Psychotherapie in der Alterspsychiatrie (PDF)
Psychotherapie mit hochbetagten Menschen gilt erst recht als besonders herausfordernd, wenn kognitive Beeinträchtigungen hinzukommen. Dann stellt sich für Psychotherapeut:innen die Frage, wie und wo sie überhaupt wirksam ansetzen können. Gerontopsychiatrische Akutstationen sind in Krisen oft erste Anlaufstellen. Hier trifft eine multiprofessionelle Behandlung auf hohe Belastung aller Beteiligten. Psychotherapeutische Interventionen zielen darauf, ... [ mehr ]
Kognitive Stimulationstherapie (PDF)
Die Kognitive Stimulationstherapie (KST) ist ein evidenzbasiertes psychosoziales Behandlungsverfahren für Menschen mit einer leichten bis mittelgradigen Demenz. Das manualisierte Therapiekonzept zielt auf die Verbesserung kognitiver und sozialer Fähigkeiten durch multisensorische, reminiszenzorientierte und alltagsbezogene Aktivitäten im Gruppensetting ab. In einem personzentrierten Ansatz stellt es nicht das Abfragen von Gedächtnisinhalten, sondern die ... [ mehr ]
Demenzen (PDF)
Demenzielle Erkrankungen zählen zu den größten gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Gleichzeitig prägen neue Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich der Präventionsmöglichkeiten, der prodromalen Krankheitsstadien und inzwischen auch der krankheitsmodifizierenden Medikamente das klinische Management. Sie alle verdeutlichen den hohen Wert früher Identifikation und Diagnostik von Demenz, was vor dem ... [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 89: Demenzen (PDF)
Die Beiträge in diesem Heft bieten Orientierung für die psychotherapeutische Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Ihr gemeinsamer Nenner ist eine Perspektive, die Ressourcen und Würde in den Mittelpunkt stellt. Unterschiedliche Versorgungssettings werden schulenübergreifend in den Blick genommen – von ambulant bis stationär, von Einzel- bis Gruppentherapien, von tiefenpsychologisch-fundierten über neuropsychologischen bis kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
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Vom Lutschen, Ludeln und Wonnesaugen (PDF)
Mystik durch Übertragung (PDF)
Die Werke Wilfred Bions gelten als schwierig, dunkel und abstrakt; deren Lektüre als anstrengende, entbehrungsreiche Zumutung. Eine Ursache dieses Bildes macht der vorliegende Beitrag in Erika Krejcis Übersetzungen von Bions Hauptwerken Learning from Experience, Elements of Psycho-Analysis und Transformations aus: 1990 bis 1997 bei Suhrkamp erschienen, haben diese Übersetzungen zusammen mit Texten aus ihrem Umkreis die deutschsprachige Bion-Rezeption ... [ mehr ]
»Dem Unbewussten vertrauen?« (PDF)
Freud erfand die Psychoanalyse während seiner Selbstanalyse und durch diese (Anzieu, 1990, S. 4) und entdeckte dabei eine spezifische Wahrnehmungseinstellung, für die er 1912 den Begriff der »gleichschwebenden Aufmerksamkeit« prägte. Er unterließ es danach aber, die dazugehörige Vorstellung eines unbewussten Erkenntnisprozesses zur zentralen Leitidee seiner Methode zu erheben. Seine bahnbrechenden Entdeckungen des Widerstandes und ... [ mehr ]
Hass und Zeit (PDF)
Nach Auffassung des Autors ist das Durcharbeiten von Zeitlichkeit zentral für die Entwicklung der Persönlichkeit, des Denkens und der Fähigkeit, differenzieren zu können. In der zeitgenössischen Psychoanalyse gilt Begrenztheit als Schlüsselkonzept, weil sie der verbreiteten Tendenz zum Undifferenzierten und Nicht-Denken entgegenwirkt. Im Hass auf die Zeit zeigt sich auf besonders eindrückliche Weise der Hass auf die Begrenztheit. Diese Annahme ... [ mehr ]
Der Körper und die Konstruktion der Zeit (PDF)
Freud hat für die Beschäftigung mit dem Thema »Zeit« in seiner Notiz über den Wunderblock einen wichtigen Anstoß gegeben. Gegen den Augenschein, dass der menschliche Körper das Ergebnis einer naturgegebenen biologischen Entwicklung ist, der sich dann mithilfe seiner mentalen Ausstattung der Realität anpasst, sprechen die Psychosomatik und Störungen im Verhältnis zu dieser »Realität«, die wir in unserer ... [ mehr ]
Das Vorbewusste: Ein Raum für Zeit und Humor (PDF)
Das Vorbewusste, wie es in der ersten Topik beschrieben wurde, befindet sich zwischen dem Ich und dem Unbewussten. Dort entwickeln sich Austauschprozesse und Verbindungen, die von der Triebenergie gespeist und durch die Verdrängung organisiert werden. Unter anderem ist das Vorbewusste der Ort, an dem eine Vorstellung von Zeit entsteht, zwischen einem Unbewussten, das keine Zeit kennt, und einem Bewusstsein, das keine bleibenden Spuren davon bewahrt. In ihm verbinden sich ... [ mehr ]
Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Untersucht wird die Aporie der Nachträglichkeit als Spannung zwischen progressiven und regressiven Zeitstrukturen. Ziel der Untersuchung ist die Hypothese, dass der regressive Zeitvektor der Nachträglichkeit ein heuristisches und hermeneutisches Modell zur Erschließung des nicht-verdrängten Unbewussten bieten kann und damit jenseits linearer Temporalität über das klassische Behandlungsmodell der Verdrängung hinausweist. Freuds ... [ mehr ]
Das Dazwischen (PDF)
Der Autor stützt sich auf die Schriften von Sigmund Freud und schlägt vor, dass die Kategorien Zeit und Raum einen besonderen, für die Psychoanalyse spezifischen Ansatz erfordern. Er diskutiert die Zeitlosigkeit des Unbewussten in Bezug auf die von Freud angegebene Tatsache, dass die psychische Arbeit – die notwendigerweise mit der Zeit verbunden ist – nicht in den psychischen Systemen, sondern zwischen ihnen stattfindet. Auf dieser Grundlage ... [ mehr ]
Einige Anmerkungen zur Zeitlosigkeit und Halluzinationsfähigkeit des Unbewussten (PDF)
Die chronologische Zeit, die uns das Bewusstsein liefert, wird unter dem Einfluss des Unbewussten auf vielfache Weise entstellt. Freud hat diese Formen von Entstellung unter der Vokabel »Zeitlosigkeit« des Unbewussten zusammengefasst. Genau wie die Zeitvorstellung gerät auch die Raumvorstellung des Bewusstseins durch die Einwirkung des Unbewussten unter Druck. Die Ichinstanz vermag dann nicht mehr klar zu unterscheiden, was innen und was außen ist. Freud ... [ mehr ]
»Psyche ist ausgedehnt«, Vorbedingung für eine Wissenschaft der Seele (PDF)
Seit Descartes bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Seele als eine unausgedehnte Substanz betrachtet, die weder Ort noch Raum einnimmt. Diese Vorstellung verhinderte über zwei Jahrhunderte lang die Möglichkeit einer Wissenschaft des Seelischen. Dies änderte sich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, als der Philosoph Franz Brentano psychische Phänomene anhand ihrer Intentionalität definierte und feststellte, dass sie dank ihrer ... [ mehr ]