20 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juni 2026
Bestell-Nr.: 42030
https://doi.org/10.30820/0938-183X-2026-32-159
Tilman Sprondel
Gruppenanalyse und Lebensweltorientierung (PDF)
Zwei Perspektiven auf Jugendwohngruppen
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Ausgehend von der Feststellung, dass die bereits vor vielen Jahren von Zulliger konstatierte »Lücke« in der Theoriebildung der psychoanalytischen Pädagogik zumindest bezüglich der Heimerziehung bemerkenswerte Konstanz aufweist, wird versucht, Gemeinsamkeiten und wechselseitige Ergänzungen zwischen einer gruppenanalytisch orientierten Pädagogik einerseits und dem Konzept der Lebensweltorientierung andererseits zu beschreiben. Dabei werden die Kommunikationsorientierung und das Prinzip des Aushandelns als gemeinsame Komponenten dargestellt. Aufgabe der Pädagogen ist zunächst die konkrete Wahrnehmung der von der eigenen stark verschiedenen Lebenswelt der Adressaten und sodann die gemeinsame Konstruktion einer gemeinsamen Lebenswelt auf Zeit in der Wohngruppe. An Fallbeispielen wird erläutert, wie sich dabei eine gemeinsame dynamische Matrix entwickelt. Je stärker darin die Selbstzuständigkeit der Adressaten gefördert werden kann, desto ausgeprägter erweist sich die therapeutische Wirksamkeit der pädagogischen Einrichtung. Unverzichtbar ist hierfür eine gruppenanalytisch orientierte Arbeit mit dem pädagogischen Team, bei der unter anderem Gegenübertragungen, Spiegelphänomene und gruppendynamische Vorgänge ausgetauscht und diskutiert werden.
Abstract:
Based on the observation that the »gap« in the theory of psychoanalytic pedagogy, identified by Zulliger many years ago, has shown remarkable consistency, at least with regard to residential care, the author attempts to describe the similarities and mutual complementarities between a group-analytically oriented pedagogy on the one hand and Thierschs concept of »Lebenswelt« (lifeworld orientation) on the other. The emphasis on communication and the principle of negotiation are presented as common components. The task of the educators is first and foremost the perception of the recipients’ social environment, which is very different from their own, and then the joint construction of a shared temporary lifeworld in the residential group. Case studies illustrate how a shared dynamic matrix develops in this process. The more the recipients’ autonomy can be encouraged within this framework, the more therapeutically benificial the educational institution proves to be. Indispensable for this is group-analytically oriented work with the team, in which, among other things, countertransferences, mirror phenomena, and group dynamic processes are exchanged and discussed.
Abstract:
Based on the observation that the »gap« in the theory of psychoanalytic pedagogy, identified by Zulliger many years ago, has shown remarkable consistency, at least with regard to residential care, the author attempts to describe the similarities and mutual complementarities between a group-analytically oriented pedagogy on the one hand and Thierschs concept of »Lebenswelt« (lifeworld orientation) on the other. The emphasis on communication and the principle of negotiation are presented as common components. The task of the educators is first and foremost the perception of the recipients’ social environment, which is very different from their own, and then the joint construction of a shared temporary lifeworld in the residential group. Case studies illustrate how a shared dynamic matrix develops in this process. The more the recipients’ autonomy can be encouraged within this framework, the more therapeutically benificial the educational institution proves to be. Indispensable for this is group-analytically oriented work with the team, in which, among other things, countertransferences, mirror phenomena, and group dynamic processes are exchanged and discussed.
Marga Günther & Anke Kerschgens S. 7–22Editorial (PDF)
Christian WiesmannS. 23–53Der gruppenanalytische Blick in der Pädagogik und Sozialen Arbeit (PDF)
Hans Georg LehleS. 55–73»Können wir heute mal gleich spielen?!« - Freies Spiel und gruppenanalytische Haltung in der Gruppenanalyse mit Kindern (PDF)
Ein Beitrag für die PraxisBernhard RauhS. 75–93Stabilisierende Gruppenfantasien (PDF)
Reflexionen zu einer Fallbesprechung aus einem praktikumsbegleitenden SeminarUte SchaichS. 95–114Wann ist Gruppe hilfreich? (PDF)
Betrachtung von Fallvignetten aus der Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund gruppenanalytischer WirkfaktorenBeatrice KustorS. 115–134Wie in der Zeit eingefroren (PDF)
Herausforderungen für pädagogische Teams in der Arbeit mit traumatisierten MenschenInge SchubertS. 135–158»Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« - Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen (PDF)
Verständigungsprozesse in schulischen Peer-GruppenTilman SprondelS. 159–178Gruppenanalyse und Lebensweltorientierung (PDF)
Zwei Perspektiven auf JugendwohngruppenGudrun NagelS. 179–195Soziale Arbeit in Tagesgruppen auf der Basis der Psychoanalytischen Pädagogik und der Gruppenanalyse (PDF)
Angela Moré, Christine Morgenroth & Nele Reuleaux S. 199–231Gruppenprozesse zwischen regressiver Polarisierung und kreativer Auseinandersetzung (PDF)
Andreas GrellmannS. 233–236Rezension von: Katrin Stumptner (Hrsg.). (2022). Gruppenanalytisch arbeiten mit Kindern und Jugendlichen (PDF)
Angela Schmidt-BernhardtS. 236–239Rezension von: Anke Kerschgens & Inge Schubert (2025). Schulklassen verstehen (PDF)
Manfred GerspachS. 239–240Rezension von: Tillmann F. Kreuzer, Robert Langnickel, Noëlle Behringer & Pierre-Carl Link (Hrsg.). (2024). Psychoanalytische Pädagogik: Perspektiven auf das kindliche Spiel (PDF)
Alina Brehm & Manfred Gerspach S. 241–250Nachruf auf Rolf Haubl (PDF)
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