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20 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juni 2026
Bestell-Nr.: 42028
https://doi.org/10.30820/0938-183X-2026-32-115
Beatrice Kustor

Wie in der Zeit eingefroren (PDF)

Herausforderungen für pädagogische Teams in der Arbeit mit traumatisierten Menschen

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In diesem Beitrag werden neue Perspektiven auf den Zusammenhang von Trauma, Gruppe und pädagogischer Arbeit vorgestellt. Zunächst wird erläutert, wie Traumata entstehen und wie traumatische Stressoren mithilfe von Fluchtabwehr und dem Mechanismus des Einfrierens sowie der Dissoziation abgewehrt werden. In einer Fallvignette wird die pädagogische Arbeit mit einer traumatisierten Klientin vorgestellt und die Übertragungsprozesse auf das pädagogische Team aufgezeigt. Im Anschluss werden neue Überlegungen zu Übertragungsprozessen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen auf Gruppen und Teams erläutert. Hierfür wird Bezug auf das bekannte theoretische Konzept von Wilfred Bion und der drei Grundannahmen genommen: die abhängige Gruppe, die Kampf-Flucht-Gruppe sowie die Paarbildung in der Gruppe. Und im Anschluss Earl Hopper mit seinem neuen Ansatz zur vierten Grundannahme vorgestellt. In traumatisierten Gruppen und Teams kann der Verlust von Kohäsion beobachtet werden. Es kommt zu Prozessen der Vereinzelung oder Verschmelzung und in der Folge zur Ausgrenzung von Personen, die sich als Sündenböcke eignen. Abschließend werden Empfehlungen für Teams zur pädagogischen Arbeit mit traumatisierten Menschen formuliert.

Abstract:
This article presents new psychoanalytic perspectives on the connection between trauma, groups, and educational work. In the beginning the author explains the development of trauma, the struggle against traumatic stressors, escape avoidance, and the mechanisms of freezing and dissociation. A case study presents the educational work with a traumatized client and highlights the transference processes within the team. Furthermore, the author explains how traumatic processes affect groups. Reference is made here to W. Bion and the theoretical concept of the three basic assumptions: the dependent group, the fight-flight group, and pairing in the group. With a new approach E. Hopper formulates a fourth basic assumption, explaining that the loss of cohesion can be observed in traumatized groups and teams. As a result, processes of isolation or fusion occur, leading to the exclusion of individuals who are suitable as scapegoats. Finally, recommendations for educational work with traumatized people are given.
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