Neuerscheinungen
supervision - Mensch Arbeit Organisation: Landschaften der Arbeit. Routen und Positionen der Supervision
Ausgehend von einem soziologischen Befund zur gegenwärtigen Situation der Arbeit werden Routen und Positionen der Supervision zwischen »Just in Time« und »Old School« verfolgt. Supervisor*innen der jüngeren Generation setzen sich damit auseinander, wie sie den Anforderungen an Supervision in einer sich rasant verändernden Gesellschaft mit ihren Krisen und Herausforderungen – von Ökonomie bis Klimakatastrophe – und dem damit einhergehenden Wandel in der Arbeitswelt begegnen. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 93
Die Beiträger*innen diskutieren die Begriffe Raum, Zeit und RaumZeit in unterschiedlichen Zusammenhängen, insbesondere mit Blick auf Autismus-Spektrum-Störungen oder im Zusammenhang mit dem psychoanalytischen Setting. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Werk Judith LeSoldats. [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 91: »When I’m Sixty-Four« - Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen
Den Beatles-Song When I’m Sixty-Four komponierte Paul McCartney, als sein Vater 64 Jahre alt war. Der Liedtext ist geprägt durch ein ängstliches, negatives Bild vom Alter, von den Sorgen, verlassen und einsam zu sein und niemanden zu haben, der für einen sorgt.
Die Beiträge dieses Heftes, die auf Vorträge des Symposiums »›When I’m Sixty-Four‹ – Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen« zurückgehen, kreieren eine weniger angsterfüllte Sicht auf das Alter, als es dem Beatles-Text zu entnehmen ist. [ mehr ]
Wie sexuelle Bildung Heteronormativität reproduziert
Sexuelle Bildung an Schulen hat den Anspruch, Vielfalt und Akzeptanz zu fördern; paradoxerweise führen die oberflächlichen Diversitätsbestrebungen aber zu einer Reproduktion und Verfestigung heteronormativer Geschlechter- und Sexualitätsnormen. Die Autorin hebt hervor, wie sich besonders in Othering-Konstruktionen rassistische, klassistische und ableistische Zuschreibungen manifestieren. [ mehr ]
Wenn die Säuglingsbeobachtung endet
Im Jahrbuch für teilnehmende Säuglings- und Kleinkindbeobachtung 2026 beleuchten die Autor*innen einen oft unterschätzten Moment: das Ende der Beobachtungsbeziehung. Was geschieht, wenn die intensive Zeit der Begleitung endet? Wie beeinflusst der Abschied die psychische Reifung des Kindes? Welche Resonanzen löst er bei den Eltern und Fachkräften aus? [ mehr ]
Zeitgeschehen und Zeiterleben
Die Autor*innen zeigen in Band 21, wie innig Psychoanalyse mit der Zeit verbunden ist, sei es in der klinischen Praxis, in Versuchen, das aktuelle Zeitgeschehen zu verstehen, oder in der Betrachtung künstlerischer Arbeiten über die Zeit. Sie nehmen zentrale Themen unserer Zeit in den Blick, darunter die fortdauernde Wirkung rassistischer Prägungen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit eines psychoanalytischen Beitrags zum Verständnis des Gaza-Kriegs. [ mehr ]
Intuition und Kreativität in Pädagogik und Sozialer Arbeit
Die Aufgabenfelder von Pädagogik und Sozialer Arbeit erfordern oftmals, sich in schneller Folge in wechselnden Situationen zu Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu verhalten. Wohlabgewogene und gezielt gesteuerte Reaktionen sind im unübersichtlichen Alltag oftmals schwer möglich. Die Autor*innen untersuchen, wie wichtig Erfahrung, Kreativität und Intuition für professionelles Handeln sind. [ mehr ]
Praxis der Verhaltenstherapie
Serge K.D. Sulz legt mit diesem Buch einen umfassenden und systematischen Leitfaden vor, der ab der ersten Therapiestunde dabei hilft, eine für die Patient*innen passende Vorgehensweise zu wählen. Für die ersten Jahre des psychotherapeutischen Berufs bietet dieses Buch alle notwendigen Handlungsanweisungen und ist somit der ideale Begleiter, um sich in die kognitiv-behaviorale Therapie einzuarbeiten. [ mehr ]
Psychoanalytische Familientherapie Nr. 52: Mentalisierungsbasierte Ansätze in der Arbeit mit Familien und Paaren
Das vorliegende Heft begreift sich einerseits als Würdigung der enorm traditionsreichen interdisziplinären Theoriebildung der psychoanalytisch orientierten Familientherapie. Indem es darüber hinaus aktuelle Mentalisierungsansätze für das psychodynamische Arbeiten mit Paaren und Familien vorstellt, entwickelt es zugleich eine Zukunftsperspektive: Psychoanalytische Paar- und Familientherapie stellt auf diese Weise einen unverändert wichtigen Bezugspunkt innerhalb der Versorgungslandschaft dar.
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Behindertenpädagogik - Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Behindertenpädagogik befasst sich mit behindertenpädagogischen Problemen der Erziehung und Bildung und des Unterrichts an Vorschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Sie wird vom Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V., Fachverband für Behindertenpädagogik herausgegeben.
