Gewalt und Sicherheit im öffentlichen Raum

Eine sozialpsychologische Untersuchung

Sicherheit ist zu einem viel diskutierten Thema geworden. Sie ist nicht nur ein Thema der Politik, sondern auch ein beliebter Gegenstand der Medien.
Die Autoren versuchen dem Thema Sicherheit über eindeutige, quantifizierbare Aussagen hinaus auch eine subjektive oder psychologische Dimension zu geben, die sich mit einer objektiven Dimension verschränkt. Aus den Ergebnissen verschiedener sozialpsychologischer Gruppendiskussionsverfahren analysieren die Autoren, wie sich für Bürgerinnen und Bürger das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum darstellt.
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Zur Psychoanalyse psychotischer Zustände

Entgegen der gängigen psychoanalytischen Lehrmeinung, wonach psychotische Patienten wegen ihrer narzisstischen Beziehungsunfähigkeit nicht mit der klassischen psychoanalytischen Methode behandelt werden könnten, belegt Rosenfeld mit überzeugenden Fallbeispiele, dass psychotische oder schizophrene Patienten sehr wohl imstande sind, eine emotionale Beziehung zum Therapeuten aufzunehmen. Der Autor schildert die unbewussten Gefühls- und Phantasiedimensionen seiner Patienten in faszinierenden Schilderungen und umreißt mit Hilfe von Melanie Kleins Konzept der »projektiven Identifizierung« die zugrunde liegenden psychischen Mechanismen. Die Überzeugungskraft dieser Arbeiten beruht wesentlich auf der stringenten Verknüpfung von theoretischer Konzeptualisierung und klinischer Beobachtung. [ mehr ]

Brudertier

Sigmund Freud und Victor Tausk: Die Geschichte eines tragischen Konflikts

Am 3. Juli 1919 beging Victor Tausk, ein begabter Schüler Sigmund Freuds, Selbstmord. Die dramatischen Zusammenhänge, die zu dieser Tat führten, werfen ein neues Licht auf die Person Sigmund Freuds. Zugleich beweist Paul Roazen in seinem Buch die Bedeutung des Wissenschaftlers Victor Tausk für die Weiterentwicklung der Psychoanalyse.

»Und von allem Anfang empfand ich doch an Tausk grade all diesen Kampf als das, was mich an ihm tief berührte: den Kampf der menschlichen Kreatur. Budertier, Du.«
Lou Andreas-Salomé
In der Schule bei Freud.
Tagebuch eines Jahres 1912/13


»Und von allem Anfang empfand ich doch an Tausk grade all diesen Kampf als das, was mich an ihm tief berührte: den Kampf der menschlichen Kreatur. Budertier, Du.«
Lou Andreas-Salomé
In der Schule bei Freud.
Tagebuch eines Jahres 1912/13
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Abschied vom Gewissen

Dieses Buch des Tübinger Philosophen und Psychoanalytikers ist ein Plädoyer für ein individuelles Gewissen »hinter« dem Sozialgewissen. Aktuell greift es in politische, kirchliche und ethische Debatten ein. Historisch-wissenschaftlich entwickelt Rolf Denker eine Genealogie des modernen Gewissensbegriffs anhand der genauen und kritischen Analyse der Positionen verschiedenster Theorien. Das Buch ist ein Geschenk für den interdisziplinären Diskurs zwischen Philosophie, Psychoanalyse, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Medizin und Theologie. [ mehr ]

Grenzgängerinnen

Frauen auf der Flucht, im Exil und in der Migration

Frauen stellen 80% aller Binnenlandflüchtlinge weltweit, sie tauchen jedoch als Flüchtlinge in Europa kaum in Erscheinung, da sie überwiegend in Asien, Afrika und Lateinamerika verbleiben. Über geschlechtsspezifische Ursachen der Verfolgung, weibliche Motive der Migration und schließlich über psychische Möglichkeiten der Verarbeitung von Flucht, Verfolgung und Migration will der Band aufklären. Im Vordergrund steht dabei das Interesse, neben gesellschaftlichen Aspekten vor allem Facetten des innerpsychischen Erlebens weiblicher Flüchtlinge und Migrantinnen aufzuzeigen und ihrem Ringen um Versöhnung und um eine menschenwürdige Zukunft Raum und Worte zu verleihen.  [ mehr ]

Die Medea des Euripides

Zur Psychoanalyse weiblicher Aggression und Autonomie

Als Paradigma des tragisch-weiblichen Subjekts gilt die »Medea« des Euripides als Verkörperung einer Entmythologisierung der verdrängten Bilder von weiblicher Aggression, Sexualität und Mutterschaft. Als selbstbestimmte Frau führt sie ein eigenständiges und ungewöhnliches Leben, welches sie am Ende nur dadurch meint verteidigen zu können, indem sie ihre Kinder ermordet.
Die Behandlung der Ambivalenz und das Thematisieren der Widersprüche in der Figur der »Medea« des Euripides führen in diesem Buch zur Bewusstmachung kulturell tabuisierter Komponenten, die zur Anthropologie der Frau gehören.

