Buchreihe: Mensch und Medizin
ISSN: 3053-5476
348 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
Erschienen: Juni 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3471-7
Bestell-Nr.: 3471
https://doi.org/10.30820/9783837964073
ISSN: 3053-5476
348 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
Erschienen: Juni 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3471-7
Bestell-Nr.: 3471
https://doi.org/10.30820/9783837964073
Der Geist der Heilung
Philosophische Rechtfertigungsstrategien in Anthroposophischer Medizin und Homöopathie
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»Ich habe selbst jahrelang an die Homöopathie geglaubt und weiß, wie überzeugend ihre Erzählungen sein können. Dieses Buch ist eine völlig neue, philosophisch scharfe Analyse, warum solche Überzeugungen trügen – und warum wir lernen müssen, uns mit der unbequemen Realität anzufreunden.«Dr. Natalie Grams, Wissenschaftskommunikatorin und Ärztin
»Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die sogenannte Alternativmedizin eine so große Rolle in unserer Gesellschaft spielt, obwohl sie empirisch lange als widerlegt gilt? Mathis Lessau sieht als Philosoph mit scharfem Blick auf die theoretischen Begründungen der Alternativmedizin und lässt ein Buch entstehen, für das gilt: klug analysiert, klar geschrieben – ein must have! Und must have read!«Prof. Jutta Hübner, Onkologin, Universität Jena
»Debatten über alternative Medizin beschränken sich oft auf Fragen der Wirksamkeit – handelt es sich um echte Therapien oder um Betrug? –, gemessen an den subjektiven und objektiven Erfahrungen von Patienten und Behandlern. Auf diesen Seiten fügt Lessau der Frage weqitaus differenziertere und tiefgreifendere Dimensionen hinzu. Wir erhalten nicht nur eine faire, aber kritische Bewertung der Strategien, mit denen sich Homöopathie und Anthroposophie gegenüber der wissenschaftlichen Medizin positionieren. Wir gewinnen auch ein tieferes Verständnis von Vertrauen, Überzeugungskraft und Ethik in der Philosophie des Wissens im Allgemeinen.«Prof. Michael D. Gordin, Wissenschaftshistoriker, Princeton University
Vertreter*innen der Alternativmedizin geben sich nicht nur große Mühe, ihre Heiltechniken im Rahmen von empirischen Studien zu validieren, sie betreiben auch einen großen Aufwand, um ihre Heilvorstellungen philosophisch zu legitimieren. Diese philosophischen Legitimationsversuche strahlen zwar eine intuitive Überzeugungskraft aus, halten einer kritischen Analyse jedoch nicht stand, wie Mathis Lessau zeigt.
Ausführlich und gut verständlich klärt der Autor über die fehlgeleiteten philosophischen Rechtfertigungsversuche in der Alternativmedizin auf. Er macht deutlich, dass alternativmedizinische Behandlungen nicht nur empirisch, sondern auch theoretisch wenig erfolgversprechend sind. Mit Blick auf zentrale Themen der Philosophiegeschichte wird sichtbar, was alles schiefgehen kann, wenn man auf philosophische Prämissen setzt, die nur auf den ersten Blick harmlos erscheinen.
»Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die sogenannte Alternativmedizin eine so große Rolle in unserer Gesellschaft spielt, obwohl sie empirisch lange als widerlegt gilt? Mathis Lessau sieht als Philosoph mit scharfem Blick auf die theoretischen Begründungen der Alternativmedizin und lässt ein Buch entstehen, für das gilt: klug analysiert, klar geschrieben – ein must have! Und must have read!«Prof. Jutta Hübner, Onkologin, Universität Jena
»Debatten über alternative Medizin beschränken sich oft auf Fragen der Wirksamkeit – handelt es sich um echte Therapien oder um Betrug? –, gemessen an den subjektiven und objektiven Erfahrungen von Patienten und Behandlern. Auf diesen Seiten fügt Lessau der Frage weqitaus differenziertere und tiefgreifendere Dimensionen hinzu. Wir erhalten nicht nur eine faire, aber kritische Bewertung der Strategien, mit denen sich Homöopathie und Anthroposophie gegenüber der wissenschaftlichen Medizin positionieren. Wir gewinnen auch ein tieferes Verständnis von Vertrauen, Überzeugungskraft und Ethik in der Philosophie des Wissens im Allgemeinen.«Prof. Michael D. Gordin, Wissenschaftshistoriker, Princeton University
Vertreter*innen der Alternativmedizin geben sich nicht nur große Mühe, ihre Heiltechniken im Rahmen von empirischen Studien zu validieren, sie betreiben auch einen großen Aufwand, um ihre Heilvorstellungen philosophisch zu legitimieren. Diese philosophischen Legitimationsversuche strahlen zwar eine intuitive Überzeugungskraft aus, halten einer kritischen Analyse jedoch nicht stand, wie Mathis Lessau zeigt.
