Träume in der Supervision – Supervision träumen 

In der Therapie- wie in der Supervisionsstunde geht es primär nicht um das Erfassen von Inhalten, sondern um das Beachten von emotionalen Prozessen, wie etwas erst erlebt und anschließend reflexiv verstanden werden und zu Entwicklungsschritten führen kann. Ogden spricht vom Gefühl von »Lebendigem und Totem in der Übertragung- und Gegenübertragungsbeziehung« als dem wichtigsten Merkmal für den augenblicklichen Zustand des analytischen Prozesses (2018). Zugangswege zu diesen unbewussten − keinesfalls nur konfliktzentrierten − Formen einer präsentischen Wahrhaftigkeit sind nicht nur Träume und Gegenübertragungsträume, sondern auch die Verwendung von Träumereien. Werden sie zugelassen, kann daraus die Deutung als gemeinsames prozesshaftes Herausschälen von Bedeutung verstanden werden. Die Konzeption von Supervision, die mithilfe des szenischen Verstehens das Wahrnehmen affektiver Prozesse gleichwertig und als Voraussetzung für die nachfolgenden reflexiven Schritte stellt, soll auf der Tagung lebendig werden.

Die Tagung richtet sich an alle an der Supervision Interessierten nach und in der therapeutischen Ausbildung.

Wann: 16. und 17. Oktober 2026
Wo: Klinikum Rechts der Isar (Hörsaal B und Pavillon), Ismaninger Str. 22 in 81675 München

Weitere Infos und Anmeldung:
www.psychoanalyse-muenchen.de