Sequenzielle Traumatisierung, Vulnerabilität und Subjektivierung (PDF)
Der Beitrag beleuchtet die Dynamik sequenzieller Traumatisierung jugendlicher Menschen mit Fluchtbzw. Zwangsmigrationserfahrungen im Spannungsfeld von Vulnerabilität, Anpassung und Subjektivierung. Im Fokus steht die Frage, wie die pädagogische Institution Schule als Resonanzraum zwischen funktionaler Anpassung und produktiver Selbstverortung wirken und wie unter Bedingungen struktureller Unsicherheit Formen der Teilhabe entstehen und begleitet werden ... [ mehr ]
Freiwilliges Engagement als Familie erzählt (PDF)
Der Beitrag untersucht, wie in Beziehungen des freiwilligen Engagements Zugehörigkeit als Familie erzählt wird. Unter der analytischen Perspektive der Agency werden auf Grundlage episodischer Interviews und unter Anwendung der Grounded Theory als Familie erzählte Beziehungen aus der Perspektive der geflüchteten Adressat*innen rekonstruiert und Prozesse der Zugehörigkeitsherstellungen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass als Familie konstruierte ... [ mehr ]
Balancieren am Abgrund (PDF)
Der Beitrag widmet sich der tiefenhermeneutischen Analyse des Erlebens von Tayo, einem 47-jährigen Geflüchteten, der zusammen mit seiner Familie mit dem unsicheren Aufenthaltsstatus der Duldung in Deutschland lebt. Dabei wird zunächst gezeigt, dass die Duldung als eine sich auf viele Lebensbereiche auswirkende Kränkung erfahren wird, die sich bis in den Leib hinein, auch als somatische Krankheit, niederschlagen kann. Daran anschließend richtet sich der ... [ mehr ]
Widerständige Subjekte: Realität, Wunsch, Verklärung? (PDF)
Der Beitrag setzt sich mit der subjektivationstheoretischen Figur des widerständigen Subjekts im Kontext von Fluchtmigration auseinander. Dabei wird argumentiert, dass einer starken Betonung der Widerständigkeit von Subjekten Ambivalenzen innewohnen. Zunächst werden Bezüge der theoretischen Figur des widerständigen Subjekts aufgerufen, eine wissenschaftstheoretische Verortung vorgenommen und exemplarisch aufgezeigt, wie die Widerständigkeit des ... [ mehr ]
Flucht erzählen und legitimieren müssen (PDF)
Der Artikel analysiert die Erzählund Legitimationszwänge von Flucht im Kontext des europäischen Asylregimes und verknüpft filmische mit migrationsund sozialpädagogischen Perspektiven. Am Beispiel des belgischen Films Tori und Lokita (2022) werden zwei zentrale Szenen rekonstruiert, die die institutionellen Anforderungen an Fluchtnarrative sowie die ambivalenten Möglichkeiten von Agency und Widerstand verdeutlichen. Ergänzt wird die ... [ mehr ]
Die Kamera und die Störung (PDF)
Der Beitrag untersucht filmpsychoanalytisch (Hamburger, 2018) die unbewusste Rezeption von Tori et Lokita (2023). Er unterscheidet drei Ebenen des Filmverstehens: das logische Verstehen des Plots, das psychologische Verstehen oder Nacherleben der intentionalen Botschaft des Films und das szenische, psychoanalytische Verstehen, das sich aus einer Analyse der eigenen Feldbeteiligung erarbeiten lässt. In diesem Sinne weist er eine in Tori et Lokita untergründig wirksame ... [ mehr ]
Flucht als Schwellenerfahrung (PDF)
Der vorliegende Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Teilhabe und Raumordnung im Film Tori et Lokita (2022) von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Der Film erzählt von den Bemühungen der beiden Titelfiguren, der 16-jährigen Lokita eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Belgien zu beschaffen. Anhand eines Close Readings der Eingangssequenz, in der Lokita mit einer Mitarbeiterin der Asylbehörde ein Interview führt, das über ihren ... [ mehr ]
psychosozial 184: Das Asylregime und die Widerständigkeit des Subjekts (PDF)
Der Fokus dieser Ausgabe liegt auf der Fragilität menschlicher Existenz, die Menschen andere Menschen ganz unterschiedlich spüren lassen. Die Beiträger*innen fragen nach dem Ankommen und Leben im »Exil«. Sie erkunden Facetten fragiler gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen unter den Bedingungen des europäischen Asylregimes und analysieren ihre Möglichkeiten und Praktiken des Widerstands. Dabei nimmt das Medium Film eine besondere Stellung ein. Die Beiträge betreten das Feld von narrativer Visualität und visueller Narrativität in der Fluchtmigrationsforschung. Sie fordern auf, sich auf ein Thema einzulassen, das unbehaglich ist, das Menschen lieber auf Distanz halten möchten. [ mehr ]
Behindertenpädagogik - Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Behindertenpädagogik befasst sich mit behindertenpädagogischen Problemen der Erziehung und Bildung und des Unterrichts an Vorschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Sie wird vom Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V., Fachverband für Behindertenpädagogik herausgegeben.