Ausführlich und gut verständlich klärt der Autor über die fehlgeleiteten philosophischen Rechtfertigungsversuche in der Alternativmedizin auf. Er macht deutlich, dass alternativmedizinische Behandlungen nicht nur empirisch, sondern auch theoretisch wenig erfolgversprechend sind. Mit Blick auf zentrale Themen der Philosophiegeschichte wird sichtbar, was alles schiefgehen kann, wenn man auf philosophische Prämissen setzt, die nur auf den ersten Blick harmlos erscheinen.
»Mathis Lessau wurde für den Podcast ›Skeptitalk‹ interviewt:
›In dem Gespräch stellt der Philosoph Mathis Lessau sein Buch zu den philosophischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen von Homöopathie und anthroposophischer Medizin vor. Er erklärt, dass ihn vor allem die theoretischen Rechtfertigungen dieser Verfahren interessieren, also die Weltbilder und Argumentationsmuster, mit denen sie als wissenschaftlich dargestellt werden. Lessau beschreibt die historischen Bezüge der Homöopathie zu Hahnemann und Humes Skepsis gegenüber Kausalität sowie die anthroposophische Medizin bei Steiner als noch stärker auf geistige Grundannahmen gestützt.‹ ...«
Skeptitalk Folge 19, 27. Juli 2026
Stimmen zum Buch
Danksagung
Einleitung: Frau Titus und die Alternativmedizin
Wie zum Ende des 19. Jahrhunderts über Frau Titus gestritten wurde
Was das alles mit der Alternativmedizin zu tun hat
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Alternativmedizin
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Homöopathie
Die Säulen der Homöopathie und ihre medizingeschichtliche Einordnung
Die kantisch-phänomenologische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Die magisch-semiotische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Die teleologische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Das homöopathische Potenzieren und das Prinzip der Scientabilität
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Anthroposophischen Medizin
Die geistigen Wesensglieder der Anthroposophie und das Problem der Emergenz
Die Schönheit eines Kristalls
Der Ätherleib und das Geheimnis des Lebens
Gefühlvolle Astralkörper mit Vernunft
Die Anthroposophie und der Mathematische Platonismus
Die Anthroposophische Medizin und die Theorie des Geistes
Die Anthroposophische Medizin und die Theorie der Emergenz
Der objektive Idealismus der Anthroposophie
Die Anthroposophische Medizin und der Panpsychismus
Die Anthroposophische Medizin und die Matrix
Die Anthroposophie als Geisteswissenschaft und Helmut Kienes komplementäre Methodenlehre der Medizin
Alternativmedizin und der Wert der Wissenschaft
Die erste Strategie: Wissenschaftstheoretische Angleichung
Die zweite Strategie: Sehr wohl wissenschaftlich, aber eben anders
Die dritte Strategie: Nicht nur anders, sondern mehr!
Schluss: Dr. Strange und das Vertrauen in die Medizin
Das holistische Milieu und der böse Materialismus
Der Ort des Guten im naturwissenschaftlichen Weltbild
Der Utilitarismus und die moralischen Intuitionen
Ethik trotz Determinismus?
Die Ganzheitlichkeit der wissenschaftlichen Medizin
Vertrauen in die Wissenschaft
Vertrauen in die Medizin oder medizinischer Nihilismus?
Literatur
Danksagung
Einleitung: Frau Titus und die Alternativmedizin
Wie zum Ende des 19. Jahrhunderts über Frau Titus gestritten wurde
Was das alles mit der Alternativmedizin zu tun hat
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Alternativmedizin
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Homöopathie
Die Säulen der Homöopathie und ihre medizingeschichtliche Einordnung
Die kantisch-phänomenologische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Die magisch-semiotische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Die teleologische Rechtfertigungslinie der Homöopathie
Das homöopathische Potenzieren und das Prinzip der Scientabilität
Die philosophischen Rechtfertigungsstrategien der Anthroposophischen Medizin
Die geistigen Wesensglieder der Anthroposophie und das Problem der Emergenz
Die Schönheit eines Kristalls
Der Ätherleib und das Geheimnis des Lebens
Gefühlvolle Astralkörper mit Vernunft
Die Anthroposophie und der Mathematische Platonismus
Die Anthroposophische Medizin und die Theorie des Geistes
Die Anthroposophische Medizin und die Theorie der Emergenz
Der objektive Idealismus der Anthroposophie
Die Anthroposophische Medizin und der Panpsychismus
Die Anthroposophische Medizin und die Matrix
Die Anthroposophie als Geisteswissenschaft und Helmut Kienes komplementäre Methodenlehre der Medizin
Alternativmedizin und der Wert der Wissenschaft
Die erste Strategie: Wissenschaftstheoretische Angleichung
Die zweite Strategie: Sehr wohl wissenschaftlich, aber eben anders
Die dritte Strategie: Nicht nur anders, sondern mehr!
Schluss: Dr. Strange und das Vertrauen in die Medizin
Das holistische Milieu und der böse Materialismus
Der Ort des Guten im naturwissenschaftlichen Weltbild
Der Utilitarismus und die moralischen Intuitionen
Ethik trotz Determinismus?
Die Ganzheitlichkeit der wissenschaftlichen Medizin
Vertrauen in die Wissenschaft
Vertrauen in die Medizin oder medizinischer Nihilismus?
Literatur
