The Student, the Patient and the Illness
The essays for the Ascona Balint Award give a deep impression of the students’ experiences, reflections and conclusions. And they show an insight into medical education in different countries. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Soziopsychoanalyse der Konstruktion von »Macht« (PDF)
In sozialkonstruktivistischer Rahmung werden psychoanalytische Ansätze mit sozialpsychologischen und soziologischen zu einer dynamischen sozio-psychoanalytischen Triebund Prozesstheorie der Macht verknüpft. Im Sinne einer Verschränkung solcher Ansätze zu einer anwendungsfähigen sozio-psychoanalytischen Theorie der Macht werden aktuelle Weltereignisse als gleichsam empirische Feldstudien dekonstruktivistisch und szenisch-verstehend analysiert. ... [ mehr ]
Verlust vor Verlust bewahren? (PDF)
Dieser Beitrag wendet sich gegen Standpunkte, die darauf hinauslaufen, als nur einschränkend begriffene Verluste jedweder Art seien möglichst zu vermeiden, zu kompensieren oder zu annullieren. Dagegen wird auf eine Dimension unaufhebbaren Verlusts aufmerksam gemacht, der für soziales Leben konstitutiv und unabdingbar zu sein scheint.
Abstract:
This article opposes viewpoints that argue that losses of any kind (that are perceived as restrictive) should ... [ mehr ]
(Ver-)Lust und (Ver-)Bindung in spätmodernen Paarbeziehungen (PDF)
Der Beitrag untersucht die Dialektik von Bindung und Verlust in spätmodernen Paarbeziehungen. Ausgehend von der These, dass Konjugalität strukturell mit Verlust verbunden ist, werden auf der Grundlage französischer Soziologien des Individuums verschiedene Beziehungsformen, Phasen konjugaler Karrieren sowie milieuspezifische Strategien im Umgang mit Verlust analysiert. Gezeigt wird, dass Individuen Verluste nicht nur erleiden, sondern antizipieren und strategisch ... [ mehr ]
Verarbeitung von Anerkennungs- und Zugehörigkeitsverlust im Tagebuch (PDF)
Tagebuchaufzeichnungen können komplexe und differenzierte Einsichten in die prozesshafte Verarbeitung von Verlusterfahrungen gewähren. Sie erzählen den erlittenen Verlust nicht aus der Retrospektive, sondern sind durch die zeitliche Nähe zum Erlebten, durch multiple Erzählzeitpunkte und einen offenen Erwartungshorizont gekennzeichnet. Dies wird exemplarisch anhand einer kurzen Tagebuchanalyse gezeigt. Die Tagebuch-Aufzeichnungen von Albert Herzfeld geben ... [ mehr ]
Suizidalität als Folge von Objekt-, Selbst- und Weltverlust (PDF)
Suizidalität ist wie kaum ein anderes psychisches Symptom untrennbar mit einem realen oder fantasierten Objektverlust verknüpft, der als Selbstund Weltverlust erlebt werden kann. Das Verlusterleben kann durch den Tod eines bedeutungsvollen Anderen, eine reale oder fantasierte Trennung bedingt sein, aber auch, folgen wir Freud, durch den Verlust von Werten, Überzeugungen und Ich-Idealen erzeugt werden. Darüber hinaus zeigen sich bei der suizidalen Klientel ... [ mehr ]
Verlust und Verbleib (PDF)
Im vorliegenden Beitrag wird aus psychoanalytischer Perspektive das menschliche Vermögen einer Verlustfähigkeit erörtert. Das Ineinander aus Verlust und Verbleib erlaubt eine Ausrichtung auf Zukünftiges als Offenes, sodass ein Verlust anerkannt, etwas aber darüber hinaus verbleiben kann. Dazu wird »Verlust« zunächst in Abgrenzung anderer Ausdrücke diskutiert sowie der Platz von Verlusten in der psychoanalytischen Theorie markiert. ... [ mehr ]
Das Zeitliche segnen (PDF)
Der Beitrag befasst sich aus kulturhistorischer, philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive mit der seit der frühen Neuzeit allmählich zunehmenden Kritik an Imaginationen der Unsterblichkeit. Das erste Kapitel thematisiert Franz Borkenaus Konzeption einer »Todesantinomie«, im Sinne des Begriffs der Antinomie in Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, der gegensätzliche Aussagen beschreibt, die jeweils nicht widerlegt werden ... [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven (PDF)
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Primat der Metapsychologie oder der Technik? (PDF)
Wie arbeitet man klinisch mit Judith Le Soldats Theorie der ödipalen Konflikte? Diese Frage wird uns in Vorträgen und Workshops immer wieder gestellt. Le Soldat selbst hat in ihren Publikationen wenig Wert auf behandlungstechnische Fragen gelegt. Umso begrüßenswerter ist es, dass einige Autor:innen in den letzten Jahren Falldarstellungen veröffentlichten, in denen sie zeigen, wie sie mit den Konzepten von Le Soldat arbeiten. Die dabei explizit ... [ mehr ]
Die Meuterei (PDF)
Der behandlungstechnische Beitrag illustriert, sozusagen als »Begehung des ödipalen Geschehens«, das gewinnbringende Arbeiten mit Judith Le Soldat’s Theorie. Der in der Phantasie begangene Raubmord wird hier als eine regelmäßige Übertragung auf den Analytiker betrachtet, die analysiert werden muss. Die Wiederholung der Tat führt beim Analysanden – wie am konkreten Beispiel dargestellt – zu mächtiger Rächerangst in ... [ mehr ]
Die Konzepte des Unbewussten und der analytischen Zeit neu durchdenken (PDF)
Der Autor schlägt vor, die Konzepte des Unbewussten und der Zeit im analytischen Setting neu zu durchdenken, einschließlich der Existenz des Unbewussten selbst. Freud (1915e) stellte fest, dass der Erfolg der Rückschlüsse, die psychoanalytisches Denken auf das Unbewusste der Patient/innen zieht, die Existenz des Unbewussten »unanfechtbar« macht. Der Autor vertritt die Ansicht, dass dieser Erfolg nicht die Existenz des Unbewussten beweist; ... [ mehr ]