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15 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Februar 2026
Bestell-Nr.: 35573
https://doi.org/10.30820/0939-4273-2026-1-23
»gruppenanalyse«
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Elisabeth Rohr & Beatrice Kustor

»Und ich habe immer gedacht, wenn ich Guatemala überlebe, dann kann mir eigentlich in der Supervision nicht mehr viel passieren« (PDF)

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In dem Interview erläutert Elisabeth Rohr, welche Motivlagen dazu führten, dass man sich Anfang der 1980er Jahre, als die Gruppenanalyse in Deutschland kaum bekannt war, für dieses Verfahren interessierte. Es war wohl insbesondere ein zu dieser Zeit sehr gruppenaffiner Kontext, der vor allem im psychosozialen, aber auch im geisteswissenschaftlichen Bereich »die Gruppe« und damit gruppale Kontexte als etwas sehr Fortschrittliches und Erstrebenswertes erscheinen ließ. Das Angebot in einem noch im Aufbau befindlichen Institut eine gruppenanalytische Ausbildung als Soziologin absolvieren zu können, traf exakt den Zeitgeist und die Interessenund Bedürfnislage vieler akademisch und praktisch tätiger Professionellen. Für Elisabeth Rohr aber hieß dies, die neuen erworbenen Erkenntnisse und Qualifikationen auch international einzusetzen und zu erproben. Langjährige Tätigkeiten in Guatemala, Palästina und Kenia folgten, wobei es hier vieler Modifikationen des Verfahrens bedurfte, um die Gruppenanalyse auch in fremdkulturellen Anwendungsfeldern einzusetzen. Beschrieben werden die Hürden, die es hier zu überwinden galt, aber auch die Schwierigkeiten, die blieben. Deutlich wird auch, dass mit zunehmender professioneller Souveränität die Berührungsängste gegenüber »den Nachbarn« schwinden und vieles als durchaus hilfreich in das eigene gruppenanalytische Repertoire integriert werden kann.

Abstract:
The interview conducted by Beatrice Kustor with Elisabeth Rohr explores the motivations that led people to take an interest in this method in the early 1980s, when group analysis was hardly known in Germany. It was probably above all a context that was very group-oriented at the time, particularly in the psychosocial field, but also in the humanities, that made »the group« and thus group contexts appear to be something very progressive and desirable. The opportunity to complete group analytic training as a sociologist at an institute that was still in the process of being established was perfectly in tune with the spirit of the times and the interests and needs of many professionals working in academia and practice. For Elisabeth Rohr, however, this also meant applying and testing her newly acquired knowledge and qualifications internationally. This was followed by many years of work in Guatemala, Palestine, and Kenya, where many modifications to the procedure were necessary in order to apply group analysis in foreign cultural contexts. The obstacles that had to be overcome are described, as well as the difficulties that remained. It also becomes clear that with increasing professional confidence, reservations about »the neighbors« disappear and much can be integrated into one’s own group analytical repertoire as thoroughly helpful.
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