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Psyche

Malerei Musik Literatur Mythos 55. Jahrgang Heft 12 2001

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Marie-Claire Lanctot-Belanger

Eine Paargeschichte: »Eyes wide shut« - Kubricks letzter Film. Das unmögliche und unumgängliche Paar (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 111-118

Was hat Kubrick dazu veranlasst, während seiner letzten Lebensjahre, seit er die Novelle Schnitzlers gelesen hatte, um jeden Preis diesen Film machen zu wollen? Wenigstens drei Filme lagen als Projekte auf seinem Tisch: der Napoleon, die Geschichte eines mechanischen Kind-Bärchens und diese Paargeschichte, die er in der letzten Lebensphase drehen wird. Traumnovelle, eine Geschichte geträumten Lebens oder wachgerufenen Traums, ein offener oder geschlossener Blick ... [ mehr ]

Micha Hilgers

»Ich stelle gleich die Ordnung auf« - Neue Heilslehren und alte Ordnungen: Die autoritären Methoden des Familienaufstellers Bernd Hellinger (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 99-111

Aus der Einleitung:
Auf dem an Gurus nicht eben darbenden Psycho-Markt boomt eine Heilslehre, die nicht nur von ohne jede Befugnis zur Ausübung von Heilkunde wurschtelnden Psychoklempner ausgeübt wird, sondern auch immer mehr Ärzte und Psychologen in ihren Bann zieht.1 Das sogenannte Familienaufstellen nach Hellinger ist eine Technik, die nach dem pras-pro-toto Schema arbeitet, was allerdings in der Psychotherapie nicht selten ist. Denn in der Geschichte der ... [ mehr ]

Hans-Jürgen Wirth

Hannelore und Helmut Kohl - Eine narzisstische Kollusion (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 71-99

Aus der Einleitung:
Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, Politiker ausschließlich als Funktionsträger der Parteien, der Institutionen und des Staates und als bloße Vollstrecker der viel beschworenen Sachzwänge anzusehen, dass wir häufig verkennen, welch enger Zusammenhang zwischen der Politik und den Menschen, die diese Politik machen, besteht. Wie kommt ein Bundeskanzler und Repräsentant einer sich christlich nennenden Partei dazu, zu ... [ mehr ]

Maurice Hurni & Giovanna Stoll

Die Inzestualität: Klinisches Beispiel einer transgenerationellen Familiengeschichte (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 53-71

Aus der Einleitung:
Wir berichten von einem Ehepaar, nennen wir es das Paar »T«. Indem wir die Inzestualität als roten Faden nehmen, wollen wir versuchen, es Ihnen zu beschreiben. Lassen Sie uns zuerst die ersten Übertragungsbewegungen und die ersten »Symptome«, mit denen wir uns auseinanderzusetzen hatten, beschreiben. Wir werden ganz besonders auf diejenigen Zeichen achten, die das Thema der Inzestualität und seine Konsequenzen in ... [ mehr ]

Joseph Kleinschnittger & Matthias Wildermuth

Der moderne Zappelphillipp - Über unruhige Kinder aus der Sicht klinisch-psychiatrischer Praxis und psychoanalytischer Familientherapie (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 35-53

Ein Interview von Joseph Kleinschnittger, Dozent der Sektion Familien-, Paarund Sozialtherapie am Gießener Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie mit Matthias Wildermuth, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Rehbergpark in Herborn [ mehr ]

Manfred Gerspach

Stichwort Hyperaktivität: Zur Diagnostik der Diagnostiker (PDF)

Psychoanalytische Familientherapie 2001, 2(2), Nr. 3, 3-35

Meinen Text werde ich in drei Teile teilen. Beginnen möchte ich mit einer kriti- schen Betrachtung medizinischer, aber vor allem pseudomedizinischer Erkennt- nisse zum sogenannten Hyperkinetischen Syndrom (HKS) bzw. Aufmerksam- keitsdedifizitsyndrom (ADHD). Danach wende ich mich den Beweggründen zu, warum sich trotz mahnender Stimmen eine beinahe ausschließlich organ- medizinisch gefasste Auffassung des hyperkinetischen Verhaltens so hartnäckig im ... [ mehr ]

Werner Bohleber(Hg.)

Psyche

Doppelheft: Zur Psychoanalyse Menschlicher Destruktivität (55. Jahrgang, Heft 9/10 2001)
9,34 €

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Psyche

55. Jahrgang Heft 8 2001
5,60 €

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Psyche

55. Jahrgang Heft 7 2001

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Psyche

55. Jahrgang Heft 6 2001
5,60 €

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Peter Freudl

Warum wird Reich nie erwähnt? Wilhelm Reich und das Trauma der deutschen Psychoanalyse (PDF)

psychosozial 84 (2001), 139-159

Im Rahmen einer historischen Studie wird die Ignorierung und Ausgrenzung Wilhelm Reichs in der Geschichte der Psychoanalyse aufgearbeitet und reflektiert. Einleitend werden die zentralen Inhalte von Reichs Vortrag »Psychischer Kontakt und vegetative Strömung«, den er anlässlich des Internationalen Psychoanalytischen Kongresses 1934 in Luzern gehalten hatte, zusammengefasst. Als Gründe für den Ausschluss Reichs aus der Internationalen ... [ mehr ]