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Fehler sind kein Rückschlag, sondern Teil des Weges (PDF)
Fehlerkultur als individuelles und institutionelles Qualitätsmerkmal bedarf einer Dialogkultur, die erlaubt, Konflikthaftes, unerwünschte Ereignisse in Therapien, Ausbildung und in institutionellen Zusammenhängen wahrzunehmen und in einen ergebnisoffenen, respektvollen Austausch zu bringen. Fehlermachen wird als unverzichtbar auf dem Weg zum Fehlerlernen betrachtet, wenn darüber in einem zweiten Schritt nachgedacht wird und neue Erkenntnisse in ... [ mehr ]
Scham in der Supervision (PDF)
Die Scham ist eine der herausforderndsten Emotionen, die im psychotherapeutischen Prozess auftreten kann. Aufgrund ihres ansteckenden Charakters ist es häufig zu beobachten, dass sich der Schamaffekt von der Therapiesitzung in die Supervision übertragt und hier in der Beziehung zwischen Supervisor und Supervisand spürbar wird. Diese Spürbarkeit sowie der interpersonelle Charakter der Scham als möglicher Schnittstellenaffekt bieten allerdings auch die ... [ mehr ]
Die Präsenz des Emotionalen in der Supervision (PDF)
Supervision ist ein Ort, ein Prozess, der das Verstehen fördern soll, es sollen Deutungen und Erklärungen entstehen. In einem überwiegend kognitiven Verständnis für Supervision ist das ein Vorgang, der auf Wissen und Erfahrung der Supervisorin, des Supervisors beruht. Die Supervisorin, der Supervisor hört den Bericht über die Behandlung und erkennt darin bestimmte Muster, klinische Muster, Übertragungsmuster, die dann erklärt und ... [ mehr ]
Theorie- und Praxisgruppe (TPG) am Heidelberger Institut für Psychotherapie (PDF)
Die Theorieund Praxisgruppe (TPG) stellt ein besonderes Format im Curriculum der Ausbildung zur (tiefenpsychologischen) Psychotherapeutin am Heidelberger Institut für Psychotherapie (HIP) dar. Die Erlebnisse und Einschätzungen werden aus subjektiver Sicht, angereichert durch wenige vorbereitende Gespräche mit anderen TPG-Erfahrenen, beschrieben. Es ergibt sich ein diffuses Bild, das verständlicher wird, wenn man die Prozesse einer Gruppentherapie anlegt: ... [ mehr ]
(Ref)Lectures (PDF)
Im Beitrag untersuchen wir Möglichkeiten und Aufgaben psychoanalytischer Hochschullehre am Beispiel der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) Berlin. Dabei argumentieren wir, universitäre Psychoanalyse solle vor allem eine spezifische Forschungsund Erkenntnishaltung vermitteln. Als zentrales Paradigma schlagen wir dafür Starke Reflexivität vor, ein Konzept aus der qualitativen Sozialforschung, das Subjektivität und Emotionen als ... [ mehr ]
Psychoanalyse: Lehren und Lernen an der Universität (PDF)
Die Frage nach dem Verhältnis von Theorie und Praxis stellt sich in vielen wissenschaftlichen Disziplinen, vor allem in den Humanwissenschaften. Sie verschärft sich noch dort, wo etwas über die Psychoanalyse gelehrt und gelernt werden soll wie im universitären Psychologiestudium, das den Weg zu einer psychotherapeutischen und psychoanalytischen Weiterbildung eröffnet. Anhand der »Internationalen Psychoanalytischen Universität ... [ mehr ]
Psychoanalyse im Widerspruch Nr. 75: Psychoanalyse lehren & lernen (PDF)
