ISSN: 2364-0588
261 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Auflage 2023
Erschienen: Juli 2023
ISBN-13: 978-3-8379-3241-6
Bestell-Nr.: 3241
https://doi.org/10.30820/9783837979572
Herausgegeben von Uorschla Guidon und Anna-Leta Schucany
Schicksale des frühen Ich
Sofort lieferbar. Lieferzeit (D): 4-5 Werktage
In zahlreichen klinischen Vignetten zeigt Press, wie Analytiker*innen und Psychotherapeut*innen sich ihren Patient*innen zur Verfügung stellen können, indem sie Erregung, Angst und Hilflosigkeit, Formloses und Negatives – nicht erinnerbare Spuren des Traumas – in sich aufnehmen und halten und sie so einer transformativen Bewegung zugänglich machen. Die Bedeutsamkeit einer Begegnung mit dem Zusammenbruch innerhalb der therapeutischen Beziehung wird dabei betont, denn nur so lassen sich Zugangswege zu traumatischen, symbolisch nicht repräsentierten Erfahrungen, die im Körpererleben gespeichert sind, erschließen.
Einleitung der Herausgeberinnen
Teil I: Der Fels in Bewegung: Konstruktion einer passiven Position
Fragmente einer Analyse
Regression, Wiederholung, Konstruktion
Trauma, Ambiguität, Spaltung
Von der traumatischen Bereitschaft im Innern zur Konstruktion der historischen Wahrheit
Die Frage des Halluzinatorischen
Literatur zu Teil I
Teil II: Psyche-Soma
Metapsychologische und klinische Aspekte der psychosomatischen Forschung
Teil III: Das Negative, der Zusammenbruch, das Formlose
Die Übertragung des Negativen
Geschichte einer blanden Besessenheit
Jenseits der Melancholie
Von »Trauer und Melancholie« zu »Die Angst vor dem Zusammenbruch«
Der Gebrauch von Winnicott
Im Anfang war der Körper
Ein psychosomatischer Blick auf den Körper und die Tat
Der analytische Prozess zwischen Öffnung zum Formlosen und Suche nach Sinn
Quellen und Übersetzer*innen
»Jacques Press, einer der herausragenden Schweizer Psychoanalytiker, nimmt uns mit in eine für ihn und seine Analysand/innen oft beängstigende und schmerzliche psychoanalytische Erforschung psychosomatischer Erkrankungen. Press’ Anliegen ist das Subjekt im Werden, er erkundet dessen generative und transformationelle Möglichkeiten. Er richtet unseren Blick auf verstümmelnde Abwehrformationen – kreiert, um das Wiedererleben des traumatischen Zusammenbruchs zu verhindern –, damit wir diese Mechanismen in ihrer lebenserhaltenden Funktion verstehen und somit Hinderndes und Entstehendes in dialektischer Verschränkung analysieren können. […] Ich möchte allen die Lektüre dieses wichtigen Buches, das von Uorschla Guidon und Anna-Leta Schucany mit grossem Flair für Sprache und für Herausforderungen und Chancen des Übersetzens herausgegeben wurde, sehr ans Herz legen. ...«
Danielle Bazzi, Journal für Psychoanalyse, 65, 2024
»Ein zentrales Motiv der hier gesammelten Abhandlungen ist das Erleben des Babys oder Kleinkindes vom Abgrund, der sich auftut, wenn die Bezugsperson emotional abwesend ist. Aus der schrecklichen Hilflosigkeit und Ohnmacht ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Bewältigung des Traumas, die zu unterschiedlichen Formationen des Ich führen
...«
Fernando Lleras, Theraplay | Schwierige Kinder Journal Nr. 92 1/2024
