Rom*nja in der PRIMUS-Schule Berg Fidel – Geist. Schule gegen institutionellen Antiziganismus – Vortrag und Diskussion mit Reinhard Stähling
Die zweistündige Veranstaltung startet mit einem Vortag über Institutionellen Antiziganismus. Wir müssen zuerst auf die Vergangenheit schauen und beginnen mit dem Völkermord gegen Sinti*ze und Rom*nja im Hitler-Faschismus. Nach Ende des Krieges werden NS-Täter in der Regel nicht bestraft, sondern teilweise noch befördert. Sie und ihre Nachfolger setzen in Behörden, Schulen und anderen Institutionen die Kriminalisierung und Diskriminierung der Sinti*ze und Rom*nja fort. Bis heute sind viele Familien betroffen von der »organisierten und systematischen Unterminierung rechtsstaatlich verfasster Strukturen« (Kommission Antiziganismus des Bundesinnenministeriums, 2021).
Wie kann Schule sich dagegen wehren und welche schulischen Strukturen brauchen die Kinder und Jugendlichen? Wie kann z.B. Klassenrat den Rassismus verhindern? Diese Fragen werden am Beispiel der PRIMUS-Schule Berg Fidel - Geist beantwortet.
Nach dem Vortrag öffnen wir das Gespräch, möglichst auch mit Betroffenen und gehen auf aktuelle Fragen ein.
Veranstaltungsort
Aula PRIMUS-Schule
Standort Berg Fidel
Hogenbergstr. 160
48153 Münster
Termin
Di 17. März 2026, 18-20 Uhr
Von Reinhard Stähling im Psychosozial-Verlag
Entwicklungsschritte einer Schule im Brennpunkt
Wie Bildungsgerechtigkeit und Inklusion an Schulen aktiv selbst geschaffen werden können, beschreibt Reinhard Stähling mit jahrzehntelanger Erfahrung an Schulentwicklung. Viele Probleme im Schulalltag werden als Folgen struktureller Diskriminierung erkannt und behandelt. Gegenseitige Solidarität ist die unverzichtbare Grundlage eines funktionierenden Schulalltags für alle.
Worin unsere Stärke besteht
Reinhard Stähling und Barbara Wenders entwickeln die Vision einer solidarischen Schule für alle – gerade mit Blick auf Stärken, Potenziale und Gemeinsinn von Schüler*innen im sozialen Brennpunkt. Ihr Ansatz einer gesellschaftskritischen Schulpädagogik belegt die ungebrochene Aktualität einer »Pädagogik der Unterdrückten« (P. Freire).

