»Vatersehnsucht« und »Sohnestrotz« - ein Kommentar zu Sigmund Freuds Totem und Tabu
Vor dem Hintergrund des Briefwechsels zwischen S. Freud und S. Ferenczi wird Freuds Werk Totem und Tabu als ein Text interpretiert, der eine doppelt bestimmte Trauerarbeit zu leisten versucht: zum einen aufgrund der Trennung von C. G. Jung als dem inaugurierten Nachfolger bzw. Sohn und zum zweiten - ausgelöst durch die Auseinandersetzung mit den von Freud erlebten antisemitischen Ressentiments Jungs und der Züricher Schule - als innere bzw. selbstanalytische ... [ mehr ]
Der Fortschritt in der Geistigkeit. Sigmund Freuds Konstruktion des Judentums
Der Autor revidiert die in seinem Buch Moses der Ägypter vertretene These, dass S. Freuds Darstellung von Moses als Ägypter in dessen Moses-Studie Teil des Diskurses der Aufklärung ist, die Mosaische Unterscheidung von wahrer und falscher Religion aufzuheben. Demgegenüber sieht er darin Freuds Versuch, diese Unterscheidung in Form des Bilderverbots als zentrale jüdische Errungenschaft im Sinne eines Fortschritts in der Geistigkeit und seine ... [ mehr ]