Buchreihe: Forschung Psychosozial
ISSN: 2627-0382
ca. 220 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3508-0
Bestell-Nr.: 3508
https://doi.org/10.30820/9783837964516
ISSN: 2627-0382
ca. 220 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3508-0
Bestell-Nr.: 3508
https://doi.org/10.30820/9783837964516
Der Bildschirm als Spiegel
Videokommunikation aus psychodynamischer Sicht
Produkt Verfügbarkeitsdatum: 01.11.2026
Videokommunikation ist als Bestandteil professioneller Interaktion etabliert, wird meist jedoch rein als technische Kommunikationsform verstanden. Eine psychodynamische Perspektive darauf zeigt hingegen, dass Videotechnologie weit über ihre funktionale Ebene hinaus wirkt und intensive Affekte auslösen kann.
Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Ergänzend zieht sie ontogenetische Bindungsaspekte heran, um diese unterschiedlichen Haltungen zu erklären. So ist Videokommunikation als unbewusstes Übertragungsgeschehen von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug verstehbar, und es wird deutlich, wie sich in digitalen beruflichen Begegnungen Beziehungsmuster, Affekte und intrapsychische Prozesse verdichten und neu inszenieren. Damit eröffnet die Autorin einen differenzierten Blick auf Videokonferenzen als Räume, in denen sich Psychisches, Soziales und Technologisches auf besondere Weise verschränken. Leser:innen werden darin gestärkt, digitale Räume so zu nutzen, dass Beziehung, Sicherheit und Wirksamkeit auch unter virtuellen Bedingungen erhalten bleiben oder gezielt gefördert werden können.
Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Ergänzend zieht sie ontogenetische Bindungsaspekte heran, um diese unterschiedlichen Haltungen zu erklären. So ist Videokommunikation als unbewusstes Übertragungsgeschehen von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug verstehbar, und es wird deutlich, wie sich in digitalen beruflichen Begegnungen Beziehungsmuster, Affekte und intrapsychische Prozesse verdichten und neu inszenieren. Damit eröffnet die Autorin einen differenzierten Blick auf Videokonferenzen als Räume, in denen sich Psychisches, Soziales und Technologisches auf besondere Weise verschränken. Leser:innen werden darin gestärkt, digitale Räume so zu nutzen, dass Beziehung, Sicherheit und Wirksamkeit auch unter virtuellen Bedingungen erhalten bleiben oder gezielt gefördert werden können.
