoleszenz. Die Geschichte der Psychoanalyse ist von expliziten wie impliziten Kontroversen über Gesellschaft, Alterität und die damit verbundenen Macht-Ohnmacht-Konstellationen durchzogen. In Debatten von Freud und Adler über den Revisionismus-und Patriarchalismusstreit bis hin zur Auseinandersetzung zwischen Trieb- und Objektbeziehungstheorie werden stets auch Fragen von Gleichheit und Harmonie, aber ebenso von Herrschaft, Gewalt und Autorität verhandelt. Nach einem Streifzug durch diese Theoriegeschichte richtet der Vortrag den Fokus auf konkrete Konstellationen von Macht und Ohnmacht sowie Freiheit und Zwang in der Lebensphase der Postadoleszenz.

Lutz Eichler, Prof. für psychoanalytische Bildungswissenschaft, Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung (PsyKo), Uni Innsbruck, und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (tfP), Frankfurt am Main. Er ist Mitherausgeber der Freien Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie beim Psychosozial Verlag und organisiert die Obergurgler Tagungen für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Ihr nächstes Thema ist Bemächtigung und Einsamkeit. Psychoanalytische und gesellschaftliche Perspektiven.

Moderation: Prof. Dr. Anke Kerschgens

Termin: Freitag, 11. September 2026, 19 bis 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hörsaal des Sigmund-Freud-Instituts, Myliusstr. 20, 60323 Frankfurt

Eintritt: 10 € / ermäßigt 5€ für Mitglieder und Studierende (Fortbildungs-TN sind frei)

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.fapp-frankfurt.de/vortraege/