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Buchreihe: Gegenwartsfragen
ISSN: 2943-5439
160 Seiten, Broschur, 125 x 190 mm
1. Aufl. 2026
Erschienen: Februar 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3417-5
Bestell-Nr.: 3417
https://doi.org/10.30820/9783837963991
Leseprobe

Verzeihen

Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit

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Um im persönlichen und im gesellschaftlichen Leben Frieden finden zu können, ist das Verzeihen eine notwendige, oft übersehene Fähigkeit. In einer Gegenwart von Dauerkrisen und sozialen Spaltungen sind die Möglichkeiten, Anderen zu verzeihen, durch mächtige Hindernisse blockiert: Der Austausch ist von Misstrauen und Vorverurteilung geprägt, die gegenseitige Anerkennung bleibt aus, es herrschen Rückzug und Boykott.

Joachim Küchenhoff legt die psychosoziale Kraft einer gesellschaftspolitischen und persönlichen »Verzeihensarbeit« frei, die unverzichtbar ist, um mit Scham, Schuld und Schuldgefühlen umzugehen, Verluste und Enttäuschungen ohne Ressentiment und ausgelebte Rachewünsche zu verarbeiten und sich aus Opferrollen befreien zu können.
Einleitung

Wesen und Erfahrung des Verzeihens

Psycho- und Beziehungsdynamik des Verzeihens

Gesellschaftspolitische Dynamik und Brisanz des Verzeihens

Verzeihen als Schlüssel bei drängenden Gegenwartsfragen

Literatur

»Das Buch krankt nicht daran, dass es komplexe Sachverhalte in ein (angeblich) allgemeingültiges Schema presst. Stattdessen gehe ich mit neuen Impulsen und Ideen weiter und habe vor, es nochmal zu lesen um noch mehr herauszuholen […]. Besonders interessant fand ich die zweite Hälfte, in der das bis dahin Erklärte auf gesellschaftliche Themen angewandt wird an Beispielen wie Friedensarbeit nach dem zweiten Weltkrieg und dem Umgang Gisèle Pelicots und ihrer Tochter, die in der Sache unterschiedliche Wege gehen, mit schockierend massivem sexuellen Missbrauch ...«

Marianne Nolde, @marianne.nolde, Instagram am 15. März 2025

»Verzeihen ist auch Verzicht […] Und das heißt zum Beispiel in aufgeheizten Diskussionen auf Empörung zu verzichten oder aus dieser Empörungsspirale herauszukommen ...«

Till Opitz, Deutschlandfunk Systemfragen am 5. Februar 2026