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Der Bildschirm als Spiegel
Videokommunikation aus psychodynamischer Sicht
Videokommunikation ist als Bestandteil professioneller Interaktion etabliert, wird meist jedoch rein als technische Kommunikationsform verstanden. Eine psychodynamische Perspektive darauf zeigt hingegen, dass Videotechnologie weit über ihre funktionale Ebene hinaus wirkt und intensive Affekte auslösen kann. Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Sie versteht Videokommunikation als unbewusste Verdichtung von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug.
