»Raum – Zeit – Raumzeit« – Eine Veranstaltung des Jahrbuchs der Psychoanalyse – Zum Abschied (Ausscheiden) von Bernd Nissen aus dem Herausgeberkreis des Jahrbuchs
Was ist ›Zeit‹? Was ist ›Raum‹? Gibt es eine ›Raumzeit‹? Was sind Zeit und Raum im Psychischen? Solche Fragen werden umkreist und klinisch wie theoretisch untersucht. Es scheint, dass spezifische psychische Störungen mit Störungen des Zeit- und Raumerlebens einhergehen und umgekehrt verzerrte Zeit- und Raumvorstellungen auf verborgene Konflikte, Traumata wie auch ›geheime Verrücktheiten‹ verweisen können.
Programm
Maria Rhode: »›Als ich tot war‹: Aspekte der Zeit- und Raumerfahrung bei Kindern mit Autismus- Spektrum-Störungen«
Joshua Durban: »The Paradox of Trauma-Time and Gap-Space in Neuro-diversity«
Udo Hock: »Einige Anmerkungen zur Zeitlosigkeit und Halluzinationsfähigkeit des Unbewussten«
Bernd Nissen: »Raum – Zeit – Raumzeit«
Moderation: Uta Zeitzschel, Wolfgang Hegener, Uta Karacaoglan
Termin
Freitag, der 9. Oktober 2026 von 18.30 bis 21.00 Uhr
Anmeldung
Die Veranstaltung wird hybrid abgehalten, nur einzelne geladene Gäste können in Präsenz im Ärztehaus der KV Hamburg dabei sein.
Für die Teilnahme per Zoom melden Sie sich bitte per Mail an bei:
Die Teilnahmegebühr von 25 € ist zu entrichten auf das Konto:
Uta Karacaoglan
IBAN: DE27 5001 0517 5441 1037 41 BIC: INGDDEFFXXX
Betreff: Raumzeit
Erst mit Eingang der Gebühr auf das Konto ist die Anmeldung gültig. Der Zoomlink wird Ihnen zuvor zugemailt. Sollten Sie bis 08.10.26 keinen Zoomlink bekommen haben, melden Sie sich bitte bei
Kontakt Veranstaltung:
Dr. med. Uta Zeitzschel
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse (DPV/IPA)
Rappstr. 16
20146 Hamburg
Tel.: +49 40 41623471
Beiträge aus dem Jahrbuch der Psychoanalyse zum Thema »Raum – Zeit – Raumzeit«
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 92
Die Beiträger*innen diskutieren die Begriffe Raum, Zeit und RaumZeit in unterschiedlichen Zusammenhängen, mitunter in Bezug zu Zeitlosigkeit, Hass, dem Körper, dem nicht-verdrängten Unbewussten sowie dem psychischen Apparat Freuds. Außerdem gehen Sie auf die Vorbedingungen für eine Wissenschaft der Seele ein, besprechen das Vorbewusste als Raum für Zeit und Humor und setzen sich mit den Folgen von Fehlübersetzungen in der deutschsprachigen Bion-Rezeption auseinander.
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 91
Konkretes Denken entkleidet Worte ihrer symbolischen Bedeutung. Wenn Worte aus psychischen Gründen nicht in ihrer symbolischen Form benutzt werden können, sehen wir dies u.a. häufig bei Patienten und Patientinnen mit psychotischen Störungen, psychosomatischen Erkrankungen, Depressionen oder Traumafolgeerkrankungen. Worauf ist dies zurückzuführen? Vielfältige, klinisch fundierte Beiträge gehen dieser Frage nach.
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 90
»Schwangerschaft« zeigt eine weitgehende Leerstelle in Freuds Werk an. In der analytischen Behandlung wurde die Schwangerschaft früher oft als Widerstand und Agieren aufgefasst oder galt als ein Zustand, in dem ganz von einer Psychoanalyse abgesehen werden sollte. Auch in der psychoanalytischen Ausbildung und Supervision findet sie bis heute wenig Beachtung. Daher soll sie durch die Beiträge der Autorinnen dieses Bandes einen Denkraum bekommen.


