Pressekonferenz zur Leipziger Autoritarismus Studie 2026: Neue Studienergebnisse zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland
Seit 2002 beobachten Wissenschaftler der Universität Leipzig die Entwicklung autoritärer und rechtsextremer Einstellungen in Deutschland. Die Ergebnisse der Untersuchung werden alle zwei Jahre in der »Leipziger Autoritarismus Studie« veröffentlicht. Die Resultate der dreizehnten Befragungswelle liegen nun vor und werden zur Pressekonferenz von Studienleiter Prof. Dr. Oliver Decker und Mitherausgeberin Dr. Ayline Heller präsentiert.
Wie haben sich rechtsextreme und autoritäre Einstellungen in Deutschland im Jahr 2026 verändert? Nehmen Vorurteile und Ressentiments in unsicheren Zeiten wieder zu? Und wie stehen die Deutschen aktuell zur Demokratie? All diese Fragen beantwortet die »Leipziger Autoritarismus Studie 2026«. Als repräsentative Langzeiterhebung kann sie die Entwicklungen der Einstellungen im Zeitverlauf aufzeigen und Erklärungen bieten. Bei der Pressekonferenz am 11. November 2026 um 10 Uhr stellen Ihnen der Studienleiter Prof. Dr. Oliver Decker und Mitherausgeberin Dr. Ayline Heller die aktuellen Ergebnisse
vor, die das politische Klima in Deutschland dokumentieren. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und O-Töne der Studienleiter und Herausgebenden aufzunehmen.
»Angesichts der aktuellen Wahlerfolge der AfD haben wir in diesem Jahr untersucht, was diese Erfolge
mitbegründet“, sagt Professor Oliver Decker. „Hierzu nutzen wir einen neu entwickelten Fragebogen, mit dem
wir destruktive Wünsche in Politik und Gesellschaft abfragen. Gleichzeitig richtete sich unser Interesse auf die
Nostalgie als Propagandamittel der AfD.«
Die aktuelle Studie wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützt. Vertreter
der Stiftungen werden Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.
Termin
11. November 2026, 10 bis ca. 11 Uhr
Wo
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin
Zum Buch:
Der aufhaltsame Aufstieg des Autoritären
Die Leipziger Autoritarismus Studie 2026 untersucht den Zusammenhang von Krisenerleben und autoritärer Orientierung. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern Krisen auch ersehnt werden – als Wendepunkte hin zu einer idealisierten Vergangenheit oder einer erlösenden Zukunft. Repräsentative Befragungen bilden die Grundlage der Analyse von Zeiterleben, Vergangenheitsidealisierung und »Apokalypse-Sehnsüchten«.
