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32 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 40689
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-2-57
»Jahrbuch der Psychoanalyse«
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Tomas Plänkers

Psychischer und psychoanalytischer Raum (PDF)

Eine epistemologische und praktische Kritik des Online-Settings

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In der Debatte zwischen Psychoanalyse in Präsenz und in Distanz versucht dieser Beitrag den psychischen Raum durch seine zutiefst emotionalen Wurzeln zu bestimmen, die genetisch in den primären somato-psychischen Austauschprozessen zwischen Mutter und Kind wurzeln, zugleich aber die Basis für jede zwischenmenschliche Kommunikation und insbesondere für die in der analytischen Beziehung bilden. Ein psychoanalytischer Behandlungsansatz, der darauf abzielt, dem Patienten die unbewussten emotionalen Erfahrungen bewusst zu machen, kann daher nicht auf die körperliche Anwesenheit im Behandlungsraum verzichten. Deshalb zielt die Auseinandersetzung zwischen Psychoanalyse und Distanztherapie auf eine Grundsatzentscheidung vor jeder empirischen Untersuchung, die jeder Analytiker als Bestandteil seiner analytischen Haltung für sich treffen muss: eine Entscheidung darüber, wie wichtig die körperliche Erfahrung des Austauschprozesses nicht nur für die Mutter-Kind-Beziehung, sondern eben auch für die Beziehung zwischen Analytiker und Analysand ist.

Abstract:
In the debate between psychoanalysis in person and at distance, this paper attempts to define the psychic space through its deeply emotional roots, which are genetically rooted in the primary somato-psychic exchange processes between mother and child, but at the same time form the basis for all interpersonal communication and, in particular, for the analytical relationship. A treatment approach that aims to make the patient aware of unconscious emotional experiences therefore cannot work without the physical presence in the psychoanalytic setting. For this reason, the debate between psychoanalysis and distance therapy aims at a fundamental decision that every analyst must make for themselves as part of their analytical attitude before any empirical research: a decision on how important the physical experience of the exchange process is not only for the mother-child relationship, but also for the relationship between analyst and analysand.