24 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Oktober 2026
Bestell-Nr.: 36601
https://doi.org/10.30820/2752-2121-2026-3-11
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Michael Salter & Delanie Woodlock
Die Anti-Epistemologie des organisierten Missbrauchs: Unwissenheit, Ausbeutung, Untätigkeit (PDF)
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Organisierter Missbrauch, bei dem (mehrere) Erwachsene sexuellen Missbrauch an (mehreren) Kindern begehen, spielt bei der Herstellung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch (Child Sexual Abuse Material, CSAM) eine wichtige Rolle, wurde jedoch an den Rand kriminologischer Betrachtungen gedrängt. Der vorliegende Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer internationalen Umfrage unter 74 Erwachsenen, die Viktimisierung in ihrer Kindheit durch CSAM und organisierten Missbrauch beschrieben haben, und betont dabei den Zusammenhang zwischen organisiertem Missbrauch und einer tief verwurzelten Unwissenheit darüber. Der Beitrag identifiziert die vielfältigen Bereiche, Praktiken und Strukturen der Unwissenheit, die organisierten Missbrauch unkenntlich machen. Er plädiert für ein strategisches Vorgehen der Wissensgenerierung, bei dem Unwissenheit, Unkenntnis oder Wissenslücken als Anstoß zur Informationssuche fungieren – und nicht als Abwehrmechanismus gegen unerträgliche Realitäten.
Abstract:
Organized abuse, in which multiple adults sexually abuse multiple children, has an important role to play in the production of child sexual abuse material (CSAM) but has been relegated to the margins of criminological concern. This paper presents the findings of an international survey of 74 adults who described childhood victimization in CSAM and organized abuse, emphasizing the relationship between organized abuse and entrenched ignorance of it. The paper identifies the multiple zones, practices and structures of ignorance that render organized abuse unknowable and advocates for strategic forms of knowledge production in which ignorance features as a provocation towards information-seeking rather than as a defense mechanism against intolerable realities.
Abstract:
Organized abuse, in which multiple adults sexually abuse multiple children, has an important role to play in the production of child sexual abuse material (CSAM) but has been relegated to the margins of criminological concern. This paper presents the findings of an international survey of 74 adults who described childhood victimization in CSAM and organized abuse, emphasizing the relationship between organized abuse and entrenched ignorance of it. The paper identifies the multiple zones, practices and structures of ignorance that render organized abuse unknowable and advocates for strategic forms of knowledge production in which ignorance features as a provocation towards information-seeking rather than as a defense mechanism against intolerable realities.
Ursula Gast, Christian Gudehus & Wolfgang Wöller S. 5–9Editorial (PDF)
Organisierte GewaltMichael Salter & Delanie Woodlock S. 11–34Die Anti-Epistemologie des organisierten Missbrauchs: Unwissenheit, Ausbeutung, Untätigkeit (PDF)
Susanne Nick, Melav Bari & Rebecca Nixdorf S. 35–49Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung (PDF)
Psychotherapeutische Angebote und Herausforderungen in Traumaambulanzen nach Sozialem Entschädigungsrecht (SER)Jan GysiS. 51–66Traumabindung in Gewaltbeziehungen (PDF)
Konzeptualisierung, Diagnostik und therapeutische ImplikationenGloriett KarglS. 67–82Destruktive Gruppen als soziales Nahfeld (PDF)
Zwischenmenschliche Beziehungen im Spannungsfeld von Macht, Sprache, Normvorstellungen sowie psychischer und personaler GewaltJule Scholten-WilliamsS. 83–104La selva de México (PDF)
Antizipierte Gewalt und weibliche Entscheidungslogiken im Transit durch Zentralamerika
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