20 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 40688
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-2-37
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Joshua Durban
Im sinnlichen Moment schwebend, in die Leere versunken (PDF)
Zeit und Raum bei Autismus in drei klinischen Untergruppen
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Dieser Beitrag untersucht die unterschiedliche Organisation von Zeit und Raum in den drei vom Vista Autism Center (VAC) beschriebenen klinischen Untergruppen von Autismus: angeborener sensorisch bedingter (tiefer) Autismus, autistisch-psychotisches Spektrum und posttraumatischer autismusähnlicher Rückzug. Unter Rückgriff auf Tustin, Meltzer, Bion, Bick, Haag, Rhode und Alvarez sowie auf originäre VAC-Konstrukte wie osmotische diffuse Angst, Mantling und Dismantling sowie Ängste des Seins argumentiert der Beitrag, dass sich die räumlich-zeitliche Störung bei Autismus in den drei Untergruppen qualitativ unterschiedlich darstellt. Der Artikel stützt sich auf Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie – seine Entdeckung, dass Raum und Zeit ein einziges Gewebe, die Raumzeit, bilden, das durch die Anwesenheit von Masse gekrümmt wird – als Heuristik zum Verständnis psychischer Erfahrung gegenüber dem Primärobjekt. Ich schlage vor, dass die psychische Raumzeit durch die emotionale Verbindung zu einem Objekt konstituiert wird: Nähe und Distanz gegenüber dem Anderen definieren gleichzeitig sowohl den Ort als auch den Zeitpunkt, an dem man sich befindet, sodass das Versagen der Selbst-Objekt-Differenzierung bei Autismus die Koordinaten von Raum und Zeit in einer einzigen Bewegung zusammenfallen lässt. Kurze klinische Fallbeschreibungen veranschaulichen jede Konfiguration.
Abstract:
This paper explores the differing organisation of time and space across the three clinical subgroups of autism described by the Vista Autism Center (VAC): congenital sensory-based (deep) autism; the autisto-psychotic spectrum; and post-traumatic autistic-like withdrawal. Drawing on Tustin, Meltzer, Bion, Bick, Haag, Rhode and Alvarez, alongside original VAC constructs including osmotic diffuse anxiety, mantling and dismantling, and the anxieties-of-being, the paper argues that spatiotemporal disruption in autism takes qualitatively distinct forms across the three subgroups. The paper draws on Einstein’s theory of General Relativity – its discovery that space and time form a single fabric, spacetime, curved by the presence of mass – as a heuristic for understanding psychic experience vis-à-vis the primary object. I propose that psychic spacetime is constituted by the emotional link to an object: Proximity and distance vis-à-vis the other, simultaneously define both where and when one is, so that the failure of self-object differentiation in autism collapses the coordinates of space and time in a single movement. Brief clinical vignettes illustrate each configuration.
Abstract:
This paper explores the differing organisation of time and space across the three clinical subgroups of autism described by the Vista Autism Center (VAC): congenital sensory-based (deep) autism; the autisto-psychotic spectrum; and post-traumatic autistic-like withdrawal. Drawing on Tustin, Meltzer, Bion, Bick, Haag, Rhode and Alvarez, alongside original VAC constructs including osmotic diffuse anxiety, mantling and dismantling, and the anxieties-of-being, the paper argues that spatiotemporal disruption in autism takes qualitatively distinct forms across the three subgroups. The paper draws on Einstein’s theory of General Relativity – its discovery that space and time form a single fabric, spacetime, curved by the presence of mass – as a heuristic for understanding psychic experience vis-à-vis the primary object. I propose that psychic spacetime is constituted by the emotional link to an object: Proximity and distance vis-à-vis the other, simultaneously define both where and when one is, so that the failure of self-object differentiation in autism collapses the coordinates of space and time in a single movement. Brief clinical vignettes illustrate each configuration.
Bernd Nissen, Uta Zeitzschel, Wolfgang Hegener & Uta Karacaoğlan S. 7–9Editorial (PDF)
Maria RhodeS. 13–35»Als ich tot war« (PDF)
Aspekte der Zeitund Raumerfahrung bei Kindern mit Autismus-Spektrum-StörungenJoshua DurbanS. 37–56Im sinnlichen Moment schwebend, in die Leere versunken (PDF)
Zeit und Raum bei Autismus in drei klinischen UntergruppenTomas PlänkersS. 57–88Psychischer und psychoanalytischer Raum (PDF)
Eine epistemologische und praktische Kritik des Online-SettingsUta ZeitzschelS. 89–118Intrauterines Leben und extrem kleine Frühgeborene auf der Neo-Intensivstation (PDF)
Rhythmen als Vorformen des Zeiterlebens?Bernd NissenS. 119–131Zeit, Raum, Raumzeit (PDF)
Heribert BlassS. 133–162Seelische Raumzeit in psychoanalytischen Zeiträumen (PDF)
Stephan HauS. 163–192Zeit: linear, zirkulär, statisch oder fragmentiert? (PDF)
Überlegungen zu psychoanalytischen Konzepten des ZeiterlebensThomas H. OgdenS. 193–212Die Konzepte des Unbewussten und der analytischen Zeit neu durchdenken (PDF)
Dominic Suter & Elisabeth Geiger S. 213–240Die Meuterei (PDF)
Ein Beispiel für den Abschluss einer Analyse basierend auf der Theorie von Judith Le SoldatMonika Gsell & Ralf Binswanger S. 241–268Primat der Metapsychologie oder der Technik? (PDF)
Zur klinischen Arbeit mit Judith Le Soldats Ödipus-TheorieDaniel RichterS. 271–272Zeichnung (PDF)
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