Tamara M. Trebes

Zur epistemischen Eigenständigkeit der Psychotherapiewissenschaft (PDF)

Plädoyer für eine Ethik der reflexiven Erfahrung

Die zunehmende Akademisierung der Psychotherapie wirft grundlegende Fragen nach ihrer wissenschaftlichen Verortung und ethischen Fundierung auf. Insbesondere Tendenzen zur Standardisierung, Vereinheitlichung und Psychologisierung drohen jene Dimensionen zu marginalisieren, die für psychotherapeutische Praxis konstitutiv sind: subjektives Erleben, Prozessualität, Ambiguität und das Unauflösbare menschlichen Leidens. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass ... [ mehr ]

Marie-Christine Hartlieb

Zur Modulation autonomer Regulationsprozesse bei ME/CFS innerhalb der Psychotherapie (PDF)

Der vorliegende Beitrag vertieft und erweitert bestehende psychotherapeutische Zugänge bei Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Im Zentrum stehen Interventionen, die darauf abzielen, die Erholungsdynamik des autonomen Nervensystems (ANS) nach Belastungsreizen zu modulieren. Autonome Dysfunktionen sind ein häufiges Merkmal von ME/CFS. Studien zeigen im Vergleich zu Kontrollgruppen nicht nur erhöhte orthostatische Beschwerden und ... [ mehr ]

Frank Schulz-Kindermann

Psychotherapie bei fortgeschritten erkrankten Krebspatient:innen (PDF)

Fortgeschrittene Krebserkrankungen bedeuten nicht nur eine medizinische, sondern eine existenzielle Krise. Neben diagnostizierbaren psychischen Störungen – Angst, Depression, Anpassungsstörungen – tritt bei vielen Erkrankten ein Erleben auf, das diagnostisch schwerer zu fassen ist: existenzielles Leiden, Demoralisierung, der Verlust von Sinn und Würde. Moderne onkologische Behandlungen konnten die Lebenserwartung auch im palliativen Stadium in vielen ... [ mehr ]

Mario Schlegel

KI als Sennenpuppe, vertrautes Gegenüber und Werkzeug mit geistiger Rückwirkung (PDF)

Essay

Die KI als neues technologisches Werkzeug, das unser Zusammenleben in vielen Bereichen verändert, wird aus mythologischer Perspektive betrachtet, wobei auch evolutionsbiologische und psychotherapeutische Gesichtspunkte einbezogen werden. Diese Arbeit geht davon aus, dass die KI eine aktuelle Manifestation des Mythos der Herstellung künstlicher Menschen darstellt, wie er bereits bei den alten Griechen zum Ausdruck kommt. Damals galt dies als Frevel gegen die ... [ mehr ]

Jean Schulthess Watt

Adoleszenz, Identität und Social Media (PDF)

KI wirkt sich in exponentiellem Tempo auf alle Aspekte unseres Lebens aus. Es wurden Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen bestimmter KI-basierter Social-Media-Anwendungen geäussert, die Jugendlichen zur Verfügung stehen. Jugendliche sind als Gruppe online sehr aktiv, insbesondere in sozialen Medien, die sie u. a. als Mittel zur Erforschung ihrer Identität nutzen. Dies kann insbesondere bei besonders gefährdeten Jugendlichen zu emotionalen Schwierigkeiten ... [ mehr ]

Jan M. Schürmann, Jana Sedlakova & Manuel Trachsel

Ethische Aspekte zur KI-Anwendung in der Psychotherapie (PDF)

Künstliche Intelligenz (KI) etabliert sich zunehmend auch in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung. Vor dem Hintergrund globaler Versorgungslücken werden KI-basierte Anwendungen in den Bereichen Screening und Diagnostik, klinische Entscheidungsunterstützung, Intervention, Monitoring sowie administrative und edukative Unterstützung entwickelt oder bereits eingesetzt. Der vorliegende Beitrag analysiert Chancen und Risiken dieser Entwicklung ... [ mehr ]

Paolo Raile

KI in der Psychotherapie: Ersatz, Werkzeug oder Projektionsfläche? (PDF)

Technische Grundlagen, ethische Implikationen, klinische Perspektiven

Large Language Models (LLMs) werden als aktuell besonders sichtbarer Bereich generativer KI zunehmend in der psychotherapeutischen Versorgung eingesetzt, etwa für Screening, Triage, Psychoedukation, dokumentationsbezogene Assistenz sowie zur Simulation therapeutischer Interaktionen. Systematische Übersichten zeigen, dass LLMs in klar strukturierten, sprachbasierten Aufgaben teils Leistungen erbringen, die mit denen klinischer Fachkräfte vergleichbar sind, ... [ mehr ]

Mario Schlegel & Peter Schulthess

Editorial (PDF)

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Herausgeberverein Zeitschrift Psychotherapie-Wissenschaft (Hg.)

