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Buchreihe: Forschung Psychosozial
ISSN: 2627-0382
ca. 300 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2026
ISBN-13: 978-3-8379-3574-5
Bestell-Nr.: 3574
https://doi.org/1030820

Der aufhaltsame Aufstieg des Autoritären

Sehnsucht nach Vergangenem und Erlösung durch Zerstörung / Leipziger Autoritarismus Studie 2026
37,29 €
Produkt Verfügbarkeitsdatum: 01.11.2026
Die Leipziger Autoritarismus Studien analysieren seit 2002 auf Grundlage repräsentativer Befragungen politische Einstellungen und autoritäre Sehnsüchte in Deutschland. Sie beschreiben den Zustand der Demokratie, die Verbreitung von Diffamierung und Abwertung sowie aktuelle Erscheinungsformen autoritärer Einstellungen.

Die Leipziger Autoritarismus Studie 2026 untersucht den Zusammenhang von gesellschaftlichem Krisenerleben und autoritären Sehnsüchten in Deutschland. Ausgangspunkt ist die Wahrnehmung einer »Polykrise«: Krisen folgen dicht aufeinander oder überlagern sich, während einzelne Ereignisse rasch wieder aus dem öffentlichen Blick geraten. Was bleibt, ist der Eindruck einer anhaltenden Krisen- und Umbruchszeit. Die Autorinnen und Autoren fragen nach der psychosozialen Verfasstheit der Bürgerinnen und Bürger sowie nach den Erwartungen, die sich unter diesen Bedingungen mit gesellschaftlichen Umbrüchen verbinden.

In der Hoffnung auf die Rückkehr einer idealisierten Vergangenheit oder auf eine erlösende Zukunft können Krisen auch ersehnt werden. Extrem rechte Parteien knüpfen erfolgreich an die Krisenwahrnehmung und die damit verbundenen Sehnsüchte an, indem sie vergangene Größe und destruktive Veränderungen versprechen. Auf Grundlage repräsentativer Befragungen analysieren die Autorinnen und Autoren das Zeiterleben, die Idealisierung der Vergangenheit und »Apokalypse-Sehnsüchte« sowie deren Einfluss auf eine autoritäre Orientierung.

Mit Beiträgen von Elmar Brähler, Kazim Celik, Oliver Decker, Marius Dilling, Julia Dresselhaus, Rolf Frankenberger, Tim Fröhlich, Barbara Handke, Nina Heinke, Ayline Heller, Kim Hesch, Johannes Kiess, Johanna Niendorf, Gert Pickel und Timo Seitz