Trauma Kultur Gesellschaft 3/2026: Organisierte Gewalt
Die Beiträge in diesem Themenheft beleuchten Formen organisierter Gewalt, bei denen es um Ausnutzung und Ausbeutung von Menschen geht – etwa im Rahmen von Kindesmissbrauch, Menschenhandel, destruktiven Gruppen und Flucht –, und fragen danach, wie Forschung, Versorgung und klinische Praxis weiterentwickelt werden können. [ mehr ]
Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik
Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik. [ mehr ]
Das Ringen um Teilhabe
In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. [ mehr ]
Trauma
Während eine psychoanalytische Therapie »komplex« traumatisierter Patient*innen die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel bedient, erfordern akute Extremtraumatisierungen ein verhaltensmodifizierendes Vorgehen. Mathias Hirsch zeigt, wie ein sensibler Umgang mit Traumatisierung in der Therapie gelingt. [ mehr ]
Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen
Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]
Irrationalitäten und Widersprüche
Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]
Elterliche Botschaften
Welchen Einfluss übt das elterliche Verhalten auf die Entwicklung des Kindes aus? Welche Auswirkungen haben elterliche Botschaften? Im kritisch-interdisziplinären Diskurs ausgehend von Psychoanalyse und Psychotherapie werden im vorliegenden Band verschiedene Betrachtungsebenen ausgelotet. [ mehr ]
Geschlecht als gelebte Erfahrung
Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Trauma und transgenerationale Verbundenheit
Janine Cunea arbeitete in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main und interviewte dort Shoa-Überlebende, die zwischen 1919 und 1927 geboren wurden. Sie lernte besondere, äußerst vitale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten voller Humor und Lebenskraft kennen, die trotz oder gerade wegen des Schrecklichen und Unmenschlichen, das sie erleben mussten, menschlich, weise, gütig und tolerant wurden. Ein enges generationales Verhältnis entstand zu ihnen. Durch die biografischen Perspektiven der Überlebenden nähert sich die Autorin der tiefenpsychologisch bedeutsamen Frage nach dem Verhältnis von Trauma, Überleben und Altern an. [ mehr ]
Zeugnisse einer Freundschaft
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]
Behindertenpädagogik - Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Behindertenpädagogik befasst sich mit behindertenpädagogischen Problemen der Erziehung und Bildung und des Unterrichts an Vorschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Sie wird vom Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V., Fachverband für Behindertenpädagogik herausgegeben.
[ mehr ]
Zur Zukunft der Supervision (PDF)
Grenzverschiebungen (PDF)
Publish or florish! (PDF)
Dieser Beitrag reflektiert die Spannung zwischen dem wissenschaftlichen Diskurs (publish or perish) und einer qualitätsorientierten supervisorischen Praxis. Anhand einander entgegenstehender theoretischer Modelle – von Übertragungsund Spiegelungsphänomenen bis zur ökonomischen Gleichgewichtstheorie – wird gezeigt, wie Modelle Orientierung geben, die konkrete Situation aber nie vollständig erfassen. Der Wert von Supervision liegt nicht in der ... [ mehr ]
Das Feld verstehen, um wirksam zu beraten (PDF)
Eli Eva Taxacher untersucht Supervision und Coaching im Hochschulkontext. Zentrale theoretische Rahmen sind Pierre Bourdieus soziale Felder und Angela Gotthard-Lorenz’ Konzept der Organisationssupervision. Nach Gotthard-Lorenz bietet Supervision »Anleitung zur arbeitsbezogenen Selbstreflexion« als Rückkoppelungsschleife, die Phänomene mit externen Kontexten verbindet, um Verstehen und Entlastung zu schaffen. Wesentlich ist Feldkompetenz, nämlich ... [ mehr ]
Das Handwerk (in) der Beratung (PDF)
Ein handwerklicher Prozess und ein Supervisionsprozess werden nebeneinandergestellt, um Ähnlichkeiten und Unterschiede aufzuzeigen. Durch die Verweise auf das Handwerk soll die sinnliche Wahrnehmung betont werden, die als wesentliches Werkzeug der Supervision gesehen wird. Der Artikel wird von der Hypothese geleitet, dass Handwerk wie Supervision auf das menschliche Entwicklungspotenzial förderlich wirken.
Abstract:
A manual process and a supervision ... [ mehr ]
Im Kontakt mit den Grenzen (PDF)
Gegenwärtige ökologische, soziale und politische Realitäten machen die Grenzen des Möglichen, Erträglichen und Verhandelbaren spürbar. Supervision steht vor der Frage, was qualitätsvolle Arbeit unter sich zuspitzenden Bedingungen bedeutet – für Kund:innen wie für Supervisor:innen. Die Auseinandersetzungen beschäftigen sich mit dem notwendigen Abschied von scheinbaren Sicherheiten zugunsten neuer kollektiver Utopien, mit ... [ mehr ]
Das ÖAGG-Curriculum für Supervision, Coaching und Organisationsberatung (PDF)
Die Autorin beschreibt das der ÖAGG-Ausbildung für Supervision, Coaching und Organisationsberatung zugrunde liegende Supervisionsverständnis und analysiert den Zusammenhang der Entwicklung des Lehrgangs mit jener unserer Profession. Besonders die 2026 vorgenommenen Veränderungen im Curriculum werden so dargestellt und hergeleitet. Es wird ersichtlich, dass theoretische Fassungen von Supervision als eigenständiger Beratungsform die Grundlage dieser ... [ mehr ]
Feedback 2/2026 (PDF)
Die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift Feedback – Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (herausgegeben von Günter Dietrich, Karin Zajec und Robert Stefan) bietet ein wissenschaftliches Forum für Forschung und Praxis der Gruppentherapie und Gruppenberatung im deutschsprachigen Raum. Publiziert werden sowohl qualitativ wie auch quantitativ ausgerichtete empirische wissenschaftliche Arbeiten, Beiträge zur Grundlagenforschung, Rezensionen und Berichte aus der Vielfalt der psychotherapeutischen und beraterischen Arbeit mit Fokus auf das Themenfeld der Gruppe.
[ mehr ]