Bücher
Sich vor unsäglichen Gefühlen schützen
Roland Voigtel versteht Sucht als ein unbewusstes Abwehrsystem gegen das Erleben unerträglicher Gefühle, die von den Betroffenen nur schwer in Worte gefasst werden können. Simon Scharfs Fragen fokussieren insbesondere die emotionale Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in, führen Voigtel aber auch zu vertiefenden Überlegungen zum politischen Potenzial seines Suchtkonzepts sowie zum Selbstverständnis der aktuellen Psychoanalyse und ihrer geringen gesellschaftlichen Einmischungslust.
Zeitschriften
psychosozial 186: Bürokratie als Erfahrung - Begegnungen zwischen Mensch und Institution im Blickfeld qualitativer Sozialforschung
Was macht Bürokratie mit Menschen? Sie kann Möglichkeiten eröffnen und verschließen, verunsichern und beschämen und sich tief in Biografien einschreiben. Und doch ist die Begegnung mit bürokratischen Institutionen in der psychologischen und psychosozialen Forschung bislang erstaunlich wenig untersucht. Das Schwerpunktheft nimmt diese Begegnungen in den Blick und fragt, wie Menschen behördliche Verfahren erleben, wie institutionelle Kategorien und Entscheidungen ihr Denken, Fühlen und Handeln prägen und wie sie institutioneller Bevormundung begegnen.
psychosozial 172: Entgrenzungen und Begrenzungen - Psychoanalytisch-pädagogische Einsichten
Angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher Spaltungen wird deutlicher denn je, dass sich Bildung und Erziehung dringlich mit den Formen der Ent- und Begrenzung beschäftigen muss, um eine generationsübergreifende Perspektive auf gemeinsames Leben zu ermöglichen. Die Festlegung, Bearbeitung und Überschreitung von Grenzen kann als eine Kernaufgabe von Bildung und Erziehung verstanden werden. Die psychoanalytische Pädagogik hat auf deren Wechselwirkung eine spezifische Perspektive.


