24 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juni 2026
Bestell-Nr.: 42029
https://doi.org/10.30820/0938-183X-2026-32-135
Inge Schubert
»Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« - Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen (PDF)
Verständigungsprozesse in schulischen Peer-Gruppen
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In der Schilderung, Interpretation und Analyse der Szene einer Schulklasse macht der Artikel deutlich, dass gruppenanalytisches Arbeiten in der Schule Räume öffnet für die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden. Hintergrund der Szene ist ein über zwei Schuljahre durchgeführtes pädagogisches Setting im Rahmen einer Klassenratsstunde. Der Artikel illustriert, wie die kontinuierliche psychosoziale Arbeit einer gruppenanalytisch ausgebildeten Pädagogin eine Klassengruppe darin unterstützen und befähigen kann, dass Schüler*innen ihre innerpsychischen Themen samt ihrer äußerlichen Bezüge in einem letztlich konstruktiven Miteinander besprechen können. Es wird aufgezeigt, wie in der Pubertät befindliche Schüler*innen mit ihren jeweils diversen biografischen Erfahrungswelten, mit ihren unterschiedlichen Lebensund gemeinsamen Problemlagen sich in der Klassengruppe gegenseitig stützen und darüber in Resonanzen des Gruppengefüges sich Potenziale zur Verfügung stellen. Das Setting zeigt Möglichkeiten (sozial)pädagogischer/gruppenanalytischer Arbeit in Schule, die der psychosozialen Entwicklung von heranwachsenden Schüler*innen zugutekommen, die sich im Prozess ihrer Identitätsfindung und Ablösung von den kindlichen Elternbildern befinden.
Abstract:
By describing, interpreting, and analyzing a school class scene, the article demonstrates that group analytic work in schools opens spaces for the identity development of adolescents. The scene is set in a pedagogical setting conducted over two school years as part of a class council session. The article illustrates how the continuous psychosocial work of a teacher trained in group analysis can support and empower a class group to enable students to discuss their inner psychological issues, including their external connections, in an ultimately constructive way. It demonstrates how students in puberty, with their diverse biographical experiences, their different life situations, and their shared problems, support each other in the class group and, through resonances within the group structure, make their potential available. This setting demonstrates possibilities for (social) pedagogical/group analytic work in schools that benefit the psychosocial development of adolescent students who are in the process of finding their identity and breaking away from their childhood parental images. An incident during the class’s physical education class, discussed in a class council session, ultimately leads to the adolescents’ different images of their fathers and their feelings about them. Despite the great diversity, this leads to a mutual empathetic acceptance within the adolescent group.
Abstract:
By describing, interpreting, and analyzing a school class scene, the article demonstrates that group analytic work in schools opens spaces for the identity development of adolescents. The scene is set in a pedagogical setting conducted over two school years as part of a class council session. The article illustrates how the continuous psychosocial work of a teacher trained in group analysis can support and empower a class group to enable students to discuss their inner psychological issues, including their external connections, in an ultimately constructive way. It demonstrates how students in puberty, with their diverse biographical experiences, their different life situations, and their shared problems, support each other in the class group and, through resonances within the group structure, make their potential available. This setting demonstrates possibilities for (social) pedagogical/group analytic work in schools that benefit the psychosocial development of adolescent students who are in the process of finding their identity and breaking away from their childhood parental images. An incident during the class’s physical education class, discussed in a class council session, ultimately leads to the adolescents’ different images of their fathers and their feelings about them. Despite the great diversity, this leads to a mutual empathetic acceptance within the adolescent group.
Marga Günther & Anke Kerschgens S. 7–22Editorial (PDF)
Christian WiesmannS. 23–53Der gruppenanalytische Blick in der Pädagogik und Sozialen Arbeit (PDF)
Hans Georg LehleS. 55–73»Können wir heute mal gleich spielen?!« - Freies Spiel und gruppenanalytische Haltung in der Gruppenanalyse mit Kindern (PDF)
Ein Beitrag für die PraxisBernhard RauhS. 75–93Stabilisierende Gruppenfantasien (PDF)
Reflexionen zu einer Fallbesprechung aus einem praktikumsbegleitenden SeminarUte SchaichS. 95–114Wann ist Gruppe hilfreich? (PDF)
Betrachtung von Fallvignetten aus der Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund gruppenanalytischer WirkfaktorenBeatrice KustorS. 115–134Wie in der Zeit eingefroren (PDF)
Herausforderungen für pädagogische Teams in der Arbeit mit traumatisierten MenschenInge SchubertS. 135–158»Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« - Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen (PDF)
Verständigungsprozesse in schulischen Peer-GruppenTilman SprondelS. 159–178Gruppenanalyse und Lebensweltorientierung (PDF)
Zwei Perspektiven auf JugendwohngruppenGudrun NagelS. 179–195Soziale Arbeit in Tagesgruppen auf der Basis der Psychoanalytischen Pädagogik und der Gruppenanalyse (PDF)
Angela Moré, Christine Morgenroth & Nele Reuleaux S. 199–231Gruppenprozesse zwischen regressiver Polarisierung und kreativer Auseinandersetzung (PDF)
Andreas GrellmannS. 233–236Rezension von: Katrin Stumptner (Hrsg.). (2022). Gruppenanalytisch arbeiten mit Kindern und Jugendlichen (PDF)
Angela Schmidt-BernhardtS. 236–239Rezension von: Anke Kerschgens & Inge Schubert (2025). Schulklassen verstehen (PDF)
Manfred GerspachS. 239–240Rezension von: Tillmann F. Kreuzer, Robert Langnickel, Noëlle Behringer & Pierre-Carl Link (Hrsg.). (2024). Psychoanalytische Pädagogik: Perspektiven auf das kindliche Spiel (PDF)
Alina Brehm & Manfred Gerspach S. 241–250Nachruf auf Rolf Haubl (PDF)
Christian WiesmannS. 23–53Der gruppenanalytische Blick in der Pädagogik und Sozialen Arbeit (PDF)
Hans Georg LehleS. 55–73»Können wir heute mal gleich spielen?!« - Freies Spiel und gruppenanalytische Haltung in der Gruppenanalyse mit Kindern (PDF)
Ein Beitrag für die PraxisBernhard RauhS. 75–93Stabilisierende Gruppenfantasien (PDF)
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