30 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 40693
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-2-163
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Stephan Hau
Zeit: linear, zirkulär, statisch oder fragmentiert? (PDF)
Überlegungen zu psychoanalytischen Konzepten des Zeiterlebens
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Zahlreiche psychoanalytische Konzepte befassen sich mit dem Thema Zeit, basieren allerdings meist auf einem veralteten physikalischen Verständnis von Zeit. Ziel dieser Arbeit ist es, psychoanalytische Zeitkonzepte mit aktuellen physikalischen Erklärungsmodellen zu kontrastieren, um möglichen theoretischen Anpassungsbedarf aufzuzeigen. Komplexere Modelle der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik verändern die Sicht auf die Zeit radikal. So wird Zeit als ein Netz von relationalen Wechselwirkungen verstanden beziehungsweise verschwindet sie völlig auf der fundamentalsten Ebene in der Quantentheorie und wird zur Illusion unserer verschwommenen Wahrnehmung. Anhand eines Fallbeispiels wird diskutiert, dass Zeit im klinischen Kontext nicht linear ist, sondern von Trauma, Gedächtnis und Emotionen verzerrt wird. Die therapeutische Arbeit erfordert einen flexiblen Umgang mit dem analytischen Setting und ein tiefes Verständnis für die subjektive Zeit des Patienten.
Abstract:
Various psychoanalytic concepts address the issue of time, but they are largely based on an outdated physical understanding of time. The aim of this paper is to contrast psychoanalytic concepts of time with contemporary physical models in order to identify potential needs for theoretical revision. More complex models from the Theory of Relativity and quantum mechanics radically transform our understanding of time. Time is thus conceived as a network of relational interactions, or it disappears entirely at the most fundamental level in quantum theory, becoming an illusion arising from our blurred perception. Using a case example, the paper discusses how time in the clinical context is not linear but distorted by trauma, memory, and emotions. Therapeutic work therefore requires a flexible handling of the analytic setting and a deep understanding of the patient’s subjective experience of time.
Abstract:
Various psychoanalytic concepts address the issue of time, but they are largely based on an outdated physical understanding of time. The aim of this paper is to contrast psychoanalytic concepts of time with contemporary physical models in order to identify potential needs for theoretical revision. More complex models from the Theory of Relativity and quantum mechanics radically transform our understanding of time. Time is thus conceived as a network of relational interactions, or it disappears entirely at the most fundamental level in quantum theory, becoming an illusion arising from our blurred perception. Using a case example, the paper discusses how time in the clinical context is not linear but distorted by trauma, memory, and emotions. Therapeutic work therefore requires a flexible handling of the analytic setting and a deep understanding of the patient’s subjective experience of time.
Bernd Nissen, Uta Zeitzschel, Wolfgang Hegener & Uta Karacaoğlan S. 7–9Editorial (PDF)
Maria RhodeS. 13–35»Als ich tot war« (PDF)
Aspekte der Zeitund Raumerfahrung bei Kindern mit Autismus-Spektrum-StörungenJoshua DurbanS. 37–56Im sinnlichen Moment schwebend, in die Leere versunken (PDF)
Zeit und Raum bei Autismus in drei klinischen UntergruppenTomas PlänkersS. 57–88Psychischer und psychoanalytischer Raum (PDF)
Eine epistemologische und praktische Kritik des Online-SettingsUta ZeitzschelS. 89–118Intrauterines Leben und extrem kleine Frühgeborene auf der Neo-Intensivstation (PDF)
Rhythmen als Vorformen des Zeiterlebens?Bernd NissenS. 119–131Zeit, Raum, Raumzeit (PDF)
Heribert BlassS. 133–162Seelische Raumzeit in psychoanalytischen Zeiträumen (PDF)
Stephan HauS. 163–192Zeit: linear, zirkulär, statisch oder fragmentiert? (PDF)
Überlegungen zu psychoanalytischen Konzepten des ZeiterlebensThomas H. OgdenS. 193–212Die Konzepte des Unbewussten und der analytischen Zeit neu durchdenken (PDF)
Dominic Suter & Elisabeth Geiger S. 213–240Die Meuterei (PDF)
Ein Beispiel für den Abschluss einer Analyse basierend auf der Theorie von Judith Le SoldatMonika Gsell & Ralf Binswanger S. 241–268Primat der Metapsychologie oder der Technik? (PDF)
Zur klinischen Arbeit mit Judith Le Soldats Ödipus-TheorieDaniel RichterS. 271–272Zeichnung (PDF)
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