Dr. Johannes Kiess
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Johannes Kiess ist Soziologe, Politikwissenschaftler und stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Soziologie (insbesondere Rechtsextremismus- und Demokratieforschung), industrielle Beziehungen/Arbeitssoziologie und Europasoziologie. Derzeit leitet er u.a. das Drittmittelprojekt »Handlungsfähigkeit (wieder-)entdecken. Arbeitskämpfe und die lokale politische Kultur in Sachsen« (Hans-Böckler-Stiftung) sowie ein Forschungsprojekt zu antidemokratischer Mobilisierung in Sachsen.
Stand: September 2026
Bücher
Der aufhaltsame Aufstieg des Autoritären
Die Leipziger Autoritarismus Studie 2026 untersucht den Zusammenhang von Krisenerleben und autoritärer Orientierung. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern Krisen auch ersehnt werden – als Wendepunkte hin zu einer idealisierten Vergangenheit oder einer erlösenden Zukunft. Repräsentative Befragungen bilden die Grundlage der Analyse von Zeiterleben, Vergangenheitsidealisierung und »Apokalypse-Sehnsüchten«.
Vereint im Ressentiment
Die Wahlerfolge der rechts-autoritären AfD lenken die öffentliche Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf die ostdeutschen Bundesländer: Wieso die hohen Zustimmungswerte für eine Partei, die vor allem mit Ressentiments Wahlkampf macht? Im vorliegenden Band stellen die Autorinnen und Autoren der seit 2002 unter Leitung von Oliver Decker und Elmar Brähler bundesweit durchgeführten Untersuchungsreihe die Ergebnisse der 12. Leipziger Autoritarismus Studie vor.
Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten
Welche Auswirkungen haben aktuelle Entwicklungen wie Klimawandel, COVID-19-Pandemie und der Angriffskrieg Russlands auf die politische Kultur und Gesellschaft der Bundesrepublik? Auf Grundlage der Ergebnisse der seit 2002 zum elften Mal durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsumfrage zeigen die Autorinnen und Autoren der Leipziger Autoritarismus Studie, wie die Deutschen diese unsicheren Zeiten wahrnehmen, wie sich ihre Krisenwahrnehmung auf die politische Einstellung im Allgemeinen und auf autoritäre Dynamiken im Besonderen auswirkt.
Die enthemmte Mitte
Seit 2002 untersucht die Leipziger Arbeitsgruppe um Brähler und Decker die rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Die gewonnenen Daten und sozialpsychologischen Analysen der »Mitte«-Studien der Universität Leipzig sind zur bundesweiten Grundlage der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus geworden. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass antidemokratische Ideologien seit einigen Jahren verstärkt artikuliert werden und sich das politische Klima in der Bundesrepublik verschiebt. Im Langzeitverlauf lassen sich so verschiedene politische Milieus, ihre Polarisierung und der Legitimationsverlust demokratischer Institutionen beschreiben.
Rechtsextremismus der Mitte und sekundärer Autoritarismus
Die Arbeitsgruppe um Elmar Brähler und Oliver Decker an der Universität Leipzig führt seit 2002 im Zwei-Jahres-Rhythmus sozialpsychologische Studien zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland durch. Die aktuellen Ergebnisse belegen einen starken Rückgang rechtsextremer Aussagen einen starken Rückgang rechtsextremer Aussagen und gleichzeitig eine Abwertung von Asylsuchenden, Musliminnen und Muslimen, Sinti und Roma. Dies interpretieren die Autorinnen und Autoren vor dem Hintergrund der »wirtschaftlichen Insellage« Deutschlands als »sekundären Autoritarismus«.
Rechtsextremismus der Mitte
Mit diesem Buch legen die Autoren der bekannten »Mitte«-Studien neue Ergebnisse ihrer seit 2002 andauernden Untersuchung zur rechtsextremen Einstellung in Deutschland vor. Zugleich wird eine Theorie der Gesellschaft vorgestellt, die aktuelle Diskurse der Sozialpsychologie mit einer Gegenwartsdiagnose verbindet und Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert formuliert.





