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Irrationalitäten und Widersprüche
Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik.
Zeitschriften
Psychoanalyse im Widerspruch Nr. 72: Ferenczi - Heute
In der internationalen psychoanalytischen Community war der Name Sándor Ferenczis nach seinem Tod für gut 50 Jahre wie ausgelöscht. Erst in den 1980er Jahren begann seine Wiederentdeckung und Rehabilitierung. Heute gelten manche seiner Beiträge als Klassiker, mit vielen seiner Gedanken war Ferenczi Vorreiter und Wegbereiter der modernen psychoanalytischen Schulen. Mit diesem Heft wollen wir an den wichtigen Pionier der Psychoanalyse erinnern und auf die vielfältigen, aktuellen Weiterentwicklungen aufmerksam machen, denen seine Bausteine zur Psychoanalyse zugrunde liegen.