Psychotherapie-Wissenschaft 2/2026: KI in der Psychotherapie (PDF)

16. Jahrgang, 2026, Heft 2

KI dringt derzeit in sämtliche Lebensbereiche ein. Es ist nicht wie damals, als Wärmekraftmaschinen erfunden und Elektrizität entdeckt wurde. Diese hatten unsere Kultur bereichert, unsere geistige Freiheit hatte profitiert. Ganz anders verhält es sich heute. Durch Rückkopplung der KI auf unser Geistesleben ist diese Freiheit in höchstem Maße gefährdet. Die Fähigkeit, menschliches Denken und Fühlen zu imitieren, sperrt ein Einfallstor auf für alle Arten von Einflussnahmen. Für Psychotherapeut:innen ist es unabdingbar, sich dies bewusst zu machen und das Augenmerk auf die Inhalte und Funktionsweise der Rückkopplungen zu richten. KI ist nun mal da – und wir werden einen Weg finden, sie vernünftig anzuwenden. [ mehr ]

Institut für Gruppenanalyse Heidelberg e.V. (Hg.)

gruppenanalyse 2/2026: Künstliche Intelligenz und Gruppenanalyse

Zeitschrift für gruppenanalytische Psychotherapie, Beratung und Supervision | 36. Jahrgang, 2026, Heft 2
21,40 €

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein technisches Werkzeug. Sie tritt in Beziehungen ein, verändert Kommunikation und Denken und beginnt, auch therapeutische Prozesse und unser Verständnis von Gruppe zu berühren. Gleichzeitig stellen inzwischen selbst führende Entwickler:innen von KI die Frage nach Grenzen und Regulierung – während politisch weiterhin um genau diese Grenzen gerungen wird.

Die Autor:innen in diesem ... [ mehr ]

Balint-Journal 2/2026

Zeitschrift für Beziehung, Dialog und Supervision in Medizin, Psychologie und Gesellschaft | 27. Jahrgang, 2026, Heft 2

Die Leitung von Balint-Gruppen ist ein lebenslanger Lernprozess. Albert Lichtenstein fokussiert auf eine zentrale Frage: Intervenieren oder nicht intervenieren? Uwe Kowalzik erarbeitet psychoanalytische Wurzeln einer dynamischen Abstinenz als Leitungskompetenz. Philipp Herzog stellt systematische Überlegungen zur Ausgestaltung von Supervision für Balint-Gruppenleiter an. Rainald Neumeier geht der Frage nach, ob Teams und andere Mehrpersonen-Konstellationen als Balint-Fall verstanden werden können. Und wie wird KI die Balint-Arbeit verändern? Damit hat sich Giuliano Castigliego auf besondere Weise beschäftigt. [ mehr ]

Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 3/2026: Organisierte Gewalt

4. Jahrgang, 2026, Heft 3

Die Beiträge in diesem Themenheft beleuchten Formen organisierter Gewalt, bei denen es um Ausnutzung und Ausbeutung von Menschen geht – etwa im Rahmen von Kindesmissbrauch, Menschenhandel, destruktiven Gruppen und Flucht –, und fragen danach, wie Forschung, Versorgung und klinische Praxis weiterentwickelt werden können. [ mehr ]

Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik

Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik, Band 7
27,94 €

Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik.  [ mehr ]

Das Ringen um Teilhabe (PDF)

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung

In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann.  [ mehr ]

Das Ringen um Teilhabe

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung

In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann.  [ mehr ]

Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen

28,04 €

Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]

Irrationalitäten und Widersprüche

Psychoanalytische Betrachtungen gesellschaftlicher Krisen
32,62 €

Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]

Geschlecht als gelebte Erfahrung (PDF)

Trans*, Inter* und Queer im Fokus von Medizin, Psychotherapie, Recht und Gesellschaft

Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen.  [ mehr ]

Geschlecht als gelebte Erfahrung

Trans*, Inter* und Queer im Fokus von Medizin, Psychotherapie, Recht und Gesellschaft

Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen.  [ mehr ]

Trauma und transgenerationale Verbundenheit

Begegnungen mit Shoa-Überlebenden in der psychosozialen Arbeit
46,64 €

Janine Cunea arbeitete in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main und interviewte dort Shoa-Überlebende, die zwischen 1919 und 1927 geboren wurden. Sie lernte besondere, äußerst vitale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten voller Humor und Lebenskraft kennen, die trotz oder gerade wegen des Schrecklichen und Unmenschlichen, das sie erleben mussten, menschlich, weise, gütig und tolerant wurden. Ein enges generationales Verhältnis entstand zu ihnen. Durch die biografischen Perspektiven der Überlebenden nähert sich die Autorin der tiefenpsychologisch bedeutsamen Frage nach dem Verhältnis von Trauma, Überleben und Altern an.  [ mehr ]

Zeugnisse einer Freundschaft

Der Briefwechsel 1936-1957
46,64 €

Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]

Bettina Eckert-Ziegler

Aus der Verbandsarbeit (PDF)

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Julia Lauer, Silvia Greiten, Silke Trumpa & Marcel Veber

Konzeptionelle Überlegungen zu einem Index inklusionsorientierter Diagnostik (PDF)

Empirische Erkenntnisse und Entwicklungsschritte

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Alicia Hanf, Susanne Weger-Wiens & Annika Wagner

Behindertenpädagogik in Hessen (PDF)

Schwerpunktthema: Inklusive Diagnostik

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