26 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 41043
https://doi.org/10.30820/9783837964547-89
Catalina Bronstein
»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
Vom Aushandeln unterschiedlicher Zeitlichkeiten in der Sitzung
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Inspiriert von Dana Birksted-Breens Ideen zur ›Widerhall-Zeit‹ (reverberation time) untersucht die Autorin die Veränderbarkeit und Transformation von Zeitund Raumempfinden und deren Verbindung mit frühkindlich verkörperten Phantasien in der Behandlung eines zehnjährigen Jungen. Die Erfahrung von Zeitveränderungen (zusammengefasst unter dem Begriff Zeitelastizität, um die verschiedenen Formen widerzuspiegeln, die dies annehmen kann) wird ab der ersten therapeutischen Begegnung in der Übertragungsbeziehung ausgelebt. Die Autorin postuliert die gleichzeitige Entwicklung der Fähigkeiten, objektive Zeit zu akzeptieren, einen dreidimensionalen Raum innerhalb des Selbst und zwischen Objekten schaffen zu können sowie Getrenntsein und Trennung zu tolerieren. Die Entwicklung der Fähigkeit zum symbolischen Denken und zur depressiven Angst sowie die Akzeptanz der ödipalen Situation und der Trennung haben, wie Dana Birksted-Breen betont, einen grundlegenden Einfluss auf die Akzeptanz der objektiven Zeit. In diesem Beitrag wird zudem der Unterschied erörtert zwischen der Auseinandersetzung mit der Schwierigkeit, objektive Zeit unter dem Einfluss der Todesangst zu akzeptieren, und der Auseinandersetzung mit dem Schrecken und der namenlosen Furcht, die aus der Vorstellung von der Vernichtung der Zeit entstehen.
Abstract:
Inspired by Dana Birksted-Breen’s ideas on reverberation time, the author explores the changeability and transformation of the sensations of time and space and their connection to early embodied phantasies in the treatment of a 10-year-old boy. The experience of time changes (summarized under time elasticity to reflect the various forms this can take) is lived out in the transference relationship from the beginning of the therapeutic encounter. The author proposes the simultaneous development of the capacity to accept objective time, the establishment of a tri-dimensional space within the self and between objects and tolerating separateness and separation. The development of a capacity for symbolic thinking and depressive anxiety, as well as acceptance of the Oedipal situation and separation, has, as Dana Birksted-Breen underlined, a fundamental effect on the acceptance of objective time. This paper also discusses the difference between dealing with the difficulty of accepting objective time under the impact of fear of death and from the terror and nameless dread arising from the phantasy of the annihilation of time.
Abstract:
Inspired by Dana Birksted-Breen’s ideas on reverberation time, the author explores the changeability and transformation of the sensations of time and space and their connection to early embodied phantasies in the treatment of a 10-year-old boy. The experience of time changes (summarized under time elasticity to reflect the various forms this can take) is lived out in the transference relationship from the beginning of the therapeutic encounter. The author proposes the simultaneous development of the capacity to accept objective time, the establishment of a tri-dimensional space within the self and between objects and tolerating separateness and separation. The development of a capacity for symbolic thinking and depressive anxiety, as well as acceptance of the Oedipal situation and separation, has, as Dana Birksted-Breen underlined, a fundamental effect on the acceptance of objective time. This paper also discusses the difference between dealing with the difficulty of accepting objective time under the impact of fear of death and from the terror and nameless dread arising from the phantasy of the annihilation of time.
Isolde Böhme & Richard Rink S. 7–13Einleitung (PDF)
Dionne R. PowellS. 17–41Rassifiziert (PDF)
Psychische Folgen von transgenerationalem rassistischem TraumaShmuel ErlichS. 43–56Ist die Psychoanalyse relevant für den israelisch-palästinensischen Konflikt? (PDF)
M. Fakhry DavidsS. 57–73Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des analytischen Rahmens während des Gazakriegs 2023/24 (PDF)
Stephen FroshS. 75–86(Un-)Sicherheit (PDF)
Catalina BronsteinS. 89–114»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
Vom Aushandeln unterschiedlicher Zeitlichkeiten in der SitzungLesley SteynS. 115–143Zweifel bei der Beendigung von Analysen und das innere Elternpaar (PDF)
Lucy LaFargeS. 145–159Verlust und Gedenken (PDF)
Alejandra PerezS. 161–190»Welches Baby?« (PDF)
Kreative Verleugnung in zweiten Schwangerschaften - eine schützende ParallelweltLuca QuagelliS. 191–224Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern (PDF)
Hsueh-Mei FanS. 225–241Die Couch der Paranoia (PDF)
Der Schatten der Ahnen und ein verfolgendes Ich-IdealPoul RohlederS. 243–264Homophobie, Heteronormativität und Melancholie (PDF)
Ein psychoanalytischer Essay zum Film All of Us StrangersJan BorowiczS. 265–286Über einen Mann, der nur alle zwei Tage lebt: The Days When I Do Not Exist (2002) (PDF)
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Catalina BronsteinS. 89–114»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
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