6. Symposion: Psychoanalyse und Leiblichkeit
Sexuelle Identitäten und Leibliche Strukturen - Eine Arbeitsgruppe der DPV
Die Workshops
Alessandra Lemma: Der Workshop von Alessandra Lemma findet in englischer Sprache statt. Es wäre schön, wenn sich vorab jemand meldet, der bei Frau Lemma vorstellen möchte und ihr klinisches Material schickt. Bitte an S. Leikert wenden (
Sebastian Leikert: Somatische Narration: arbeitet Traumaspuren im Körperselbst durch und befreit damit die Libido aus Abwehr- und Hemmungsstrukturen. Das führt zu einer nachfolgenden Erotisierung des Körperselbst (Dejours). Im Workshop werden wir diesen Prozess allgemein und in Bezug auf die Arbeit am Traum an Beispielen untersuchen. Spontan berichtetes Material der Teilnehmenden ist willkommen.
Reinhard Plassmann: Leiblichkeit und Emotion: Der Körper kann bei psychosomatischen Erkrankungen als Notcontainer für traumatisch starke unverarbeitete Affekte fungieren. Sie bleiben aber nicht unzugänglich, sondern teilen sich mit in dichten Momenten emotionaler Resonanz. Diese Gegenwartsmomente bilden einen Zugangsweg zum emotionalen Kern psychosomatischer Symptome. Dies kann im Workshop an eigenen Fällen erarbeitet werden.
Jörg Scharff: Aufmerksamkeit für das zwischenleibliche Erleben: Vermittels des Rollenspiels bietet sich den Seminarteilnehmern die Gelegenheit, als Patient oder Therapeut eine charakteristische Minisequenz aus dem klinischen Alltag in Szene zu setzen. Der Austausch über die gemeinsam erlebten, leiblichen Sinneseindrücke führt zu einem vertieften, vieldimensionalen Verständnis der aktuellen analytischen Situation (12 Teilnehmer).
Sebastian Thrul: Geschlechtlicher Spielraum: im Workshop werden wir uns anhand einer Vignette aus der psychoanalytischen Arbeit mit einem trans Mann mit der Frage beschäftigen, inwieweit Konzepte der psychischen und leiblich erfahrenen Bisexualisierung im analytischen Prozess mit trans Personen hilfreich sein können.
Ewa Kobylinska-Dehe: Libidinisierung des Körpers durch das träumerische Sprechen: Im Workshop richten wir anhand einer literarischen und einer klinischen Vignette unsere Aufmerksamkeit auf das „Wie“ des Sprechens: Auf seine zwischenleibliche Dimension (Blicken, Gestik, Mimik, Prosodie, Rhythmus), die unsere Reverie-, Assoziationsfähigkeit und leibliche Sensibiliät fördert, was eine transformative Wirkung hat und zu der Libidinisierung des Körpers beiträgt.
Christiane Schrader: Traumseminar: Freud folgend stammen unbewusste triebhafte Impuls zur Traumbildung aus dem Körperinneren. Träume werden in einer zwischenleiblichen (therapeutischen) Beziehung geträumt und erzählt. Deshalb geht es im Traumseminar (Gruppenarbeit) um den „träumenden Körper“ (Leuschner) und um Affekte und Repräsentationen des Körperlichen im Traum. Wir arbeiten mit einem Traum, den Teilnehmer*innen vorstellen.
Angela von Arnim: „Subjektive Anatomie“: Frühe traumatische Erfahrungen aktivieren unser körpereigenes Alarmsystem. Geraten Patient*innen in einen „Notfallmodus“, geht vor allem die verkörperte Eigenwahrnehmung verloren. Durch nicht deutende Körperwahrnehmungs-Angebote, mit dem Fokus auf Ressourcenorganisation, wird das psychophysische Erleben gefördert und begleitet. Im Workshop geht es um einen erkundenden Zugang zu den eigenen Körpersystemen, der „subjektiven Anatomie“.
Fotini Tilkeridou-Wolf: Großgruppe: Die Arbeitsgruppe Psychoanalyse und Leiblichkeit nimmt das Leibliche in den Fokus. Mit der Großgruppe gehen wir einen Schritt weiter und erweitern den Austausch um ein Format, in dem Vortragende und Zuhörende als Gruppe partizipieren. Mit ihren mehrschichtigen und vielstimmigen Prozessen trägt die GG dazu bei, dass alle Beteiligten zu einer Arbeitsgruppe zusammenwachsen
In Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut
Termin: Freitag, 29. und Samstag, 30. Mai 2026
Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Frankfurt, Am Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2026
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter: https://www.dpv-psa.de/termine/leiblichkeit2026