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22 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 41050
https://doi.org/10.30820/9783837964547-265
Jan Borowicz

Über einen Mann, der nur alle zwei Tage lebt: The Days When I Do Not Exist (2002) (PDF)

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Der Aufsatz beschreibt ein psychisches Phänomen, nämlich die Unfähigkeit, lebendig zu bleiben, wie es im Film The Days When I Do Not Exist (2002) von Jean-Charles Fitoussi dargestellt wird. Indem der Film das Leben eines Mannes erzählt, der jeden zweiten Tag verschwindet, nur um genau 24 Stunden später am selben Ort wieder aufzutauchen, vermittelt er ein provokantes Gedankenexperiment. Für den Autor verbildlicht diese Erzählung eine eindringliche Manifestation der Unfähigkeit, Emotionen, Gedanken und Erinnerungen zu verarbeiten, was zu ihrer unaufhörlichen Auslagerung und letztendlichem Verlust führt. Das wiederkehrende Verschwinden des Protagonisten mindert seine Fähigkeit, sich lebendig zu fühlen, selbst nach seiner Rückkehr in die Welt. Diese fragile Psyche erlebt eine potenzielle Veränderung, als der Mann sich verliebt, was die Hoffnung weckt, dass die Beziehung zu einem anderen Menschen die Integration sowohl der repräsentierten als auch der nicht repräsentierten Teile seiner Seele erleichtern könnte. Eine Analyse von The Days When I Do Not Exist verbindet die kinematografische Struktur und die narrative Handlung, um nicht repräsentierte Zustände einer schwer geschädigten Psyche aufzuzeigen, die unter ständiger Gefahr von Auflösung ist.

Abstract:
The essay delineates a psychic phenomenon of incapacity to remain alive, as depicted in Jean-Charles Fitoussi’s movie The Days When I Do Not Exist (2002). The film introduces a provocative thought experiment, illustrating the life of a man who vanishes every other day, only to reappear at precisely the same location twenty-four hours later. The author contends that this narrative serves as a poignant manifestation of the inability to metabolize emotions, thoughts, and memories, leading to their continual evacuation and ultimate loss. The recurrent disappearance of the protagonist diminishes his ability to feel alive, even upon his reentry into the world. This fragile psyche undergoes a potential transformation when the man falls in love, giving rise to the hope that the relationship with another human being may facilitate the integration of both the represented and unrepresented parts of his mind. An analysis of The Days When I Do Not Exist connects the cinematographic structure and the narrative plot to illustrate unrepresented states of severely damaged minds, which are under constant threat of dissolution.