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Vertrauen auf den Kern der Menschlichkeit
Die hier versammelten Interviews bieten Einblicke in die Lebenswelt und das Schaffen Albert Pessos, in seine teilweise bedrückende Kindheit und Jugend, in seine Entwicklung als Tänzer, Choreograf und Psychotherapeut und nicht zuletzt in seine Methodenbildung, die zur Konzeption des Pesso-Boyden-System-Psychomotor-Verfahrens (PBSP) führte. Sie lassen den Menschen und Therapeuten Pesso durch seine eigenen Worte erlebbar werden. [ mehr ]
Sich vor unsäglichen Gefühlen schützen
Roland Voigtel versteht Sucht als ein unbewusstes Abwehrsystem gegen das Erleben unerträglicher Gefühle, die von den Betroffenen nur schwer in Worte gefasst werden können. Simon Scharfs Fragen fokussieren insbesondere die emotionale Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in, führen Voigtel aber auch zu vertiefenden Überlegungen zum politischen Potenzial seines Suchtkonzepts sowie zum Selbstverständnis der aktuellen Psychoanalyse und ihrer geringen gesellschaftlichen Einmischungslust. [ mehr ]
Psychoanalytische Traumatologie - Das Trauma in der Familie
Traumatisierungen bilden oft den Kern schwerer Persönlichkeitsstörungen, denn sie hinterlassen Spuren in Form von Opfer- oder Täteridentitäten und eines traumatischen Introjekts. Matthias Hirsch zeigt, dass die psychoanalytische Therapie schwer traumatisierter Patient*innen ein sensibles Balancieren zwischen Halten und Grenzen-Setzen, Verstehen und Konfrontieren bis hin zum spielerischen Mitagieren erfordert. [ mehr ]
Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege
Die »Psychiatrische Familienpflege« blickt auf eine beeindruckende, im deutschen Fall besonders wechselvolle Geschichte zurück. Thomas Müller widmet sich im französisch-deutschen Vergleich den intensiven Debatten zur Art und Weise der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. [ mehr ]
Dynamiken rechter Radikalisierung
Die Beiträger*innen dieses inter- und transdisziplinären Sammelbands widmen sich der Frage, wie sich rechtsextreme Ideologien und Gewaltformen ideengeschichtlich, diskursiv und sozial manifestieren, verflechten, wandeln und konsolidieren. Dabei bieten sie praxisrelevante Erkenntnisse für Forschung, Bildung und Beratung. [ mehr ]
Der Augenblick - das unfassbare Ganze
Werner Pohlmann entfaltet eine Theorie des Psychischen, in der der Augenblick als Erfahrungsraum eine zentrale Rolle spielt. Im Moment des Erlebens zeigt sich das Ganze – und damit auch die ästhetische Struktur psychischer Prozesse. Pohlmanns Überlegungen richten sich an Psychoanalytiker*innen, die ästhetische, philosophische und klinische Dimensionen neu denken wollen. [ mehr ]
Aufgeben
Aufgeben ist nicht gleichbedeutend mit Scheitern – es kann ein neuer Anfang sein. In seinem brillanten Essay zeigt Adam Phillips, dass Verzicht nicht bloß Disziplin bedeutet – sondern Freiheit. Ein Buch für alle, die der Komplexität des Lebens nicht ausweichen wollen. [ mehr ]
Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung
Die Beiträger*innen erschließen die Bedeutsamkeit des frühen sinnlich-körperlichen Erlebens für die psychische Entwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive, die die Trennung von Psyche und Soma wieder zusammenführt. Dies geschieht auf phänomenologischer Ebene mit den Zugängen D.W. Winnicotts verknüpft und erarbeitet ein neues diagnostischen Verständnis. [ mehr ]
Transformatives Lernen in der Hochschule
Transformation ist kein planbares Lernziel. Sie kann Selbst- und Weltverhältnisse, wissenschaftliche Perspektiven und institutionelle Selbstverständlichkeiten verändern. Sie entfaltet sich aus dem Zusammenspiel von sozialen Beziehungen, Affekten und Machtverhältnissen. Die Autor*innen untersuchen transformatives Lernen und transformative Prozesse aus kulturpsychologischer, ethnologischer, sozialwissenschaftlicher, didaktischer und künstlerischer Perspektive. Unter welchen Bedingungen sind tiefgreifende Veränderungen möglich, insbesondere in Situationen, die von Irritationen, Fremdheitsgefühlen, Machtverhältnissen oder soziokulturellen Konflikten geprägt sind? [ mehr ]
Journal für Psychologie 1/2026: Zeiterleben und Zeitpraktiken
Die aktuelle Ausgabe des Journal für Psychologie widmet sich dem Thema »Zeiterleben und Zeitpraktiken«. Dabei steht Zeit nicht nur als messbare Größe, sondern auch als gelebte, erfahrene, verhandelte und umkämpfte Dimension menschlicher Existenz im Mittelpunkt. Die Ausgabe lädt dazu ein, Zeit als vielschichtiges Geflecht von Erfahrung, Praxis und gesellschaftlicher Ordnung neu zu denken.
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