Dieses Heft bietet einen Einblick in die Aktualität des Lehrens und Lernens der Psychoanalyse in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei kommen Lehrende und Lernende sowohl aus dem universitären Bereich wie auch aus Ausbildungsinstituten zu Wort und setzen sich u.a. mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Supervision im Rahmen der praktischen Psychoanalyse-Ausbildung auseinander. Sie thematisieren aktuelle Haltungen, Überlegungen und Erfahrungen, die zu einer ... [ mehr ]
Trauma Kultur Gesellschaft 2/2026: The many faces of violence - Gewaltphänomene an Schulen
Die Beiträge des Hefts machen deutlich, wie eng schulische Lebenswelten mit psychosozialer sowie emotionaler Gesundheit oder auch mit psychischen Störungen verknüpft sind und welche Rolle gerade Gewaltphänomene spielen, die in ihrer Tragweite und Bedeutung für individuelles und kollektives Leben in den Blick genommen werden. [ mehr ]
Psychoanalyse im Widerspruch Nr. 75: Psychoanalyse lehren & lernen
Dieses Heft bietet einen Einblick in die Aktualität des Lehrens und Lernens der Psychoanalyse in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei kommen Lehrende und Lernende sowohl aus dem universitären Bereich wie auch aus Ausbildungsinstituten zu Wort und setzen sich u.a. mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Supervision im Rahmen der praktischen Psychoanalyse-Ausbildung auseinander. Sie thematisieren aktuelle Haltungen, Überlegungen und Erfahrungen, die zu einer ... [ mehr ]
psychosozial 184: Das Asylregime und die Widerständigkeit des Subjekts
Der Fokus dieser Ausgabe liegt auf der Fragilität menschlicher Existenz, die Menschen andere Menschen ganz unterschiedlich spüren lassen. Die Beiträger*innen fragen nach dem Ankommen und Leben im »Exil«. Sie erkunden Facetten fragiler gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen unter den Bedingungen des europäischen Asylregimes und analysieren ihre Möglichkeiten und Praktiken des Widerstands. Dabei nimmt das Medium Film eine besondere Stellung ein. Die Beiträge betreten das Feld von narrativer Visualität und visueller Narrativität in der Fluchtmigrationsforschung. Sie fordern auf, sich auf ein Thema einzulassen, das unbehaglich ist, das Menschen lieber auf Distanz halten möchten. [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 90: Zwischen Aufbruch und Abschied. Psychische Herausforderungen beim Übergang in den Ruhestand
Angesichts des demografischen Wandels geht die sogenannte Ruhestandsphase schon seit Längerem mit einem intergenerationalen Gerechtigkeitskonflikt einher. Diese Konfliktlage, vordergründig mit Ängsten um die Stabilität der Rente verbunden, ist gleichermaßen ein Anlass, vertieft über das Älterwerden, seinen Sinn und seine lebensgeschichtlichen Entwicklungen und Gesetzmäßigkeiten nachzudenken. Es bietet sich die Chance, Inhalte und Werte des Ruhestands persönlich und gesellschaftlich zu reflektieren und daraus konkrete Handlungen abzuleiten. [ mehr ]
Psychoanalytisch fundierte Traumapädagogik
Birgit Bucher diskutiert gleichermaßen wissenschaftstheoretisch wie anwendungsbezogen, inwiefern die in der traumapädagogischen Praxis als zentral geltenden Konzepte durch eine explizit psychoanalytische bzw. psychoanalytisch-pädagogische Fundierung an Gehalt und Tiefendimension gewinnen können. Praxisnah und anhand von Fallbeispielen skizziert die Autorin den Nutzen der Integration psychoanalytisch-pädagogischer Wissensbestände in die traumapädagogische Aus- und Weiterbildung. [ mehr ]