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Buchreihe: Internationale Psychoanalyse
ISSN: 2367-203X
289 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3499-1
Bestell-Nr.: 3499
https://doi.org/10.30820/9783837964547
Leseprobe

Zeitgeschehen und Zeiterleben

Internationale Psychoanalyse Band 21
37,29 €
Produkt Verfügbarkeitsdatum: 01.08.2026
Die Autor*innen zeigen in Band 21, wie innig Psychoanalyse mit der Zeit verbunden ist, sei es in der klinischen Praxis, in Versuchen, das aktuelle Zeitgeschehen zu verstehen, oder in der Betrachtung künstlerischer Arbeiten über die Zeit. Sie nehmen zentrale Themen unserer Zeit in den Blick, darunter die fortdauernde Wirkung rassistischer Prägungen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit eines psychoanalytischen Beitrags zum Verständnis des Gaza-Kriegs. In den klinischen Arbeiten befassen sich die Autor*innen unter anderem mit der Bedeutung der sensorischen Verwebungen zu Beginn der Symbolisierungstätigkeit bei autistischen Patient*innen; mit den inneren Prozessen, die eine Beendigung von Analysen ermöglichen; und mit dem Phänomen der »kreativen Verleugnung« in Schwangerschaften.

Das
International Journal of Psychoanalysis gilt als weltweit wichtigste Fachzeitschrift der Psychoanalyse. Aus diesem reichen Fundus versammelt Internationale Psychoanalyse jährlich ausgewählte Beiträge in deutscher Übersetzung.

Mit Beiträgen von Jan Borowicz, Catalina Bronstein, M. Fakhry Davids, Shmuel Erlich, Hsueh-Mei Fan, Stephen Frosh, Lucy LaFarge, Alejandra Perez, Dionne R. Powell, Luca Quagelli, Poul Rohleder und Lesley Steyn
Einleitung
Isolde Böhme & Richard Rink

Die Zeit, in der wir leben

Rassifiziert
Psychische Folgen von transgenerationalem rassistischem Trauma
Dionne R. Powell

Ist die Psychoanalyse relevant
für den israelisch-palästinensischen Konflikt?
Shmuel Erlich

Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung
des analytischen Rahmens während des Gazakriegs 2023/24
M. Fakhry Davids

(Un-)Sicherheit
Stephen Frosh

Mit-Menschen: Klinische und andere Geschichten
vom Erleben der Zeit

»Wir sind aus Zeit gemacht«:
Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse
Vom Aushandeln unterschiedlicher Zeitlichkeiten in der Sitzung
Catalina Bronstein

Zweifel bei der Beendigung von Analysen
und das innere Elternpaar
Lesley Steyn

Verlust und Gedenken
Lucy LaFarge

»Welches Baby?«
Kreative Verleugnung in zweiten Schwangerschaften –
eine schützende Parallelwelt
Alejandra Perez

Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen
und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung
in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern
Luca Quagelli

Die Couch der Paranoia
Der Schatten der Ahnen und ein verfolgendes Ich-Ideal
Hsueh-Mei Fan

Homophobie, Heteronormativität und Melancholie
Ein psychoanalytischer Essay zum Film All of Us Strangers
Poul Rohleder

Über einen Mann, der nur alle zwei Tage lebt:
The Days When I Do Not Exist (2002)
Jan Borowicz

Herausgeber*innenbeirat